Spielzeugproduktion McDonald's-Manager erwägt Einsatz von 3-D-Druckern

Ein Fast-Food-Manager möchte gerne 3-D-Drucker in Burger-Bratereien einsetzen. Mit den Hightech-Geräten soll Spielzeug für die jungen Gäste produziert werden. Vorher ist zu klären, ob die Druckerdämpfe nicht dem Essen schaden.

Fast-Food-Kindermenü (Symbolbild): Wird zukünftig auch das beigelegte Spielzeug frisch vor Ort gemacht?
REUTERS

Fast-Food-Kindermenü (Symbolbild): Wird zukünftig auch das beigelegte Spielzeug frisch vor Ort gemacht?


Eine Auswahl aus einer Handvoll Spielfiguren bieten viele Fast-Food-Ketten Kindern an, wenn sie spezielle Menüs wählen. Doch das Angebot und die Palette an Motiven könnte stark erweitert werden, wenn die Idee von Mark Fabes verwirklicht werden sollte. Auf einer Fachkonferenz in München sagte der IT-Chef des britischen McDonald's-Ablegers dem "Register", er denke über die Möglichkeit nach, vor Ort in den Restaurants gedrucktes Spielzeug zu den sogenannten Happy Meals anzubieten.

Sollten die 3-D-Drucker in den Restaurants Wirklichkeit werden, könnten Kinder frei wählen, welches Plastikspielzeug ihrem Essen beiliegt - oder gar eigene Spielfiguren am Bildschirm entwerfen.

Vorher müssten aber noch Bedenken ausgeräumt werden, ob sich Dämpfe von schmelzendem Plastik, das aus den Druckern quillt, mit den Richtlinien der Lebensmittelindustrie vereinbaren lassen, wird Fabes zitiert. Sollte sich dieses Problem lösen lassen, wären 3-D-Drucker trotz hoher Investitionskosten aber womöglich geeignet, dem Fast-Food-Konzern auf Dauer Geld zu sparen. Mit Blick auf steigende Energiepreise könnten Lager- und vor allem Transportkosten gesenkt werden.

Zudem könnten die Drucker irgendwann womöglich auch andere Komponenten für den laufenden Betrieb der Restaurants liefern. Das dies machbar wäre, zeigt das US-Militär. Es nutzt schon länger 3-D-Drucksysteme zur schnellen Herstellung von Prototypen oder Ersatzteilen vor Ort.

kpg



insgesamt 5 Beiträge
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Gott 07.11.2013
1.
"Vorher ist zu klären, ob die Druckerdämpfe nicht dem Essen schaden." Das schadet sicher nicht, schlechter kann das Essen ja nicht mehr werden :D
1hz 07.11.2013
2. transportkosten
wenn ich 50 kg plastik-spielzeug herstellen will brauche ich dazu auch 50 kg druckpaste...und da kostet der transport das gleiche....aber wenn man sich in jede filiale eine "kleine chinesische fabrik" in form eines druckers stellen wuerde gaebe es durchaus verguenstigendere effekte...;)
Bonneville78 07.11.2013
3. Bombe
Das Ding wird ne Bombe! Du kriegst zu Deinem Happy Meal eine 5 cm große "lebensechte" Figur. Du bestellst Dein Happy Meal, stellst Dich für 10 Sekunden in den Scanner und 5 Minuten später kriegst Du diese Plastikfigur.
wanst 08.11.2013
4. Kinder?
Zitat von Gott"Vorher ist zu klären, ob die Druckerdämpfe nicht dem Essen schaden." Das schadet sicher nicht, schlechter kann das Essen ja nicht mehr werden :D
Was ist mit den Leuten, die da arbeiten und, viel wichtiger, was ist mit den Kindern, die darauf rumkauen werden? Für die sind die »giftigen Druckerdämpfe« OK? Super! Dann hab ich jetzt einen Grund mehr, mich von meinen Zwergen nicht mehr breitschlagen zu lassen, dahin zu gehen. Danke Mr. Fabes!
brucewillisdoesit 09.11.2013
5. Kunstoff = böse
Zitat von wanstWas ist mit den Leuten, die da arbeiten und, viel wichtiger, was ist mit den Kindern, die darauf rumkauen werden? Für die sind die »giftigen Druckerdämpfe« OK? Super! Dann hab ich jetzt einen Grund mehr, mich von meinen Zwergen nicht mehr breitschlagen zu lassen, dahin zu gehen. Danke Mr. Fabes!
Eines der am häufigsten verwendeten Polymere für 3D Drucker ist ABS. Das ist das Zeug, aus dem auch Legosteine sind. Ich vermute Sie haben ihren Kindern aus demselben Grund auch den Umgang mit auch Legosteinen verboten ? Und Sie besitzen auch sonst keinerlei Kunststoffe in Ihrer Wohnung, sondern nur "ungiftige" Naturprodukte wie Stein, Holz und Glas ?
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