Bezahlen mit PayPal "Hey Siri, hast du mal 'nen Euro?"

Der Bezahl-App von PayPal kann man jetzt auch per Stimme die Anweisung geben, Geld zu verschicken. Damit das funktioniert, müssen allerdings ein paar Voraussetzungen erfüllt sein.

PayPal-Zahlung per Sprachbefehl
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PayPal-Zahlung per Sprachbefehl


Mit einem einfachen Satz wie "Hey Siri, sende fünf Euro an Elke Adam mit PayPal" kann man Freunden, Verwandten und Bekannten künftig kleinere Geldbeträge zukommen lassen. So hat es jedenfalls der Bezahldienstleister PayPal am Donnerstagmorgen angekündigt. Wer ein halbwegs aktuelles Apple-Handy besitzt, wird Geld demnach künftig per Sprachbefehl verschicken können.

Unerwartet kommt das nicht. Bereits im September hatte PayPal-Manager Bill Ready die Siri-Integration angekündigt. Auf Android-Smartphones gibt es die Möglichkeit, Geldtransfers mit der PayPal-App per Sprache anzustoßen, schon seit 2013 - allerdings nur, wenn man die Drittanbieter-Spracherkennungssoftware Sherpa verwendet. Zudem lassen sich Transfers von Kleinbeträgen auch über den zu PayPal gehörenden Bezahldienst Venmo durch Siri-Befehle auslösen.

Um die neue Funktion der PayPal-App nutzen zu können, müssen ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Zunächst sollte man dafür sorgen, dass das neueste Update der PayPal-App auf dem iPhone installiert ist, die über die Update-Funktion des App Stores bereitgestellt wird.

Ist das erledigt, müssen die folgenden Schritte auf dem iPhone durchgeführt werden:

  • In Einstellungen auf Siri und dann auf App Support tippen und dort PayPal aktivieren.
  • In der PayPal-App rechts oben auf das Rädchen-Symbol tippen. Auf dem folgenden Bildschirm auf Login und Sicherheit tippen und Touch ID aktivieren, sofern das noch nicht geschehen ist.
  • Schließlich muss der PayPal-App unter Einstellungen/Datenschutz/Kontakte die Freigabe erteilt werden, auf die Kontaktdatenbank des Nutzers zuzugreifen.

Das Prozedere dient unter anderem dazu, die Geldtransfers per Touch ID abzusichern. Beauftragt man Siri also beispielsweise, wie oben beschrieben, fünf Euro an jemanden zu senden, startet die PayPal-App und fordert dazu auf, sich per Fingerabdruck zu identifizieren.

Ist das passiert, werden die auf dem Gerät gespeicherten Kontaktdaten des Empfängers angezeigt. Sobald man hier eine E-Mail-Adresse ausgewählt und das Vorhaben nochmals bestätigt hat, wird der Transfer durchgeführt.

Um die Funktion nutzen zu können, braucht man freilich ein Apple-Smartphone mit Touch-ID-Sensor und iOS 10. In Frage kommen also das iPhone 5s, iPhone 6 und 6 Plus, iPhone 6s und 6s Plus, iPhone 7 und 7 Plus sowie das iPhone SE.

mak



insgesamt 12 Beiträge
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globalundnichtanders 10.11.2016
1. Schöner Werbebeitrag
Da loben wir mal schnell ein Feature, das seit über drei Jahren bei der Konkurrenz Standard ist. Ist ja schliesslich Äppel. Kein einziges kritisches Wort dazu, welche Daten dafür über den Äther gehen müssen...
MKAchter 10.11.2016
2. Kein Vorteil
Immer einfacher, immer bequemer? Nein, eher wieder eine Variante einer zusätzlichen "Datenschleuder-Einrichtung". Ehrlich, ich sehe keinen wirklichen Vorteil darin, wegen einer winzigen Bequemlichkeit (ein paar Münzen oder Scheine im Geldbeutel parat zu haben) immer "gläserner" zu werden.
resomax 10.11.2016
3. Mit einer kleinen, aber wichtigen Abweichung...
Zitat von globalundnichtandersDa loben wir mal schnell ein Feature, das seit über drei Jahren bei der Konkurrenz Standard ist. Ist ja schliesslich Äppel. Kein einziges kritisches Wort dazu, welche Daten dafür über den Äther gehen müssen...
genaues Lesen hilft: "Bei Android ... allerdings nur, wenn man die Drittanbieter-Spracherkennungssoftware Sherpa verwendet" Das ist ein wesentlicher Unterschied - ich will KEINE Drittanbieter-Spracherkennungssoftware auf meinem Gerät verwenden.
citycity 10.11.2016
4.
Zitat von MKAchterImmer einfacher, immer bequemer? Nein, eher wieder eine Variante einer zusätzlichen "Datenschleuder-Einrichtung". Ehrlich, ich sehe keinen wirklichen Vorteil darin, wegen einer winzigen Bequemlichkeit (ein paar Münzen oder Scheine im Geldbeutel parat zu haben) immer "gläserner" zu werden.
Warum ist alles gleich immer schwarz, böse, negativ und kapitalistisch bei Menschen wie ihnen? Das ist kein weltverschwörerischer Coup von Apple, das ist eine eine der Millionen Nutzen die sich ergeben, weil Apple kürzlich die Sprachsoftware auch für andere Apps freigegeben hat. Heißt: PayPal als Unternhemen hat davon gebrauch gemacht und bietet dieses winzige Feature nun mit an. Mehr nicht.
sebastian78scholz 10.11.2016
5. Verständigung
Natürlich hört sich das erst einmal sehr gut an. ABER wehe Siri versteht einen nicht korrekt. Trotz Verknüpfungen im Addressbuch klappts öfters nicht wenn Siri Leute aus meinen Kontakten anrufen soll. Verständigungsschwierigkeiten könnten natürlich bei Paypal zum Problem werden. Ich hoffe das in Zukunft noch weiter an Siri gearbeitet wird da die Möglichkeiten echt genial sind.
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