Neue Gadgets Plastikbox erzählt Geschichten aus der Datenwolke

Großeltern sollen weit entfernt lebenden Enkelkindern Gutenachtgeschichten künftig via Cloudspeicher erzählen können. Außerdem im Gadget-Überblick von neuerdings.com: Ein flexibler Game-Controller und eine ungewöhnliche Smartwatch.

Von Jürgen Kroder, Frank Müller und Sven Wernicke


StoryHome
Das Konzept für StoryHome stammt von dem Start-up-erfahrenen David Lees, der in seinem alltäglichen Leben mit einem Problem konfrontiert war: Teile seiner Familie leben weit entfernt und können Davids Sohn nur selten besuchen. Um dennoch persönlich in Kontakt zu bleiben und gewissermaßen auch die Erfahrung der Verwandten an die Kinder weitergeben zu können, entstand StoryHome.

Letztlich reden wir hier über ein kleines, handliches, leichtes Gerät, das Sprachnachrichten aufnehmen und ins Internet übertragen kann. Dort werden sie "in der Cloud" gesichert und können bei Bedarf auf einem anderen StoryHome empfangen werden.

Zum Beispiel können Großeltern über das Gadget ihrem tausend Kilometer entfernten Enkelsohn eine Geschichte erzählen. Sind alle Familienmitglieder über solche Geräte miteinander verbunden, können sie untereinander Geschichten austauschen oder über eine für iOS und Android erhältliche App auch kurze Nachrichten füreinander aufnehmen.

Dem Hersteller zufolge soll StoryHome einfach einzurichten und für alle zu verwenden sein. Da auf einen Bildschirm verzichtet wird, sei für Kinder die Gefahr der Ablenkung gering, sodass sie sich direkt auf das Hören konzentrieren können.

So recht kommt die Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter jedoch nicht in die Gänge. 140.000 Euro möchten David Lees und sein Team einnehmen, aktuell ist man von dem Ziel noch weit entfernt. Wer rechtzeitig Geld vorschießt, zahlt pro Exemplar 129 Euro. damit das System sinnvoll nutzbar ist, braucht man mindestens zwei davon. Im Preis ist Cloud-Speicherplatz für sechs Stunden Aufnahmezeit inbegriffen. (Sven Wernicke)

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Darkfinity Gamepad: Ein Controller, der sich ausziehen lässt

Darkfinity/ YouTube

Die Besonderheit des Darkfinity Gamepad ist sein Schiebe-Mechanismus. Durch ihn kann man den Controller in der Mitte teilen und auseinanderziehen, um in den so geschaffenen Zwischenraum ein Smartphone oder Tablet zu stecken.

Die Idee des Mannheimer Start-ups Darkfinity ist nicht grundlegend neu, erinnert an den Game-Grip-Controller von Bigben Interactive. Doch das Darkfinity Gamepad soll mehr Komfort bieten. Es soll möglich sein, Smartphones oder Tablets bis zu einer Größe von 10,5 Zoll zwischen den beiden Controller-Hälften zu befestigen.

Das Gerät soll für iOS, PC, Android, Windows Phone sowie Android-basierte Geräte wie Fire TV oder Ouya geeignet sein, wird per Bluetooth angeschlossen. Der USB-Anschluss des Controllers kann genutzt werden, um ein Mobiltelefon vom integrierten Akku aus aufzuladen.

Am 8. Juni startet die Kickstarter-Kampagne, 200.000 Euro möchte das Team einsammeln. Der anvisierte Preis: 150 Euro pro Controller. Ob Spieler bereit sind, eine solche Summe auszugeben? (Sven Wernicke)

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Kabelloser Datenspeicher für das Handgelenk

ReVault/ YouTube

Die ReVault-Smartwatch ist deutlich günstiger als die Apple Watch. Und kompatibel mit einer Vielzahl von Geräten und Betriebssystemen. Neben der Zeitanzeige erfüllt sie vor allem eine Aufgabe: Sie dient als kabelloser Datenträger, als eine Art private Cloud, auf die man via WLAN und Bluetooth zugreifen kann. Sie soll mit Kapazitäten von 32 GB oder 128 GB produziert werden und am Handgelenk, an einer Kette um den Hals oder in der Hosentasche getragen werden können.

So ganz neu ist die Idee des kabellosen Speichers nicht, schließlich gibt es schon Geräte wie den HyperDrive iUSBport 2 oder den SanDisk Connect Wireless Flash Drive. Aber die Idee, den kabellosen Speicher in einer Smartwatch unterzubringen, die man ja sowieso bei sich trägt, hat schon etwas.

Der Akku der ReVault soll kabellos aufgeladen werden und bis zu drei Tagen durchhalten. Das 1,54 Zoll große Display hat eine Auflösung von 240 mal 240 Pixel und ist von Gorilla Glass geschützt. Geräte mit den Betriebsystemen iOS, Android, Windows, OS X und Linux sollen auf die in dem Gerät gespeicherten Daten zugreifen können.

Das Finanzierungsziel der ReVault Smartwatch wurde auf der Schwarmfinanzierungs-Plattform IndieGoGo in weniger als neun Tagen erreicht. Noch bis zum 19. Juni kann man die ReVault dort vorbestellen. Die Version mit 32 GB soll umgerechnet rund 183 Euro kosten, die mit 128 GB circa 276 Euro. Dazu kommt noch der Versand. Im Januar 2016 soll dann voraussichtlich der Versand erfolgen. (Frank Müller)

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tomtom1103 07.06.2015
1. Witzig...
Warum die Cloud und App und Taschentelefoncomputer ? Ging vor 30 Jahren auch mit ner versendeten Audiokasette. Heute würd ichs per Skype machen - so what soll das ? :) Das Geld für so was überflüssiges ist besser für ein paar sinnvolle Geschenke an die Kids ausgegeben.
Leser161 07.06.2015
2. Sicher
Ist aber auch egal. Solange "Bis zu 10MBit" realitisch bedeutet "Die meiste Zeit schleicht alles und setzt mal aus, was wollen Sie eigentlich, 1KBit ist doch bis zu 10 MBit" Mcht das eh keiner.
der_seher59 07.06.2015
3. unnützes Zug diesmal
die weisse Birne ersetze ich durch ein normales Telefon -schon können Familienmitglieder sich über weite Entfernung verständigen. Thanks, Mr. Edison Den Cloud Speicher - Zugang habe ich ohnehin in meinem Smartphone Den GameController kann ich nicht beurteilen - bin kein Gamer
y903211 07.06.2015
4. ..
@ DerSeher Weit entfernt bedeutet ja nicht unbedingt von Worms nach Bad Vilbel. Wenn die Plagen um 20 Uhr ihre Gute Nacht Geschichte hören sollen es aber bei Oma und Opa gerade vier Uhr Morgens ist hilft eine Live-Verbindung herzlich wenig ;) Wobei ich mir insgesamt betrachtet keins von den Dingern hier zulegen würde wie 90% der Gadgets die als total hip und cool vorgestellt werden hier :P
Maushund 07.06.2015
5. ...auf den Knien
Papa hatte Gutenachtgeschichten auf einen iPod gesprochen und ihn seiner kleiner Tochter als Einschlafhilfe gegeben. Eines Abends kommt sie zu ihm herunter: "Papa, kannst du mir eine Gutenachtgeschichte erzählen?" "Aber ich habe dir doch den iPod geschenkt...". "Ja, danke, es sind auch wirklich schöne Geschichten, aber ich kann beim iPod beim Zuhören nicht auf den Knien kuscheln..."
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