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Motorola-Smartphones: So sehen die drei neuen Razr-Modelle aus

Foto: BRENDAN MCDERMID/ REUTERS

Smartphone-Wettlauf Motorola zeigt drei neue Razr-Modelle

Smartphone-Wettrüsten in New York: Motorola hat am Mittwochabend seine neue Razr-Reihe gezeigt, nur Stunden, nachdem Konkurrent Nokia zwei neue Lumia-Modelle präsentiert hat. Motorola setzt auf große Displays, lange Batterielaufzeiten - und einen Kampfpreis.

New York - Es ist ein Wettrennen gegen die Zeit - beziehungsweise um einen guten Platz auf dem hart umkämpften Smartphone-Markt, der sich in atemberaubenden Tempo entwickelt. Nachdem Nokia seine beiden neuen Lumia-Smartphones in New York präsentiert hat, legte der Rivale Motorola Mobility nach: Das mittlerweile zu Google gehörende Handy-Urgestein präsentierte am Mittwoch in New York gleich drei neue Modelle seiner Razr-Baureihe: Die größeren Droid Razr HD und Droid Razr Maxx HD sowie das etwas kleinere Droid Razr M.

Motorola verspricht bei allen drei Modellen besonders lange Batterielaufzeiten -beim Droid Razr Maxx HD soll es für 21 Stunden Sprechzeit reichen -, hochauflösende Bildschirme und eine schnelle LTE-Datenübertragung. Unklar ist allerdings, ob die Geräte auch in Europa zu kaufen sein werden. In den USA werden sie exklusiv über den größten Netzbetreiber Verizon Wireless angeboten.

Das kompakte und flache Razr M startet mit Zwei-Jahresvertrag bei 99 Dollar - die Hälfte des Preises eines Apple iPhone 4S. Motorola verspricht, dass das Modell kaum größer sei als ein iPhone, aber über einen größeren Bildschirm verfüge: 4,3 Zoll (10,9 cm) zu 3,5 Zoll. Fast randlos sei das Display, begeistert sich Produktmanager Rick Osterloh bei der Präsentation, die man als YouTube-Video ansehen kann . Das Razr M habe fast 40 Prozent mehr Screen-Fläche als das iPhone 4s.

Das Razr war einst ein Kulthandy

Schon vorab hatte es Gerüchte gegeben  über ein mögliches neues Motorola-Telefon, das angeblich ein komplett randloses Display haben sollte. Beliebig schick hätte das werden können, mutmaßte mancher Beobachter, denn dafür war Motorola zumindest einst berühmt: Das Razr-Klapphandy war zu seiner Zeit ein heißes Kultobjekt. Seit der Begriff "Kult" bei Mobiltelefonen eher mit dem iPhone verbunden wird, versuchte der Konzern später, an diesen Erfolg wieder anzuknüpfen - zuletzt mit der Vorstellung des Razr-Smartphones Ende des vergangenen Jahres.

Ganz so schick wie gehofft sind sie gezeigten Geräte vielleicht doch nicht, auch wenn ein großes Display durchaus etwas hermacht. Das Razr HD hat ein 4,7 Zoll großes Display, genauso wie der mit einer größeren Batterie versehene Bruder Razr Maxx HD. Hier stehen die Preise noch nicht fest; aber beide Telefone sollen noch vor Weihnachten in die Geschäfte kommen. Für Fans des preiswerten Razr M geht es noch viel schneller: Schon in der kommenden Woche soll es in die amerikanischen Läden kommen, eine Vorbestellung ist laut Osterloh ab sofort möglich.

Am Morgen (Ortszeit) hatte Nokia in New York neben seinem Flaggschiff Lumia 920 auch das Modell Lumia 820 präsentiert. Sie gehören zu den ersten Smartphones, die vom kommenden Betriebssystem Microsoft Windows Phone 8 angetrieben werden. Die Motorola-Handys laufen mit Googles Android. In der kommenden Woche dürfte Apple sein iPhone 5 vorstellen.

juh/dpa
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