Mobiltelefon Franzose liest SMS - iPhone explodiert

Das Handy explodiert, das Display bricht, die Glassplittern fliegen umher - ein Franzose ist durch das zersplitternde Display seines iPhones verletzt worden.
iPhone: Das Apple-Handy eines Franzosen ist explodiert. Apple untersucht die Ursachen, glaubt aber an Einzelfälle.

iPhone: Das Apple-Handy eines Franzosen ist explodiert. Apple untersucht die Ursachen, glaubt aber an Einzelfälle.

Foto: ROBERT GALBRAITH/ REUTERS

Yassine Bouhadi (26) arbeitet als Sicherheitsmann in einem Supermarkt im südfranzösischen Villevieille. Als er sich am Dienstag hinsetzte, um eine SMS zu lesen, explodierte sein iPhone. Er habe einen Splitter des Bildschirms ins linke Auge bekommen, erklärte Bouhadi. Er sei "sehr verärgert" und erwäge, Klage gegen den Hersteller Apple einzureichen. Er habe das Mobiltelefon vor gut drei Monaten für 600 Euro gekauft und wolle jetzt sein Geld zurück.

In Frankreich ist es der zweite Vorfall dieser Art. Mitte August wurde ein Jugendlicher durch Splitter am Auge leicht verletzt. Angeblich gab es solche Vorfälle auch mit iPod-Musikspielern von Apple. Als mögliche Ursache wird die Überhitzung der Lithium-Ionen-Batterien der Geräte vermutet.

Nach mehreren Berichten über solche Vorfälle hatte die EU-Kommission Apple aufgefordert, dies zu untersuchen. Laut dem Unternehmen sind es Einzelfälle. Apple glaubt nicht daran, dass es ein generelles Problem ist.

Apple glaubt an Einzefälle

"Wir wissen von den Meldungen und warten darauf, dass die entsprechenden Geräte eingesandt werden", erklärte ein Sprecher von Apple Europa am Dienstag. Das iPhone ist für Apple von enormer Bedeutung und trug entscheidend dazu bei, dass der Konzern trotz Wirtschaftskrise weiter prächtig verdient. Im zurückliegenden Quartal setzte der Konzern 5,2 Millionen der Multimediahandys ab - sieben Mal so viele wie im Jahr zuvor.

Brennende oder explodierende Akkus sorgen immer wieder für Schlagzeilen, bei allen Kleingeräten vom Laptop bis zum MP3-Player. Meist gehen solche Probleme auf Beschädigungen der extrem dünnwandigen Isolationsschichten in den Energiepäckchen zurück - sei es durch physische Gewalt wie Stürze, sei es durch Fabrikationsfehler. Apple will mit den iPod- und iPhone-Akkus Tests durchführen, wenn dies nötig werden sollte. Bisher habe es aber nur sehr "isolierte Vorfälle" gegeben.

mcc/AFP
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