Neue Gadgets Diese Heizdecke hat W-Lan

Auf Smartphones, Smartwatches und Smart-TVs folgt jetzt das erste smarte Bett. Außerdem in der Gadget-Übersicht von neuerdings.com: ein elektronischer Wandkalender und ein Werkzeugkasten mit Bluetooth und USB.

Von Sven Wernicke


Luna: Ein Bettbezug mit W-Lan-Anbindung
Luna

Luna: Ein Bettbezug mit W-Lan-Anbindung

Mit dem Luna-Bettbezug soll man eine herkömmliche Matratze in ein "Smartbed", wie es die Erfinder selbst nennen, verwandeln können. Der Bezug kann per W-Lan eine Verbindung zum Smartphone oder Tablet aufnehmen. So soll der Nutzer Schlafdaten sammeln und sein Bett gar fernsteuern können.

Ein Bett fernsteuern? Letztlich kann man Luna so programmieren, dass es sich vor dem Schlafengehen auf die gewünschte Temperatur vorheizt. Dabei lassen sich zwei Zonen definieren, sodass man selbst eine niedrigere Temperatur erhält als beispielsweise der Partner bzw. die Partnerin.

Wer möchte, kann auch einen Timer programmieren und so die Temperatur in der Nacht absenken oder erhöhen lassen. Mit der Zeit soll sich Luna an die Schlafgewohnheiten ihrer Nutzer anpassen und sich beispielsweise automatisch vor dem üblichen Schlafengehen aufwärmen.

Während des Schlafens soll die Matratze kontinuierlich Daten über den Schlaf ihrer Nutzer aufzeichnen. Diese sollen per Smartphone-App ausgewertet werden. So soll es möglich sein, Unregelmäßigkeiten zu analysieren und den Schlaf zu optimieren. Neben der Körpertemperatur werden Atmung und Herzfrequenz berücksichtigt.

Wärmedecke mit Sprachsteuerung

Auch ein Mikrofon für Sprachsteuerung ist vorgesehen. Außerdem soll Luna sich mit Smart-Home-Systemen koppeln lassen. Dadurch lässt sich im besten Fall sogar die gesamte Wohnungstemperatur mit der des Bettes abgleichen.

Bei Indiegogo sammeln die Erfinder von Luna aktuell Geld für ihr Projekt. Innerhalb von rund sechs Stunden waren die anvisierten 100.000 US-Dollar bereits zusammengekommen. Abhängig von der Größe soll ein Bezug zwischen 200 und 230 Dollar kosten. Ab August 2015 soll die Auslieferung beginnen. Da die Finanzierung bereits gesichert ist, könnte schon bald mit der Produktion begonnen werden, wenn die Technik funktioniert.

Mehr auf neuerdings.com


Calou will den Wandkalender ersetzen

Calou: Elektronischer Kalender mit magnetischer Pinnwand
TECHNIKmanufaktur

Calou: Elektronischer Kalender mit magnetischer Pinnwand

Calou ist im Grunde ein Mini-PC mit Android-Betriebssystem, der einen digitalen Kalender auf einem stromsparenden E-Ink-Bildschirm darstellt. Dank W-Lan soll man die Smartphone-Kalender der ganzen Familie mit ihm synchronisieren können, sodass auf Calou stets alle aktuellen Termine angezeigt werden.

Manuelle Eingaben sollen per Touchscreen möglich sein, Apps aus dem Google Play Store geladen werden können. Eine Stromleitung braucht der elektrische Kalender nicht, er wird mit Batterien betrieben. Auf der Vorderseite des Holzgehäuses befindet sich eine magnetische Fläche, auf der man beispielsweise Zettel oder Postkarten anheften kann.

Im Februar soll eine Crowdfunding-Kampagne starten. Ist die erfolgreich, sollen erste Geräte im Sommer ausgeliefert werden.

