Neue Gadgets Roboterbau soll Kinderkram werden

Der Bau eines Roboters soll künftig auch von Kindern erledigt werden können, verspricht ein Start-up aus Berlin. Außerdem in der Gadget-Schau von neuerdings.com: Ein mitteilsamer Leuchtwürfel und ein transparenter Toaster.
Tinkerbots: Bausteine zum Roboter-basteln

Tinkerbots: Bausteine zum Roboter-basteln

Das Berliner Start-up TinkerBots wollte auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo mindestens 100.000 Dollar einsammeln und hat dieses Ziel bereits nach einer Woche erreicht. Ihre Idee eines modularen Roboter-Sets kommt also offenbar gut an.

Ein Grund dafür mag sein, dass auch fünfjährige Kinder etwas damit anfangen können sollen. Denn Programmieren ist zwar möglich, aber nicht notwendig. Im Prinzip können sich Kinder damit also ihre eigenen Spielzeuge basteln. Es geht somit nicht um ein einziges Robotermodell, wie man es beispielsweise mit dem gerade vorgestellten GoPiGobauen kann. Stattdessen soll man die diversen Bauteile ganz nach eigenem Gusto kombinieren können.

Die Steuerung ist flexibel. Das "Power Brain" genannten Hauptmodul kann man direkt programmieren oder per App fernsteuern. Im einfachsten Fall kann man seinem Roboter die gewünschten Bewegungen aber auch durch Vormachen beibringen: Im Lernmodus führt man die Bewegungen aus, die der Roboter durchführen soll. Ist das getan, wiederholt der Bausatz-Robbi die Bewegungsabfolge einfach.

Ganz billig ist der Bastelspaß allerdings nicht: Bei umgerechnet rund 145 Euro inklusive Versand und Steuern geht es los und reicht je nach Set bis zu 440 Euro. (Jan Tißler)

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Orbnext: Der mitteilsame Wifi-Würfel

Mark Costigliola mit Orbnext-Prototyp: Lavalampe der I-net-Generation?

Mark Costigliola mit Orbnext-Prototyp: Lavalampe der I-net-Generation?

Aus der Rubrik "Wir haben nicht danach gefragt, aber hier ist es trotzdem": Der Orbnext ist eine ans Internet angeschlossene Würfellampe, die Informationen wie die Außentemperatur oder einen Aktienkurs als farbiges Leuchten darstellt. Vielleicht die Lavalampe der Internetgeneration?.

Die Erfinder behaupten, ihr leuchtender, vernetzter Quader solle besser als ein Smartphone geeignet sein, um uns auf dem Laufenden zu halten. Zumindest mit einer Sache haben sie recht: Das Vibrieren oder Piepsen eines Smartphones sagt nicht viel darüber aus, ob etwas wichtig ist oder nicht - obwohl man das bei manchen Geräten sehr genau einstellen könnte. Genau das ist eins der Argumente der Verfechter von Smartwatches oder auch von Google Glass: Man sieht schneller, ob man sofort reagieren muss. Warum jetzt aber Orbnext so viel besser für diesen Zweck geeignet sein soll, erschließt sich mir nicht wirklich.

Stattdessen ist die Lampe ein nettes Gimmick für das geekige Zuhause. Man stellt die Information ein, über die man auf dem Laufenden bleiben möchte, und ab sofort reicht ein Blick in Richtung Leuchtwürfel, um etwas abzulesen. Zudem wollen die Macher mit dem Dienst IFTTT (If This Then That) zusammenarbeiten, der eine flexible Verknüpfung von Webdiensten mit dem Internet der Dinge anbietet.

Im Prinzip könnte so eine Orbnext-Lampe damit anzeigen, wenn man Follower bei Twitter gewinnt oder wie sich die Zugriffsszahlen der eigenen Website entwickeln. Allerdings können die Macher die Verbindung zu IFTTT noch nicht versprechen, denn deren Regeln erlauben eine Zusammenarbeit erst, wenn das Produkt auf dem Markt ist. (Jan Tißler)

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Bugatti Noun: Gläserner Toaster mit App-Fernsteuerung

Vernetzter Toaster: Erinnert optisch an ein Modellbauboot

Vernetzter Toaster: Erinnert optisch an ein Modellbauboot

Foto: Bugatti

Ein italienischer Hersteller stellt das vor, was wir uns von Politik und Wirtschaft wünschten: Transparenz. In diesem Fall einen gläsernen Toaster. Der Bugatti Noun gart Brot oder Steaks mit Glasplatten und lässt sich dabei per App steuern. Das Auge kocht mit.

Doch die Internetanbindung ist eigentlich nur eine Randerscheinung des gut 700 Euro teuren Geräts: Dieser Toaster ist gläsern und gart Speisen via Direktkontakt - und nicht nur Toastbrot.

Auf der Messe EuroCucina garte ein Koch mit dem Toaster neben dem Klassiker Weißbrot auch Steaks und Shrimps. Der Clou sind die Glasplatten, die über einen "unsichtbaren", integrierten Halbleiter verfügen, der die Platten innen und nicht außen aufheizt.

Kochtemperaturen zwischen 100 und 300 Grad Celsius sollen damit möglich sein. Was sich im Inneren befindet, wird wie auf einem Kontaktgrill gegart, das Essen nach Ende der eingestellten Garzeit nach oben geschoben, wie bei einem Toaster eben. Wie lange etwas kochen soll, erfährt man aus einer Rezeptdatenbank, die als Smartphone-App vorliegt und deren Daten via Bluetooth an den Toaster geschickt werden. (Jürgen Vielmeier)

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Foto: SPIEGEL ONLINE
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