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Fototechnik: Die Lytro-Lichtfeldkamera im Test

Foto: Lytro

Lichtfeldfotografie für Smartphones Toshiba entwickelt Überall-Scharf-Kamera

Unterwegs fotografieren und erst nachher daheim fokussieren? Diese Möglichkeit bieten die Lichtfeldkameras der US-Firma Lytro bereits seit dem Frühjahr. Jetzt arbeitet der japanische Konzern Toshiba an einer ähnlichen Kamera zum Einbau in Smartphones.

Nur rund einen Zentimeter beträgt die Kantenlänge des würfelförmigen Kameramoduls, mit dem Toshiba die Smartphone-Fotografie optimieren will , der Bildsensor misst fünf mal sieben Millimeter.

Bei den Aufnahmen dieser Kamera soll man nachträglich bestimmte Bildbereiche scharf stellen können. Gerade Smartphone-Nutzer dürfte dieses nachträgliche Fokussieren freuen: Viele Menschen machen per Smartphone vor allem spontane Aufnahmen, bei denen kaum Zeit bleibt, auf die Bildschärfe zu achten. Manchen Geräten fehlt auch schlicht die Möglichkeit, die Kamera wirklich individuell einzustellen. Die Folge sind oft unscharfe Bilder, Handy-Schnappschüsse, die selbst dann nicht überzeugen, wenn man sie per Fotofilter modifiziert.

Das neue Kameramodul könnte die Art, "wie wir Fotos mit Smartphones und Kameras aufnehmen, für immer verändern", schreibt BGR . Ganz neu ist die Technik allerdings nicht. Toshiba setzt dasselbe Konzept um wie zuvor schon das US-Unternehmen Lytro. Bei der sogenannten Lichtfeldfotografie nehmen Hunderttausende kleine Linsen (bei Toshibas Modul sollen es 500.000 von je 0,03 Millimetern Durchmesser sein) Einzelaufnahmen unterschiedlicher Schärfe auf, nahe und weiter entfernte Bildbestandteile werden so gleichzeitig fokussiert. Eine Software setzt die Aufnahmen später zu einem vollständigen Bild zusammen.

Lytro hatte im Frühjahr 2012 die erste Lichtfeldkamera für Hobbyfotografen präsentiert. Im Gegensatz zu Toshibas Kamera eignen sich die Lytro-Modelle bislang aber nicht für Smartphones. Die online bestellbaren Varianten  wiegen 215 Gramm, ihre längste Seite misst 11,2 Zentimeter. Je nach Speicherplatz kosten die Kameras knapp 400 oder 500 Dollar.

Toshiba will seine Kamera zum Ende seines Geschäftsjahres 2013 an Smartphone- und Tablet-Hersteller vermarkten, berichtet die japanische Zeitung "Asahi Shimbun ". Neben Fotos soll die Kamera Videos aufnehmen können, deren Aufnahmen sich ebenfalls nachfokussieren lassen.

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