Mi Notebook Air Xiaomi will dem Macbook Air Konkurrenz machen

Das Mi Notebook Air ist das erste Notebook des Smartphone-Herstellers Xiaomi. Nicht nur beim Namen macht das chinesische Unternehmen deutlich, welchem Hersteller es Marktanteile abjagen will.

Mi Notebook Air
Xiaomi

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Der chinesische Anbieter Xiaomi startet mit einem Konkurrenten für Apples Macbook Air in den Notebookmarkt. Bisher mischte Xiaomi mit günstigen Smartphones die Handybranche auf.

Der Name ist nicht das einzige, was bei dem neuen Produkt an Apples Macbook Air erinnert. Das minimalistische Design des Gerätes und die Größe lehnen sich mit 12,5 und 13,3 Zoll Bildschirmdiagonale an das Aussehen von Apples kleinsten Notebooks an. Der US-Konzern vertreibt sein Macbook Air mit 11 und 13 Zoll Diagonale.

Die 13,3-Zoll-Variante des Mi Notebook Air ist mit 14,8 Millimetern Dicke und einem Gewicht von 1,28 Kilo dünner und leichter als Apples 13-Zoll-Gerät. Das schlägt mit 17 Millimetern und 1,35 Kilo zu Buche.

Erst Anfang Juni hatte Xiaomi eine Partnerschaft mit dem Softwarekonzern Microsoftgeschlossen. Ziel war es vor allem, Microsoft-Software auf Xiaomi-Smartphones zu installieren. Die Xiaomi-Notebooks sollen also nun unter Windows 10 laufen.

Das 13-Zoll-Modell ist mit einem Intel Core i5 mit bis zu 2,7 Gigahertz und einer Nvidia GeForce 940MX GPU, acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Flashspeicher ausgestattet. Über einen USB-Typ-C-Anschluss kann der Akku aufgeladen werden. Die Akkulaufzeit wird mit bis zu 9,5 Stunden angegeben. Erhältlich sollen die Geräte in Gold und Silber sein. In China soll das größere Gerät umgerechnet 681 Euro kosten, das kleine 477 Euro. Anfang August sollen die Geräte zunächst in China auf den Markt kommen, ob und wann sie nach Europa kommen, ist unbekannt.

Der Einstieg Xiaomis in den Computermarkt kommt unerwartet. Der PC-Markt ist seit Jahren rückläufig. Im zweiten Quartal 2016 gingen die weltweiten Auslieferungen nach Angaben der Marktforscher von IDC um 4,5 Prozent zurück.

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Im Smartphone-Markt konnte Xiaomi den großen Marken vor allem mit technisch gut ausgestatteten Handys, die relativ günstig per Internet verkauft werden, Anteile abjagen. Zuletzt geriet die Firma aber selbst durch ähnlich agierende Rivalen wie Oppo und Vivo stärker unter Druck.

Im ersten Quartal 2016 lag der weltweite Marktanteil von Xiaomi bei Smartphones laut dem Marktforschungsunternehmen Gartner bei 4,3 Prozent. Damit lag es auf dem fünften Platz hinter Samsung, Apple, Huawei und Oppo.

Zur Produktpallette des chinesischen Herstellers zählen neben Smartphones unter anderem Set-Top-Boxen, Luftreiniger und der Fitnesstracker Mi-Band. Dieser soll sich auch mit den neuen Notebooks verbinden, wenn es an einen Sensor gehalten wird.

