Neue Gadgets Dieser Kuli holt die Notizen vom Block aufs Tablet

Ein Smartpen überträgt handschriftliche Aufzeichnungen und Skizzen zuverlässig auf Tablet oder Telefon. Außerdem in der Technikschau von neuerdings.com: Ein Fitness-Tracker für Tennis- oder Golfschläger und ein robustes Smartphone-Dock.


Livescribe 3 Smartpen: Vom Block aufs Tablet
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Livescribe 3 Smartpen: Vom Block aufs Tablet

Der Livescribe 3 Smartpen soll zu Papier gebrachtes Handgeschriebenes schnell und einfach digitalisieren und auf ein per Bluetooth angebundenes Smartphone oder Tablet übertragen. Wie gut das funktioniert, zeigt der Test:

Der Stift

Der Smartpen ist für einen Kugelschreiber ziemlich groß: 16 Zentimeter lang und rund 15 Millimeter dick. Vor allem die "Kopflastigkeit" des Stiftes und das glatte Kunststoffgehäuse sorgen dafür, dass man beim Schreiben mit diesem Stift recht schnell verkrampft und die Hand ermüdet.

Sieht man hiervon ab, kann der Stift durchaus überzeugen: Der kontinuierliche Scan-Vorgang des gerade Geschriebenen funktionierte im Test zuverlässig. Alles, was man mit der Wolframcarbid-Kugelschreibermine auf dem Punkte-Papier verewigte, wanderte in den Speicher des Stiftes und von da aus mit einigen Sekunden Verzögerung auf das verbundene iPad.

Die Schrift

Auch die Schrifterkennung arbeitet leidlich gut. Wer einigermaßen leserlich schreibt, erreicht sehr hohe Erkennungsraten. Von Vorteil ist es, wenn man in Druckschrift schreibt. Genauso zuverlässig wandern Scribbles und Zeichnungen in den Speicher des Stiftes und damit zum Tablet oder Smartphone. Auch der Versand per E-Mail oder die Ablage in Evernote sind simple Angelegenheiten.

Das Papier

Leider kann man den Kuli nicht auf normalem Papier nutzen; er schreibt zwar, erkennt aber keine Eingabe zur Weitergabe an das Tablet. Man muss das vorgesehene Punkte-Papier benutzen, das allerdings nicht überzeugt: Der mitgelieferte Block besitzt eine Spiralbindung, das sieht nicht schön aus und stört beim Schreiben. Noch dazu ist das Papier sehr dünn und zu hart, als dass es in Verbindung mit der verwendeten Tinte zu einem harmonischen Schriftbild reichen würde. Zudem verändert sich das Papier auch durch das Beschreiben: Es wird pergamentartig knitterig und fasst sich nicht mehr gut an.

Immerhin bietet Livescribe PDF-Dateien zum Download an, mit deren Hilfe man das notwendige Punktemuster auf beliebigem Papier aufbringen kann - vorausgesetzt, man ist im Besitz eines postscriptfähigen Farblaserdruckers, der mindestens 600 dpi aufzulösen vermag.

Die App

Die mit dem Stift korrespondierende App namens Livescribe+ ist im iTunes App Store kostenlos verfügbar. Sie zeigte sich im Test gelegentlich etwas störrisch und reagierte mitunter nicht auf Bedienungsversuche. Dies mag wohl daran liegen, dass die integrierte Handschrifterkennung sehr rechenintensiv ist. Davon abgesehen bietet die App grundlegende Funktionen: Notizbücher lassen sich betrachten, Handgeschriebenes lässt sich mit einem Wisch digitalisieren und aufgezeichnete Pencasts lassen sich abhören.

