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29. Oktober 2013, 12:50 Uhr

Motorola-Projekt Ara

Google entwickelt ein Baukasten-Smartphone

Neue Kamera? Dickerer Akku? Besserer Bildschirm? Bei Smartphones zum Zusammenstecken soll man nur die Bauteile austauschen, die man wirklich braucht. Die Google-Tochter Motorola entwickelt ein solches Baukasten-Telefon.

Googles Smartphone-Firma Motorola experimentiert mit Smartphones nach dem Baukasten-Prinzip. Beim Projekt Ara wird ein Telefon aus verschiedenen Modulen zusammengesteckt. Prozessor, Display, Tastatur, Sensoren oder andere Bauteile können kombiniert und ausgetauscht werden.

In einem Beitrag im Blog des Konzerns heißt es, Ara sei eine offene und freie Plattform: "Wir wollen damit bei Hardware das schaffen, was Android bei Software erreicht hat." Das Google-Betriebssystem Android ist zur dominierenden Kraft im Smartphone-Markt geworden, unter anderem, weil es verschiedenen Herstellern offensteht.

Google hatte sich 2011 Patenteder israelischen Firma Modu gesichert. Modu hatte ein Steck-Phone entwickelt, scheiterte aber bei der Umsetzung des Konzepts.

Ein ähnliches Konzept wie Motorola hatte bereits im Sommer der niederländische Designer Dave Hakkens vorgelegt. Er will mit seiner Designstudie Phonebloks die Branche dazu bewegen, ein Steck-Smartphone nach dem Baukasten-Prinzip zu entwickeln. Bislang wird Phonebloks von knapp einer Million Internetanwendern, aber von keinem maßgeblichen Smartphone-Hersteller unterstützt. Motorola will mit Hakkens zusammenarbeiten.

Der Niederländer will Smartphones zu flexiblen und modular änderbaren Dauergeräten machen. Updates einzelner Komponenten, wie ein größerer Akku oder nur eine für den Urlaub montierte bessere Kamera wären möglich. Nur auf eine Basisplatine aufgesteckt - und schon soll Phonebloks maßgeschneidert seinen Dienst tun.

lis/kpg/dpa

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