Lightroom Mit diesen Tricks entfernen Sie den Farbstich aus Fotos

Auf dem Foto erscheint der Schnee eher blau als weiß? Einen solchen Farbstich werden Profis mit dem richtigen Weißabgleich los. Das Fachmagazin "Docma" erklärt, wie man die Funktion im Bildverwalter Lightroom richtig nutzt.
Von Christian Öser
Weißabgleich: Man kann die Farbdarstellung auch nachträglich den Lichtverhältnissen anpassen

Weißabgleich: Man kann die Farbdarstellung auch nachträglich den Lichtverhältnissen anpassen

Foto: Christian Öser/ Docma

Wenn Sie an einem Spätnachmittag durch eine Winterlandschaft spazieren, wird Ihnen außer der Schönheit der Natur im Normalfall nichts Ungewöhnliches auffallen. Es ist kalt, die Dämmerung setzt ein - und der Schnee ist weiß. Nehmen Sie allerdings ein Foto auf, werden Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Blaustich im Schnee feststellen.

Warum ist das so? Zu jeder Tageszeit und durch eine Vielzahl an Einflüssen wie bewölkter Himmel, Schatten oder künstlichen Lichtquellen ändert sich die Farbtemperatur. Der menschliche Sehapparat passt sich perfekt an die Umgebung an und gleicht durch die chromatische Adaption unterschiedliche Farbstimmungen aus. Weiße Objekte nehmen wir dadurch auch jederzeit als weiß wahr. Eine Kamera dagegen muss einen Weißabgleich durchführen, um die Farbwiedergabe an die Lichtverhältnisse anzugleichen - was nicht immer zufriedenstellend funktioniert.

Im Raw-Format ist solch eine Farbverschiebung zum Glück schnell korrigiert. Die beliebte Software zum Verwalten und Bearbeiten von Fotos Lightroom bietet dazu die beiden Regler "Temperatur" mit einer Blau-Gelb-Achse und "Tönung" mit einer Grün-Magenta-Achse an.

Wie funktioniert das? Was muss man tun? Hier eine grundsätzliche Erklärung und Anleitung.

Dieser Artikel stammt aus DOCMA, DocBaumanns Magazin für Bildbearbeitung 2/2014 

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.