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11. August 2019, 11:40 Uhr

Multiport-Adapter für MacBooks

Für alle Stecker, die Anschluss suchen

Von Andreas Brohme

Seit zwei Jahren haben Apples MacBooks nur noch spezielle Thunderbolt-3-Schnittstellen. Für alle möglichen Anschlüsse braucht es jetzt einen Adapter. Diese drei haben unseren Autor wirklich überzeugt.

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Im Weglassen ist Apple ganz groß: Hardwarekomponenten oder Schnittstellen verschwinden von einer Gerätegeneration zur nächsten. Nicht immer zur Freude der Nutzer: Die Kritik war zum Beispiel heftig, als das MacBook Pro Retina 2012 ohne optisches Laufwerk und ohne LAN- und Firewire-Buchsen kam. Sieben Jahre später weint wohl kaum einer diesen Features eine Träne nach. Als "Fail" sahen manche das erste iPhone ohne physischen Kopfhöreranschluss. Und jetzt? 2019 mit einem Kabel-Headphone in der Bahn zu sitzen? Ist fast ein bisschen uncool.

Ob aber die drastische Reduktion der Anschlüsse am MacBook Pro der vierten Generation auch so zukunftsweisend war? Nur noch zwei beziehungsweise vier Thunderbolt-3-Schnittstellen im Format USB-C haben diese seit Anfang 2017 gelieferten Geräte. Mir gefällt das aufgeräumte Design und dass man die neuen USB-Stecker nicht mehr falsch herum einstöpseln kann. Aber was früher einfach war (der Anschluss von Netzwerkkabel, USB-Sticks, externen Tastaturen oder einem externen HDMI-Bildschirm), erfordert nun einen oder mehrere Adapter.

Außerdem war die Auswahl von Adaptern zunächst äußerst überschaubar: In den ersten zwei Wochen konnte ich die neue Maschine deshalb nicht mal an meinen großen Schreibtisch-Bildschirm koppeln. Heute ist das Angebot zum Glück größer. Ich stelle drei Adapter für verschiedene Einsatzzwecke vor, die sich für meine Arbeit seitdem gut bewährt haben. Für Windows-Notebooks mit der gleichen Schnittstelle sind sie übrigens auch geeignet.

Kensington: Adapter to go

Der Kensington SD1500 wird ausdrücklich als mobile Dockingstation angeboten und ist mit unter 100 Gramm sehr leicht und kompakt. Die Schnittstellen-Ausbeute ist zwar überschaubar (LAN, HDMI, VGA, USB 3.0), reicht aber für die meisten Zwecke unterwegs. Und erstaunlich oft finde ich in Präsentationsräumen noch heute ältere Beamer vor - wie schön, dann einen VGA-Adapter dabei zu haben. Etwas kurios mutet an, dass ein Hardware-Treiber installiert werden muss. Das ist für Apple-Geräte schon exotisch. Ist das erledigt, funktioniert die kleine Box aber einwandfrei. Sie wird bei Benutzung etwas warm, leistete sich aber in über zwei Jahren regelmäßigem Betrieb unterwegs keine Aussetzer. Selbst der auf den ersten Blick etwas verdächtig wirkende Ausklapp-Stecker hat sich als stabil erwiesen.

Elgato: Steuerzentrale auf dem Schreibtisch

Das hat mich überzeugt: Schluss mit Ladekabel, LAN, USB, HDMI und so weiter anstecken, jedes Mal wenn man aus dem Wochenende oder von einem Auswärtstermin wieder ins Office kommt. Am Elgato-Dock kann ich das MacBook mit nur einem einzigen Kabel verbinden und schon bin ich einsetzbereit. Bis zu zwei Bildschirme (mit bis zu 4k Auflösung), bis 3 USB-Zubehörteile, Gigabit-Ethernet und die Lautsprecher sind schnell angedockt. Auch für die Stromversorgung sorgt das Elgato.

Zwei weitere Thunderbolt-Anschlüsse lassen die Verbindung von zusätzlichen Peripherie-Geräten zu - das ist mehr, als zumindest ich benötige. Das Elgato Thunderbolt 3 Dock macht auch optisch etwas her, passt im Design gut zu den silberfarbenen Apple-Maschinen und nimmt auf dem Schreibtisch nicht übermäßig viel Platz in Anspruch. Die Idee, es auch unterwegs einzusetzen, habe ich aber schnell verworfen: Mit einem Gewicht von deutlich mehr als 1,5 Kilogramm ist das Elgato-Dock wirklich nicht gut mobil zu nutzen, zudem benötigt es ein eigenes Netzteil. Kleiner Haken: Das Anschlusskabel ist mit 50 Zentimetern Länge sehr knapp bemessen.

Belkin: USB mal vier

Manchmal benötige ich aber gar keine umfangreiche Anschluss-Sammlung, sondern nur mehrere USB-Buchsen für externe Festplatten oder USB-Speichersticks. Bestimmt gibt es außer mir noch ein paar User, die nicht alles in der Cloud parken - für die letzten unserer Art ist der Apple-eigene USB-Adapter mit nur einem Anschluss auf beiden Seiten aber nicht zu empfehlen. Er ist funktional eingeschränkt und mit 25 Euro auch nicht gerade billig. Für meinen Bedarf hat sich Belkins USB 3.0 4-Port Hub bewährt. An ihm lassen sich vier Peripherie-Geräte andocken. Vielleicht ja auch mal das Apple USB Superdrive Laufwerk - denn das gibt es erstaunlicherweise immer noch. Für Daten-Dinos wie mich, die manchmal noch eine CD oder DVD aus der alten Sammlung abspielen wollen.

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