Konsum und Klimaschutz Mobilfunkanbieter führen Umwelt-Rating für Smartphones ein

Deutsche Telekom, Telefónica und Vodafone werden künftig neue Smartphones danach bewerten, wie klimaverträglich sie sind. Allerdings machen mehrere große Hersteller nicht mit.
Alles im grünen Bereich? Provider wollen neue Smartphones nach ihrem ökologischen Fußabdruck bewerten

Alles im grünen Bereich? Provider wollen neue Smartphones nach ihrem ökologischen Fußabdruck bewerten

Foto: Sean Gallup/Getty Images

Mehrere große europäische Mobilfunkprovider wollen ihre Kundschaft künftig darüber informieren, wie klimaverträglich neue Smartphone-Modelle sind und wie leicht sie zu reparieren sind. In dem am Dienstag präsentierten »Eco Rating« werden jeweils bis zu 100 Punkte vergeben. Die Gesamtwertung für das angebotene Smartphone wird aus Herstellerangaben berechnet.

Auf Providerseite beteiligen sich die Deutsche Telekom, Telefónica (O2) und Vodafone an dem Bewertungssystem. Außerdem sind Orange aus Frankreich und Telia Company aus Schweden mit dabei. Mit dem Projekt kooperieren derzeit zwölf Hersteller von Android-Handys, unter anderem OnePlus, Lenovo (Motorola), HMD Global (Nokia), Oppo, Samsung, Xiaomi und Alcatel.

Auffällig ist, dass Apple, Sony und Google fehlen. Auch der niederländische Hersteller Fairphone, der nach Einschätzung vieler Experten derzeit die umweltfreundlichsten Smartphones anbietet, steht nicht auf der Liste der Kooperationspartner.

Fünf Kategorien im »Eco Rating«

Die Provider erklärten, die Bewertung gelte für neue Geräte. »Wenn neue Smartphones oder einfache Handys auf den Markt kommen, werden die Mobilfunkbetreiber diese Geräte bewerten. Das Konsortium geht davon aus, dass letztendlich alle Geräte, die den Verbrauchern zur Verfügung stehen, ein Öko-Rating haben werden.«

Das »Eco Rating« setzt sich aus insgesamt fünf Kategorien zusammen: Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit, Recyclefähigkeit, Klimaverträglichkeit und Ressourcenschonung. Bei der Langlebigkeit soll etwa beurteilt werden, wie robust das Gerät ist. Außerdem wird die Akkulebensdauer bewertet. Auch die Garantiezeit des Geräts wird berücksichtigt. Die Laufzeit des Software-Supports mit Android- und Sicherheitsupdates spielt aber offenbar keine Rolle.

Die Bewertung der Reparaturfähigkeit umfasst beispielsweise das Design des Mobiltelefons und zusätzliche Maßnahmen, die eine Wiederverwendbarkeit und Aufrüstbarkeit des Geräts verbessern und so seine Nutzungsdauer verlängern können.

pbe/dpa
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