Fazit

Wer sich mit den ausladenden Proportionen des Stiftes anfreunden kann, bekommt ein durchaus ernstzunehmendes Arbeitsmittel an die Hand. Wem das rund 150 Euro wert ist, der kann den Livescribe 3 Smartpen bei Amazon versandkostenfrei ordern. Dort gibt es auch die dazugehörigen Notizbücher mit Pünktchenmuster zu kaufen. (Frank Busch)

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Kompakter Tracker für Golf- und Tennisspieler

Zepp Fitness-Tracker: Beim Golfen wird er am Handschuh angebracht
Zepp Labs

Zepp Fitness-Tracker: Beim Golfen wird er am Handschuh angebracht

Wir haben in diesem Jahr eigentlich alles an Fitness-Trackern gesehen, was wir uns vorstellen können: Fitness-Armbänder in Hülle und Fülle für den Laufsport, Ernährungsberater, W-Lan-Waagen, ganze Fitness-Ökosysteme und nicht zuletzt auch Sensoren, die unsere Kalorienaufnahme oder unsere Züge auf der Hantelbank messen.

Für Athleten, die sich eher auf Sportarten mit Schläger verstehen, hat Hersteller Zepp nun einen Sensor für drei weitere Sportarten vorgestellt: Golf, Tennis und Baseball. Zepp misst dabei etwa die Geschwindigkeit, das Gradmaß der Ausholbewegung, die Dauer und den Winkel des Abschlags.

Die Tennis-Version des Gadgets erkennt, ob der Spieler gerade mit Vor- oder Rückhand schlägt und ob der Schlag ein Schmetterball oder ein Aufschlag war. Der Spieler erhält nach dem Training oder dem Spiel eine Analyse, wie viel Vor- oder Rückhand er gespielt hat.

Der Sensor speichert bis zu 200.000 Tennisschläge

Beim Tennis und beim Baseball bringt der Spieler den Zepp-Sensor direkt am Fuß des Schlägers an. Eine Silikon-Halterung sorgt dafür, dass der Sensor sich bei den Schlagbewegungen nicht ablöst. Beim Golfen wird der Zepp über eine besondere Halterung am Handschuh angebracht.

Der Sensor selbst ist quadratisch, gelb und nur 2,8 mal 2,8 Zentimeter groß, bei einem Gewicht von gerade einmal 6,3 Gramm (plus 13 Gramm für die Halterung).

Für die Technik sorgen ein nicht näher benannter, aber als "kraftvoll" angegebener ARM-Prozessor, Dual-Beschleunigungssensoren und ein 3-Achsen-Gyroskop. Die Technik misst bis zu 1000 Daten pro Sekunde, speichert bis zu 200.000 Tennis- und 2000 Baseball- und Golfschläge. Der eingebaute Akku soll bis zu acht Stunden durchhalten. Die Daten werden via Bluetooth 2.1 übertragen - die niedrige Version, damit der Sensor auch viele Android-Geräte unterstützen kann. Der Sensor wird zum Aufladen in eine Halterung gesteckt, die sich via USB-Kabel an einen Rechner anschließen lässt. Passende Apps gibt es für iOS und Android.

Zepp kostet 149 Dollar plus Versandkosten nach Übersee. In Deutschland ist die neue Generation noch nicht erhältlich, dafür aber der alte Golftracker Golfsense für rund 100 Euro bei Amazon. (Jürgen Vielmeier)

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Felsenfester Stand für das iPhone

Massive Dock: Rund 60 Euro kostet das Designerstück für den Schreibtisch
Hardwrk

Massive Dock: Rund 60 Euro kostet das Designerstück für den Schreibtisch

Das Hardwrk-Team aus Hannover, bis dato bekannt als Hersteller eines SSD-Adapters für Apples MacBook Pro, macht nun auch in Beton. Dieser Werkstoff scheint sich nach und nach immer mehr als Werkstoff für die verschiedensten Gebrauchsobjekte zu etablieren. Zum Beispiel Lautsprecher, Blumenvasen, Hocker oder gar USB-Hubs. Hardwrk hat nun ein iPhone-Dock aus Beton vorgestellt, und das macht geschliffen und poliert richtig was her auf dem Schreibtisch.

