Neue Gadgets Diese Schreibmaschine tippt ins iPad

Ein Schreibmaschine als Tastatur, ein Koffer als Kickboard und ein Euter als Espressobereiter: Die Gadget-Show von neuerdings.com zeigt Technikspielzeug, das mehr kann, als man ihm ansieht.
Foto: etsy.com

Es gibt Text-Editoren mit Sound-Sets, welche die Geräusche einer mechanischen Schreibmaschine beim Tippen ausgeben. Der USB Typewriter geht noch weiter: Durch einige elektronische Bauteile verwandelt sich eine alte mechanische Schreibmaschine in eine externe USB-Tastatur

Wer schon einmal ein paar Seiten Text in eine mechanische Schreibmaschine gehämmert hat, weiß, wie sehr das Tippgefühl sich von dem bei modernen Laptop-Tastaturen unterscheidet. Bei der Schreibmaschine muss jede Taste noch schwungvoll mehr als einen Zentimeter nach unten gedrückt werden, der Aufprall der Typen auf der Walze erzeugt das typische satte Klacken und sendet eine deutliche haptische Rückmeldung bis in die Fingerspitzen.

Wer dieses Gefühl liebt und in entschleunigtem Tippen einen Vorteil sieht, wird vom USB Typewriter fasziniert sein. Mit Hilfe einiger elektronischer Bauteile wird jede beliebige mechanische Schreibmaschine in eine externe Tastatur für Mac, PC oder Tablet verwandelt. Sogar das iPad soll die merkwürdige Konstruktion akzeptieren.

Das Demo-Video lässt sich in Deutschland wegen der verwendeten Musik (wieder mal die Gema-Problematik) leider nicht ohne Proxy ansehen.

Bis auf ein kleines Kästchen an der Rückseite wird das äußere Erscheinungsbild der Schreibmaschine nicht verändert, die meisten Bauteile finden unsichtbar im Inneren Platz. Laut Entwickler funktionieren sogar die Sondertasten Strg, Alt, Esc, Backspace und Pfeiltasten - wie auch immer die emuliert werden. Zudem kann man mit der modifizierten Maschine immer noch ganz normal auf Papier schreiben.

Den USB Typewriter gibt es bei Etsy komplett mit amerikanischer Royal-Schreibmaschine von circa 1940 zum Schnäppchenpreis von 699 Dollar (umgerechnet etwa 522,77 Euro).

Das ist natürlich ein bisschen happig, aber es geht auch um einiges günstiger. Wer mit einem Lötkolben umgehen kann und noch eine alte Schreibmaschine herumstehen hat, kauft das Do-it-yourself-Set für moderate 74 Dollar (umgerechnet etwa 55,34 Euro).

Espressomaschine mit Euter

Mehr Fotos und ein Video auf neuerdings.com 

Foto: arvidhaeuser.de

Arvid Häusser studiert Produktdesign an der Bauhaus-Universität Weimar. Seine Espressomaschine Seppl besteht hauptsächlich aus Holz und Porzellan, was nicht nur prima aussieht, sondern auch einen Vorteil gegenüber dem üblichen Edelstahl bietet.

Espressotassen sind in der Regel aus Porzellan, weil dieses Material die Wärme besser speichert als Edelstahl und sich leicht reinigen lässt. Warum also nicht auch eine Espressomaschine daraus bauen?

Am Holzträger sind die Bestandteile von Seppl so angebracht, dass deren Funktion sofort ersichtlich ist. Links hängt der Wasserbehälter, von dem ein Schlauch zu einer Pumpe führt, die das Wasser in die Brüheinheit befördert. Unter dieser befindet sich die Abtropfschale, die sich in der Höhe verstellen lässt. So kann man Seppl bequem mit allen Trinkgefäßen verwenden, von der Espressotasse bis zum Latte Macchiato-Glas.

Die Brüheinheit erinnert an ein umgedrehtes Euter, auf den Zitzen werden die Tassen aufbewahrt und aufgeheizt.

Insgesamt ein toller Entwurf, der manche professionelle Espressomaschine ganz schön alt aussehen lässt. Leider ist die Seppl-Maschine bislang nur ein nicht funktionierender Prototyp, der im letzten Winter als Studienarbeit entstanden ist. Alle Komponenten wurden komplett in den Werkstätten der Uni angefertigt.

Mehr Infos gibt es momentan leider nicht, aber vielleicht findet ihr demnächst mehr über Seppl auf der Interimseite von Arvid Häusser . Der 23-Jährige bereitet sich gerade auf seinen Bachelor-Abschluss an der Bauhaus-Universität Weimar vor und ist nebenbei auf der Suche nach interessierten Produzenten, um aus dem Modell ein wirklich marktreifes Produkt zu machen.

Rasender Koffer

Weitere Fotos auf neuerdings.com 

Foto: mini-micro.de

Wer schon einmal auf dem Londoner Flughafen Heathrow oder am Flughafen in Paris Zwischenstation machen musste, wird sich für die schier endlosen Fußwege zwischen den einzelnen Terminals einen Roller gewünscht haben. Der Micro Travel Scooter ist ein Trolley, der trotz Bordgepäck-Abmessung auch ein vollwertiges Kickboard ist.

Lange Fußwege auf Flughafen-Terminals verlieren dank des Micro Luggage Scooter ihren Schrecken. Der Kofferflitzer ist ein Trolley, in dessen Rückenschale ein eingeklapptes Kickboard integriert ist, das die Wege auf Flughäfen und Bahnhöfen schrumpfen lässt.

Zusammengeklappt sieht der Micro Luggage Scooter noch aus wie ein ganz normaler Trolley. In Business-tauglichem Schwarz mit rund 26 Litern Rauminhalt fällt er im Handgepäck nicht weiter auf. Den Micro Scooter gibt es in vielen Web-Shops zu Preisen ab 280 Euro.

Fotos auf neuerdings.com 

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