Neue Gadgets Ein USB-Stick mit Lichtschwert

Ein Speicherstick in einem echten Lego-Stein sieht gut aus und ist ein gutes Versteck für Daten. Außerdem in der wöchentlichen Gadget-Schau von neuerdings.com: Ein kinderleichtes Zeichenprogramm für 3-D-Drucker und ein Aufsatz, der jedes Lenkrad zum Schlagzeug macht.
Von Frank Müller und Jan Tißler

Databrick USB-Sticks: Handgemachtes für Lego-Freunde

Lego-USB: Gute Tarnung für die Daten

Lego-USB: Gute Tarnung für die Daten

Foto: Databrick

Gadgets im Lego-Look sind im Prinzip nicht Neues, aber so individuell wie bei Databrick gibt es sie wohl nirgendwo. Denn die Databrick W-Lan-Dongles, USB-Sticks und -Hubs werden erst nach der Bestellung handgefertigt und auf Wunsch auch noch mit zusätzlicher Software bespielt. Vor allem aber verwendet Stefan Reiling original Lego-Steine. Das ist ideal, um beispielsweise seine geheimen Daten auf einem Stick zu verstecken, der als ganz normaler Pirat getarnt unter etlichen anderen auf dem Lego-Piratenschiff steht.

Natürlich sind solche per Hand modifizierten Lego-Figuren etwas teurer als USB-Sticks von der Stange. Eine Figur mit 32 GB kostet in der Regel 89,95 Euro, Wolverine mit Motorrad ausnahmsweise 99,95 Euro. Einen Stick mit 16 GB Speicherkapazität verkauft Databrick für 49,95 Euro.

Transparente USB-Sticks aus einem Mini-Klötzchen gibt es von 4 GB (29,95 Euro) bis 32 GB (79,95 Euro). Diese leuchten, sobald sie in einen USB-Schacht gesteckt werden. Außer diesen Steinen hat Databrick noch jede Menge andere im Angebot. Da jedes Produkt eine Einzelanfertigung ist, die erst nach der Bestellung hergestellt wird, sollte es auch möglich sein, Sonderwünsche zu äußern.

Die USB-Sticks in Lego-Klötzchen gibt es auf der Website von Databrick, im Etsy-Shop und bei Dawanda. Hier kann man sogar auch in Lego eingebettete Bluetooth-Headsets ordern. (Frank Müller)

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Doodle 3D: 3-D-Drucken aus simplen Freihand-Skizzen

Nachwuchs-Bastler: Einfach dem 3-D-Drucker beim Arbeiten zusehen

Nachwuchs-Bastler: Einfach dem 3-D-Drucker beim Arbeiten zusehen

Foto: Doodle3D

Kritiker des Hypes um den 3-D-Druck führen zu Recht einen Punkt immer wieder an: Es ist für einen durchschnittlichen Computernutzer schlichtweg zu komplex, ein Objekt selbst zu entwerfen oder auch nur ein bereits vorhandenes anzupassen. Man kann eben nicht mal eben ein 3-D-Objekt zeichnen. Es gibt mittlerweile mehrere Ansätze, um das zu vereinfachen - und aus den Niederlanden kommt mit dem Doodle 3D jetzt eine weitere. Es handelt sich dabei um eine Verbindung aus einem sehr simplen Zeichenprogramm und einer kleinen Box, die die Verbindung zum 3-D-Drucker herstellt.

Entstanden ist die Idee im Fablab Amersfoort. Dazu gehörten auch zwei 3-D-Drucker. Rick Companje, einer der Fablab-Gründer, programmierte zunächst nur für sich eine einfache Software. In der macht er eine Freihandskizze, die er dann mit vier simplen Aktionen in die dritte Dimension befördert. Dabei wird der grundlegenden Skizze vielleicht einfach nur ein Stückchen Tiefe gegeben oder sie wird ein wenig verdreht.

In einem Fall ist tatsächlich etwas Praktisches entstanden: ein Tragegriff. Ansonsten aber sollte man Doodle 3D sicherlich nicht als Ersatz für ein 3-D-Software ansehen. Vielmehr geht es darum, eine Hürde zu nehmen und so viele Menschen wie möglich mit 3-D-Druck experimentieren zu lassen.

Die Software selbst läuft auf einer kleinen Box. Sie stellt ein eigenes W-Lan zur Verfügung, in das man sich mit seinem PC, Tablet oder Smartphone einloggt. Man ruft den Browser auf und kann mit dem Zeichnen loslegen. Am Ende schließlich auf "Drucken" klicken und dem 3-D-Drucker bei der Arbeit zusehen.

Auf Kickstarter sucht das Projekt nun nach Unterstützern, damit sie die Software für so viele Computerplattformen und 3-D-Drucker wie möglich herausbringen können. Schon ab umgerechnet rund 80 Euro inklusive Versand bekommt man eine Wi-Fi-Box. Wer mehr ausgeben möchte, kann auch gleich Druckmaterial und mehr dazukaufen. Im September 2013 wollen die Macher liefern können. (Jan Tißler)

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Smack Attack RITW: Trommel aufs Lenkrad ein

Smack Attack RITW: Das Lenkrad wird zum Schlagzeug

Smack Attack RITW: Das Lenkrad wird zum Schlagzeug

RITW steht für "Reinventing The Wheel", und beim Rad, das hier neu erfunden wird, handelt es sich um das Lenkrad des Autos. Denn die Hülle RITW des kleinen Unternehmens Smack Attack wird einfach über das Lenkrad gezogen und verwandelt es in ein elektronisches Schlagzeug.

Man zieht Smack Attack über das Lenkrad, startet eine dazugehörige App auf seinem iPhone und trommelt zu einem iTunes-Song seiner Wahl. Wie sich das anhören könnte, zeigt das folgende Video des Entwicklers.

Smack Attack verfügt über acht Sensoren, von denen sich jeder mit einem anderen Sound bestücken lässt. Von Hihat und Becken über Snare bis zu Tomtom - oder auch mit beliebigen anderen Geräuschen. Auf der Website gibt es einen eigenen Bereich, in dem Nutzer Geräusche rauf- und runterladen können. Man kann solo trommeln oder ein Lied von seinem iPhone begleiten. Je nach Wunsch über Kopfhörer, kleine Lautsprecher oder kabellos über die Anlage des Autos.

Entwickler Gregor Hanuschak will mit RITW eine Art Autobahn-Trance ("Highway Hypnosis") bekämpfen: ein geistiger Zustand, der bei langen Überlandfahrten sogar ausgeschlafene Fahrer zu Fehlern verleiten kann. Allerdings ist es fraglich, ob der Gesetzgeber bei uns das Trommeln beim Fahren so positiv sieht. Vielleicht ist das eher etwas für stundenlangen Stillstand auf der Autobahn oder eine Pausenparty auf dem Parkplatz.

Schon bald soll auf Kickstarter das nötige Geld für eine Serienproduktion eingesammelt werden. Der Start der Kampagne ist für den 21. April 2013 geplant. Wenn das Ziel von 200.000 Dollar erreicht wird, soll Smack Attack ungefähr im Dezember an die Unterstützer versendet werden. Für umgerechnet 75 Euro gibt es eine Lenkradhülle mit iPhone App, für 171 Euro noch einen Lautsprecher und eine Tragetasche dazu. (Frank Müller)

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