brt



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
libertarian2012 27.07.2016
1.
Ausser der entfernt aehnlichen Optik wuesste ich nicht, wie das Konkurenz fuer Apple sein soll. Apple Anwender kaufen ein System mit recht hoher Kompatibilitaet mit anderen Apple Geraeten. Dass das ganze dann oft irgendwie huebsch und solide gebaut ist, ist prima - aber es geht primaer um das intergrierte Betriebssystem und spezielle Software und weniger um das Laptop etc. Ich bin uebrigens kein typischer Apple-Juenger und sehe einiges durchaus kritisch bei der jeweiligen Umsetzung. Ich nutze auch nach wie vor Windows PCs, insbesondere beruflich. Fuer den taeglichen privaten Kram inkl. Fotobearbeitung und Musikproduktion sind die Apple Geraetschaften aber weitestgehend besser und einfacher und rundum solide.
FrankDr 27.07.2016
2. schönes Stück Technik
"Das minimalistische Design des Gerätes und die Größe lehnen sich mit 12,5 und 13,3 Zoll" ...wie bitte? Das ist der ganz normale Formfaktor für mobile Geräte seit 10 Jahren. AUCH Apple hat daran angeknüpft. Wieso man nun anderen ein Anlehnen an Apple unterstellt und dies damit begründet, kann eigentlich nur an einer extrem apfellastigen Scheuklappensichtweise liegen. Ich finde den Preis sehr angenehm. 9,5 Stunden sind zwar knapp bemessen für ein solches Gerät, aber wirklich sehr interessant.
Robeuten_II 27.07.2016
3.
Zitat von libertarian2012Ausser der entfernt aehnlichen Optik wuesste ich nicht, wie das Konkurenz fuer Apple sein soll. Apple Anwender kaufen ein System mit recht hoher Kompatibilitaet mit anderen Apple Geraeten. Dass das ganze dann oft irgendwie huebsch und solide gebaut ist, ist prima - aber es geht primaer um das intergrierte Betriebssystem und spezielle Software und weniger um das Laptop etc. Ich bin uebrigens kein typischer Apple-Juenger und sehe einiges durchaus kritisch bei der jeweiligen Umsetzung. Ich nutze auch nach wie vor Windows PCs, insbesondere beruflich. Fuer den taeglichen privaten Kram inkl. Fotobearbeitung und Musikproduktion sind die Apple Geraetschaften aber weitestgehend besser und einfacher und rundum solide.
...streiten sich zwei Libertäre... Ernsthaft, bei mir (war) es genau umgekehrt: schon aus beruflichen Gründen kann ich nicht auf Windows verzichten - und habe auch wenig Probleme damit. Ich habe 27-Zoll Imac und 11,1 Zoll Macbook Air jahrelang mit bootcamp und Parallels benutzt, weil die hardware so gut ist (u.a. gibt es kein Notebook in der Gewichtsklasse mit besserer Tastatur und besserem Bildschirm - wobei das mit der Tastatur für das aktuelle Modell leider nicht mehr gilt...). Naja, jede Liebe vergeht - brauche keine 27-Zoll Bildschirm mehr, und als notebook-Ersatz nutze ich ein Windows 10 2in1 :-)...
Ch. Demian 27.07.2016
4. Killler überall...
Eine weitere Meldung der Sorte Killer-Warnung. "Surface - der iPad-Killer" las man vor einiger Zeit. Lange davor "Zune - der iPod-Killer", oder "Huawei irgendwas - wer braucht noch iPhone?" Auf der einen die unverbesserlichen Camper vor den Apple-Stores, auf der andern die "XYZ-machts-doch-besser-Erzählungen." Kann man denn nicht gemäßigt sein? Es ist doch ein weiteres Notebook, nicht mehr, nicht weniger. Man kann - ich weiß es aus eigener Erfahrung - emotionslos Apple-Nutzer sein. Die Tatsache, dass die Dinger aus Metall sind, ist zwar nett, aber bei Weitem nicht das entscheidende. Xiaomi täte also gut dran - wenn wirklich eine Konkurrenz zum MBAir angedacht ist - MacOS oder etwas substantiell Gleichwertiges drauf zu schaffen. Und das wiederum ist nun sowas von unwahrscheinlich.
GoaSkin 27.07.2016
5.
Wer sich ein Apple Gerät kauft, der kauft sich das vor allem wegen Mac OS X und nicht, um darauf Windows oder Linux zu installieren. Wie auch immer irgendwelche Hardware einem Apple-Produkt ähnelt: Es bleibt ein Produkt mit einem anderen Betriebssystem (meist Windows) und anderer Software. Und wenn es wirklich nur um das Design geht; da gibt es Schöneres und Hochwertigeres als die ganzen 0815-Allerwelts-Apple-Produkte.
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