Neue Kindles Amazon bietet Preiskampf-Tablets und Luxus-Reader

Amazon hat seine Verkaufsplattformen aufpoliert: Das Versandhaus hat neue E-Reader und neue Tablets vorgestellt. Darunter ist ein Mini-Tablet für 100 Euro und ein Luxus-Lesegerät für bis zu 250 Euro.

AP

Das Online-Versandhaus Amazon erweitert erneut seine Gerätepalette zum Verkauf von Büchern, Filmen und Musik. Der Konzern stellte in der Nacht zu Donnerstag deutscher Zeit diverse neue E-Reader und Tablets vor, darunter ein Lesegerät, das in Deutschland mindestens 190 Euro kostet. Es ist damit eines der teuersten reinen Lesegeräte auf dem Markt. Wählt man die Variante mit 3G-Verbindungsmöglichkeit, sodass man auch unterwegs Bücher einkaufen kann, steigt der Preis auf 250 Euro.

Eine günstigere Version mit Werbeeinblendungen auf dem Sperrbildschirm bietet Amazon für sein neues High-End-Modell nicht an. Zum Vergleich: Der wasserdichte Luxus-Reader Kobo Aura H2O kostet 180 Euro. Er soll ab 1. Oktober erhältlich sein.

Der Kindle Voyage hat einen hochauflösenden E-Ink-Bildschirm mit sechs Zoll Bildschirmdiagonale. Umblättern kann man nicht nur über den Touchscreen, sondern auch über druckempfindliche Sensoren im Bildschirmrand. Die Bildschirmoberfläche besteht aus aufgerautem Glas, nicht aus Kunststoff, die Scheibe ist plan in den Rahmen eingebaut. Das übrige Gehäuse besteht aus Magnesium, nicht aus Plastik. Mit knapp 190 Gramm Gewicht und einer Dicke von acht Millimetern ist der Kindle Voyage leichter und dünner als das bisherige Spitzenmodell Paperwhite, dessen Speicherkapazität jetzt verdoppelt wurde. Der Voyage soll ab November verfügbar sein. Die ersten Rezensenten aus den USA sind sehr angetan von dem Gerät, vor allem von der hohen Auflösung des Bildschirms.

Tablets zwischen 100 bis 600 Euro

Einen neuen Einsteiger-Kindle mit Touchscreen gibt es ab Oktober zum Preis von 60 Euro, die werbefreie Version kostet 80 Euro. Er hat ein sechs Zoll großes Display - allerdings mit geringerer Auflösung als der Voyage und ohne Hintergrundbeleuchtung. Durch einen schnelleren Prozessor sollen Lade- und Umblättervorgänge beschleunigt werden, außerdem wurde der Speicher vergrößert.

Neben neuen E-Readern stellte Amazon auch neue Tablets vor. Das günstigste Modell wird schon ab 100 Euro verkauft, es hat allerdings auch ein Format, das nur noch mit viel Wohlwollen als Tablet durchgeht: Die Bildschirmdiagonale des Fire HD6 beträgt nur 6 Zoll. Das 7-Zoll-Modell Fire HD7 kostet ab 120 Euro, je nachdem, wie viel Speicher verbaut ist und ob der Kunde einwilligt, sich auf dem Sperrbildschirm Werbung anzeigen zu lassen.

Das neue High-End-Modell der Tablet-Reihe heißt, wie das Vorgängermodell, Fire HDX 8.9. Es kostet ab 380 Euro. Wählt man jedoch die werbefreie Variante mit 65 Gigabyte Speicher und mit der Möglichkeit, LTE-Funkverbindungen herzustellen, klettert der Preis auf fast 600 Euro.

cis/dpa



insgesamt 21 Beiträge
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cola79 18.09.2014
1. Schrecklich uninteressant
Das Problem an den Amazongeräten ist, dass sie nur aufgehübschte Einkaufstüten sind, die sich mit Produkten anderer Supermärkte nicht vertragen... Wenn ALDI anfangen würde, exklusive aufgehübschte Einkaufstüten zu verkaufen, in die sich keine Artikel von LIDL eintüten lassen, würde das wohl eher für Belustigung soren. Warum wird Amazon so ernst genommen?
klarafall 18.09.2014
2. @cola79
Ihre Kritik zeigt nur, daß sie die Geräte nicht kennen oder nicht damit umgehen können. Die Kindle-Geräte kann man selbstverständlich auch mit eBooks beladen, die nicht von Amazon sind. Ich mache das andauernd, hauptsächlich mit selbst erstelltem oder personalisiertem Content. Bei eBooks gibt es dazu relativ wenig Notwendigkeit: die allermeisten Bücher gibt es ohnehin bei Amazon, und sie sind dort auch nicht teurer als anderswo.
frankasten 18.09.2014
3. Da ist noch viel Luft nach unten.......
Fast 600 EUR für ein Tablet? Alle versuchen sich ins Edelsegment zu retten und....alle werden scheitern.
Sven23 18.09.2014
4.
Um bei dem Aldi-Bild zu bleiben müsste ich zunächst die Lidl-Ware in eine Aldi-Tüte stecken um sie in der Aldi-Tüte nach Hause tragen zu können. So einfach und unkompliziert ist es dann doch nicht. Ich mache das ebenfalls häufig, da ich die meisten eBooks im Buchhandel erwerbe, diese aber auch auf meinem Kindle lesen möchte. Aber zurück zum Thema. Was der Spiegel und die meisten anderen Seiten überlesen haben ist, dass der 190,- Voyage bereits die verbilligte Werbevariante ist, bzw. es keine Version ohne Werbung gibt. Und das finde ich schon ein starkes Stück.
vonkoesten 18.09.2014
5. Was soll das?
Das spricht doch höchstens den Markt der völlig Ahnungslosen an: Für 150 Euro bekommt man ein ordentliches 7-Zolltablett. Damit kann man über eine E-Reader-App jedes Format lesen - für Medien von Amazon gibt's die kostenlose Amazon-App. Wenn man's halbwegs geschickt anstellt, alles werbefrei. Brauser frei, Apps aus dem Android-Store so viel und welche man möchte. Warum um alles in der Welt soll sich jemand denn die - wie ein anderer Forist schreibt - Amazon-Einkaufstüte kaufen? Mit Einschränkungen wo es nur geht....?
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