Produktionsstopp Thailand-Flut macht Festplatten teurer

Hersteller und Zulieferer haben Fabriken geschlossen: Die Flutkatastrophe in Thailand führt zu Ausfällen und Lieferengpässen bei der Produktion von Festplatten. Nun steigen die Preise.
Festplatten-Innenleben: Flutkatastrophe trifft Western Digital, Seagte und Toshiba

Festplatten-Innenleben: Flutkatastrophe trifft Western Digital, Seagte und Toshiba

Foto: dapd

Bangkok/Berlin - Die Flutkatastrophe in Thailand hat zu massiven Ausfällen in der Produktion von Festplatten geführt. Der Hersteller Western Digital teilt am Donnerstag mit, der Produktionsstopp in zwei Fabriken werde zu Preissteigerungen führen. Bereits kurzfristig seien die Festplattenpreise um 20 Prozent gestiegen, berichtete am Donnerstag die "Bangkok Post" . Thailand ist nach China der weltweit zweitgrößte Export von Festplatten.

"Unsere vorrangige Sorge gilt dem Schicksal unserer Beschäftigten", erklärte der Vorstandschef von Western Digital, John Coyne in einem Brief an die Kunden des Unternehmens. Das US-Unternehmen beschäftigt in Thailand 37.000 Arbeiter.

Von der Flut betroffen sind auch Seagate, Hitachi, Toshiba und Zulieferer, berichtet "Golem" . Auf Monate hinaus könnten die Preise deswegen höher liegen, Hardwareversender rufen für ein zwei Terabyte großes Laufwerk derzeit rund 100 Euro auf, 30 Euro mehr als vor der Katastrophe.

Auch Kamerahersteller sind von der Flutkatastrophe betroffen. Sony hat zum Beispiel die Auslieferung der spiegellosen Kamera NEX-7 verschoben. Nikon hat seine Fabrik in Ayutthaya schließen müssen, dort werden neben Kompaktkameras auch Objektive gefertigt.

ore/lis/dpa