Anti-Chromebook-Kampagne Microsoft und HP planen 199-Dollar-Notebook

Googles Chromebooks bekommen Konkurrenz: Microsoft mischt bald stärker im Niedrigpreissegment mit. Der Konzern hat neue Windows-Notebooks angekündigt, die HP und Toshiba auf den Markt bringen werden.

Samsung Chromebook: Microsoft will den Google-Geräten Konkurrenz machen
SPIEGEL ONLINE

Samsung Chromebook: Microsoft will den Google-Geräten Konkurrenz machen


Microsoft hat neue Billig-Notebooks mit Windows-Betriebssystem angekündigt. Wie das Unternehmen auf seiner Worldwide Partner Conference 2014 bekannt gab, bringt HP zum Weihnachtsgeschäft ein Stream genanntes Gerät für 199 Dollar auf den Markt. Preislich würde dieses Notebook also in einer Liga mit Googles Chromebooks spielen, die in den USA ab demselben Preis zu bekommen sind. Angeblich plant HP sogar noch zwei weitere Stream-Geräte mit 7- und 8-Zoll-Bildschirm, die 99 Dollar kosten sollen, berichtet "The Verge". Angesichts der Bildschirmgrößen dürfte es sich hierbei wohl um Tablets handeln.

Während zu den HP-Geräten keine technischen Details bekannt sind, verriet Microsoft etwas mehr über ein 249-Dollar-Notebook von Toshiba. Der Mobilcomputer kommt demnach mit einem 11,6 Zoll großen Bildschirm, 32-GB-SSD-Festplatte und wiegt kaum mehr als ein Kilo. Er macht Geräten wie dem ebenso teuren Acer Aspire ES1 Konkurrenz. Das hat zwar ein 15,6-Zoll-Display und eine 500-GB-Festplatte wiegt dafür aber auch stattliche 2,4 Kilo.

"Wir werden am unteren Ende (der Preisskala - d. Red.) mitmachen", sagt Microsofts leitender Geschäftsführer Kevin Turner. Man habe im Vergleich mit den Chromebooks ein großartiges Angebot und werde niemandem den Markt überlassen.

Mit einer bei "The Verge" gezeigten Folie bewirbt Microsoft die Vorteile der Windows-Laptops gegenüber den Chromebooks, die mit Googles Betriebssystem Chrome OS laufen. Microsoft hebt unter anderem hervor, dass die Windows-Geräte in Kombination mit nahezu jeder PC-Peripherie funktionieren. Außerdem lasse sich das vollständige Office-Paket nutzen. Und neben nativen Apps, sprich für das Betriebssystem optimierten Programmen, würden auch Web-Apps laufen.

mbö



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jojack 15.07.2014
1. Keine Alternative
Zu den Chromebooks ist das geplante Gerät keine echte Alternative. Windows ist kein Cloud-Betriebssystem, sondern kommt mit dem allseits bekannten Ballast. Der Vorteil der Chromebooks ist ja gerade, dass auf dem Gerät selbst nur ein schlankes, sich automatisch aktualisierendes Linux-System mit Chrome-Browser läuft, während alle Applikationen in der Cloud liegen. Im Ergebnis steht eine bessere Wartbarkeit, weil auf dem Gerät selbst nichts zu warten ist. Wer ein billiges Windows-Notebook will, der kann mit dem Angebot vielleicht trotzdem ein Schnäppchen erstehen.
olaf_olafson 15.07.2014
2. 32 GB Speicher ?
32 GB für ein Gerät mit vollem Windows 8 + Office etc? Auf dem Surface Pro gehen schon über 25 GB für vorinstallierte Software drauf (64 GB Modell). Wenn man jetzt noch ein paar Programme installiert, hat man null lokalen Speicher mehr. Bei vielen wird es noch nichtmal für die Programme reichen. Mir ist schon klar, dass man bei 200-250 Dollar keine Ansprüche haben sollte, aber hier werden sich sicher einige Kunden im Nachhinein betrogen fühlen. Beim Chromebook wissen die Kunden wenigstens vorher, worauf Sie sich einlassen.
Mans Heiser 15.07.2014
3.
Zitat von sysopSPIEGEL ONLINEGoogles Chromebooks bekommen Konkurrenz: Microsoft mischt bald stärker im Niedrigpreissegment mit. Der Konzern hat neue Windows-Notebooks angekündigt, die HP und Toshiba auf den Markt bringen werden. http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/neue-windows-notebooks-von-hp-sollen-199-dollar-kosten-a-981057.html
Ja, mit Windows für nur 80€ Aufpreis.
Cleo96 15.07.2014
4. Netbook 2.0
Der EDU-Markt in den USA scheint sehr lukrativ zu sein. Chromebooks, der neue Spar-iMac, nun diese "Notebooks". An deutschen Schulen wird zT noch gestritten wer den Internetanschluss zahlt .....
Spiegelwahr 15.07.2014
5. NSA glücklich
Zitat von jojackZu den Chromebooks ist das geplante Gerät keine echte Alternative. Windows ist kein Cloud-Betriebssystem, sondern kommt mit dem allseits bekannten Ballast. Der Vorteil der Chromebooks ist ja gerade, dass auf dem Gerät selbst nur ein schlankes, sich automatisch aktualisierendes Linux-System mit Chrome-Browser läuft, während alle Applikationen in der Cloud liegen. Im Ergebnis steht eine bessere Wartbarkeit, weil auf dem Gerät selbst nichts zu warten ist. Wer ein billiges Windows-Notebook will, der kann mit dem Angebot vielleicht trotzdem ein Schnäppchen erstehen.
In der NSA ist gerade einer ungekippt, weil er hat sich beim Lachen übernommen hat, über die Gutgläubigkeit einiger Cloudnutzer. Ist doch schön und billig, wenn die Cloudnutzer die Datenspeicher der NSA bezahlen. Meine Daten bleiben auf meinen Computer und was wirklich wichtig ist im meinen Kopf oder auf einer Schreibmaschinenseite aus meiner mechanischer Schreibmaschine. Noch überweist mir die NSA kein Gehalt für meine Arbeitsleistung und somit haben sie auch keinen Anspruch auf meine Arbeitsleistung.
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