Sicherheitsprobleme So stopfen Sie gefährliche Lücken in Windows und Flash

Unbedingt aktualisieren: Microsoft dichtet sein Betriebssystem ab, Adobe den Flashplayer. Nutzer sollten die Aktualisierungen schnell installieren. Denn die Unternehmen stufen viele der beseitigten Schwachstellen als kritisch ein, Milliarden Computer sind betroffen.
Windows 8: Microsoft stopft Sicherheitslücken

Windows 8: Microsoft stopft Sicherheitslücken

Foto: Microsoft

Bei vielen Windows-Nutzern lädt das System an diesem Mittwoch automatisch Updates auf den Computer. Die sollten Anwender umgehend installieren. Einige dieser Aktualisierungen beseitigen als kritisch eingestufte Sicherheitslücken. Beim Internet Explorer werden gleich zehn verschiedene Lecks geschlossen. Wenn man mit einer alten Version des Microsoft-Browser präparierte Webseiten aufruft, können Angreifer dadurch den Rechner übernehmen.

Wer in seinem Windowssystem keinen Hinweis auf die Updates sieht, sollte sie hier bei Microsoft  manuell laden. Grundsätzlich empfiehlt Microsoft, die Update-Funktion automatisch zu aktivieren. Dazu sollten die Nutzer auf "Start" klicken, danach auf "Alle Programme" und dann auf "Windows Update". Im sich öffnenden Fenster erscheint nach Anklicken von "Einstellungen ändern" die Funktion "Wichtige Updates". Hier sollte die Option "Updates automatisch installieren" ausgewählt werden.

Flash und Shockwave - eine Milliarde Rechner mit Lücken

Adobe schließt ebenfalls kritische Sicherheitslücken in seinen weit verbreiteten Programmen Reader (stellt PDFs dar) und Flash (zeigt im Browser Multimedia-Inhalte an). Laut Adobe ist Flash weltweit auf einer Milliarde Computern installiert, die Lücken sind also weit verbreitet. Das Risiko stuft Adobe als hoch ein. Die Aktualisierung von Flash unter Windows und OS X stuft Adobe mit Priorität 1 ein - das ist die höchste Stufe. Das heißt: Die Sicherheitslücken werden bereits von Kriminellen ausgenutzt.

Wichtig: Deaktivieren Sie das von Adobe vorab gesetzte Häkchen, mit dem Sie der Installation unnötiger Zusatzprogramme zustimmen. Der Hersteller nutzt die Updates seiner anfälligen Software, um Kunden die Programme anderer Hersteller unterzujubeln, zum Beispiel Googles Chrome-Browser oder das Sicherheitsprogramm McAfee Security Scan Plus. So sichern Sie ihren Rechner:

  • Prüfen Sie, welche Flash-Version auf Ihrem System installiert ist. Rufen Sie dazu im Browser diese Website  auf. Oben rechts ist die Versionsnummer Ihrer Installation zu sehen, darunter eine Übersicht der aktuellen Flash-Versionen.
  • Wenn die Versionsnummer niedriger ist als die für Ihr System angegebene, müssen Sie selbst ein Update installieren. Adobe hat auf seiner Website Updates  bereitgestellt. Die Flash-Player in Googles Chrome und im Internet Explorer 10 sollten sich automatisch aktualisieren.
  • Die Sicherheitsupdates des kostenlosen PDF-Betrachters Acrobat Reader können Windows-Nutzer hier , OSX-Besitzer  hier herunterladen.
  • Die Aktualisierung des Adobe Shockwave Players (weltweit auf 450 Millionen Computer installiert) ist dringend nötig. Auch die Sicherheitslücke dieser Gratis-Software (vor allem zum Anzeigen von Browser-Spielen und anderen interaktiven Webinhalten) wird bereits von Kriminellen ausgenutzt. Hier finden Nutzer die aktuellen Version des Programms .

lis/meu
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