Mehr auf neuerdings.com


Ein Werkzeugkasten mit elektronischen Extras

Coolbox: Werkzeugkiste mit USB-Anschlüssen
Project Copilot

Coolbox: Werkzeugkiste mit USB-Anschlüssen

Im Deckel des Coolbox genannten Werkzeugkastens befindet sich ein Whiteboard für Skizzen und Notizen. Rollen sollen dafür sorgen, dass der Kasten auch vollbeladen noch gut bewegt werden kann. Für Unterhaltung sorgen integrierte Bluetooth-Lautsprecher, und auch ein Flaschenöffner ist eingebaut.

Hinzu kommen eine LED-Lampe, ein Anschluss für Tablets und mehrere USB-Anschlüsse, die über einen integrierten Akku betrieben werden können. Letzterer wird über ein Kabel in der Rückwand am Stromnetz aufgeladen. Trotz der Elektronik bleibt auch noch Platz für Werkzeug.

Bei Indiegogo haben die Macher der Coolbox ihr Ziel von 50.000 US-Dollar bereits erreicht. Von einem Schnäppchen kann aber nicht die Rede sein. Der Werkzeugkoffer kostet 169 US-Dollar, zu denen man 99 Dollar Versandkosten nach Europa addieren muss. Ein passendes Werkzeugset wird für knapp 40 Dollar angeboten. In der Vollausstattung zahlt man also fast 300 Dollar für die Kunststoffkiste.

Die Crowdfunding-Kampagne läuft noch bis Anfang März, im Juni soll mit der Auslieferung begonnen werden.

Mehr auf neuerdings.com



insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Loddarithmus 07.02.2015
1. Und deine Kollegen ...
... begrüßen dich dann morgens mit einem hämischen "Na, bist heute nacht ja wieder extrem schnell gekommen!", oder wenn du Glück hast, mit einem "Verstehe, deswegen bist du ab Mittag immer so müde!".
hschmitter 07.02.2015
2.
Nun. man kann an Luna nichts programmieren, sondern lediglich Einstellungen vornehmen, die von Programmierern entwickelt worden sind, aber inzwischen "programmiert" ja die gesamte Bevölkerung alles Mögliche, auch dann, wenn sie nur die Temperatur des Kühlschrankes ändert oder einen Radiosender auf irgendeinem Gerät einstellt. Zurück zu Luna: Wie optimiert man Schlaf? Ist Luna waschbar? Wie resistent ist Luna gegenüber Dingen, die aufgrund mangelnder Kontrolle im Schlaf dem Körper entgleiten - z.B. nachts nach einem Vollrausch mal nach Ulf gerufen? Stellt Luna das Heizen ein, wenn ich zu der eingestellten Zeit nicht ins Bett gehe? Warum gibt es Luna nur in der Zweier-Heiz-Variante - und nicht für die Kombination Mensch-Mensch-Hund zum Beispiel? Viele Fragen, die mich davon abhalten, dieses Produkt käuflich erwerben zu wollen.
hschmitter 07.02.2015
3.
Eventuell ließe ich mich von Luna als Beischlafdecke mit integrierter Optimierungsfunktion überzeugen. Wobei diese Optimierung dann natürlich wechselnde Partner berücksichtigen muß.
hschmitter 07.02.2015
4.
Luna läßt mich echt nicht in Ruhe - was kann denn diese bezaubende Decke - vibriert sie leise, wenn ich schnarche (Schlafoptimierung?) oder stimuliert sie mich, wenn ich auf dem Bauch liege (optimiertes Aufwachen?).
vagabondix 07.02.2015
5. oh Verschwörung, ick hör dir
- Wie wird verhindert, dass Nutzungsdaten von Luna an den misstrauischen Chef oder kontrollwütige Versicherungen weitergegeben werden? - Ist die integrierte Firewall und Antivirensoftware ausreichend gegen jugendliche Spass-Hacker ausgelegt, die mich je nach Temperament überraschend grillen oder frostschocken wollen? - Mit wie viel durchschnittlichen Beischlafvorgängen und -partnern pro Monat wurde Luna kalkuliert, damit das Gerät zuverlässig erst NACH Ablauf der Garantiezeit kaputtgeht?
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.