Das Massive Dock ist nicht nur aus dem extrem robusten Werkstoff gefertigt, sondern ist zugleich sehr reduziert designt, was es zeitlos macht. Somit dürfte dieses Dock das Smartphone selbst um Jahrzehnte überleben. Hardwrk preist das Design zwar als besonders "ausgeklügelt" an - Raketentechnologie wird hierbei aber sicher niemand erwarten. Immerhin verbirgt sich unter der harten Schale eine weiche zweiteilige Aufnahme aus Silikon, welche dafür sorgt, dass das iPhone durch den harten Beton des Docks nicht leiden muss. Zweiteilig ist sie deshalb, weil man so noch ein originales Apple-Lightning-Kabel darin unterbringen kann, um das iPhone im Massive Dock aufzuladen. Mitgeliefert wird das Kabel jedoch nicht.

Rutschfester Stand

Der größte Vorteil diese soliden Beton-Schuhs dürfte zweifelsfrei sein hohes Gewicht von fast 600 Gramm sein, denn wer kennt das nicht: Man steht vom Schreibtisch auf, greift mit der einen Hand seine Tasche und mit der anderen Hand nach dem iPhone im Dock, nur um dann festzustellen, dass das iPhone beharrlich auf den dauerhaften Kontakt mit der Ladeschale besteht.

Mit dem Massive Dock passiert das nicht: Ein Brocken Beton dieser Größe verfügt bereits über einen recht soliden Stand, so dass man das Telefon mit einer Hand in das Dock hinein und wieder hinaus befördern kann, ohne dass sich das Dock selbst bewegt. Sicherheitshalber verfügt die Unterseite des Docks zusätzlich über eine Mikro-Saugnapf-Beschichtung.

Für diese Modelle ist das Dock geeignet

Ursprünglich gedacht ist das Massive Dock für Apples fünfte Smartphone-Generation, also passen die Versionen 5, 5C und 5S anstandslos in den massiven Beton-Schuh hinein. Die Modelle 5 und 5S können hierbei sogar noch in einer Schutzhülle stecken. Das iPhone 5C passt hingegen nur ohne Schutzhülle hinein.

Darüber hinaus sind sowohl Apples iPhone 4 und 4S mit Dock-Connector als auch das Google Nexus 5 mit Micro-USB-Anschluss Kandidaten für den Beton-Schuh.

Das Massive Dock gibt es derzeit nur zum Vorbestellen und auch nur im Webshop von Hardwrk selbst. Rund 60 Euro müssen angelegt werden, um ab dem 11. Dezember dann einen der soliden Betonfüße geliefert zu bekommen. Die Lieferung an deutsche Adressen ist übrigens versandkostenfrei. (Frank Busch)

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insgesamt 13 Beiträge
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michanz 30.11.2013
1. Alter Hut....
So einen Pen (livescribe) hab ich schon vor 10 Jahren gehabt. Was soll daran neu sein? Das man es jetzt auf dem screen sieht?
wernergg, 30.11.2013
2. Neu?
Was soll denn an dem Smartpen neu sein? So ein Ding habe ich schon 2008 ausprobiert und aus genau den genannten Gründen verworfen. Und was ist ein Scribble? Wikipedia hilft: Eine Kritzelei. Toll! Mit dem Smartpen kann man aber auch die Mona Lisa malen.
soldev 30.11.2013
3.
So ein Pen mag ja interessant für einen PC sein - evtl auch für ein Smartphone, aber auf einem Tablet sollte das doch direkt funktionieren. Wenn ich an mein erstes Grafiktablet denke - da konnte ich vor 15 Jahren sogar ohne Papier drauf schreiben ;-)
radio eriwan 30.11.2013
4. bin auch ein freak ...
.. aber der smartpen ist total überflüssig und in der Total Cost Betrachtung extrem teuer lieber einen Mobilen Scanner und die auf normalem Papier und mit dem Schreibwerkzeug das einem liegt Blei kuli gel oder tinte erzeugtennotes einscanne dann hat man auch das ergebnis
der_da1234 30.11.2013
5. Massive Dock
Auf denen ihrerer Seite steht ausdrücklich kein Nexus 5...
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