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06. Oktober 2015, 22:24 Uhr

Project Xray

Microsoft entfacht Laserschlacht im Wohnzimmer

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Microsoft lässt nicht locker: Unter dem Codenamen Project Xray entwickelt das Unternehmen eine neue Spieletechnik. Sie bringt Computerspiele in die reale Welt - und lässt die Spieler wie verrückt fuchteln.

Als Microsoft-Manager Terry Myerson am Dienstagabend begann, die Neuheiten des Konzerns zu präsentieren, konnte man noch nicht ahnen, dass schließlich das erste Notebook des Windows-Konzerns das Highlight werden würde. Vielmehr schien es, als hätte er gleich mit dem Highlight angefangen, als er neue Entwicklungen für die Computerbrille HoloLens zeigte.

Unter dem Namen Project Xray hat Microsoft in den vergangenen Monaten ein Spiel für die HoloLens entwickelt, das echte und virtuelle Realität verbindet. "Gemischte Realität" nennt der Konzern das - und es sieht beeindruckend aus.

Auf der Bühne wurde gezeigt, wie ein Spieler mit Holobrille im Gesicht sich eine virtuelle Laserkanone als Hologramm auf den Arm steckt. Sekunden später zeigten sich Risse in einer Wand, die schließlich aufbrach, sodass ein virtueller Roboter daraus hervorkriechen konnte.

In den folgenden Minuten brach in dem auf der Bühne aufgebauten Wohnzimmer eine regelrechte Schlacht los, in der sich der Spieler mit seiner Laserwaffe gegen die Angriffe von immer mehr Robotern zur Wehr setzen musste.

Das Frappierende dabei: Gezeigt wurde die Szene zum einen, wie sie ein Beobachter sehen würde, zum anderen, wie sie der Spieler erlebt. Während der nämlich aggressive Blechkreaturen auf sich zukommen und Laserblitze durch den Raum zucken sieht, scheint es für einen Außenstehenden so, als würde der Mann vollkommen erratisch mit seinen Armen fuchteln, durch den Raum stolpern.

Die Demonstration jedenfalls erfüllte ihren Zweck und dürfte bei so manchem Zuschauer den Wunsch nach Microsofts HoloLens geweckt haben.

Der allerdings wird noch eine Weile unerfüllt bleiben, denn wann und zu welchem Preis das Gerät auf den Markt kommen wird, bleibt weiter unklar. Nur Softwareentwickler können ab sofort ein Entwicklerset der HoloLens bestellen. Das wird allerdings erst Anfang 2016 ausgeliefert und wird stattliche 3000 Dollar kosten.

Neue Smartphones, Tablets und ein Armband

Neben dem Project Xray und dem Surface Book hat Microsoft noch einige weitere Neuheiten vorgestellt. Hier alles Wichtige in Kürze:

Mit den Modellen Lumia 950 und Lumia 950 XL stellt Microsoft seine ersten Smartphones vor, die speziell für Windows 10 entwickelt wurden. Und außerdem die ersten echten Oberklasse-Lumias seit Langem. Der wichtigste Unterschied: Das 950 hat einen 5,2-Zoll-Bildschirm, beim 950 XL ist er 5,7 Zoll groß. Die Auflösung ist bei beiden identisch, sie beträgt 2560 x 1440 Pixel.

Der zweite große Unterschied: Im Lumia 950 steckt ein Sechskern-Prozessor mit 1,8 GHz, im 950 XL ein Achtkern-Chip mit 2 GHz. Eine 20-Megapixel-Kamera und Windows 10 haben beide.

Ab Anfang Dezember sollen die Geräte in Deutschland verfügbar sein, dann 599 Euro (Lumia 950) beziehungsweise 699 Euro (Lumia 950 XL) kosten. Erwähnt wurde außerdem das neue Lumia 550, das zeitgleich für 139 Euro angeboten werden soll.

Das Anti-Apple-Tablet, Version 4

Ebenfalls neu ist das Surface Pro 4. Microsofts neuer Tablet-Rechner hat bei unveränderten Maßen jetzt einen etwas größeren Bildschirm, der auf 12,3 Zoll 2736 x 1824 Pixel anzeigt. Der mitgelieferte Stift soll mit einer Batterieladung ein Jahr lang durchhalten. Außerdem kann er mehr Druckstufen als bisher unterscheiden und wird magnetisch am Gehäuse des Tablets gehalten.

Die Windows-10-Sprachassistenzfunktion Cortana kann am Tablet aktiviert werden, indem man den Stift nach unten hält. Die Leistung des neuen Flachrechners sei 30 Prozent höher als die des Vorgängermodells und 50 Prozent höher als die eines Macbook Air, sagt Microsoft.

Das Surface Pro 4 kann mit bis zu 16 GB Arbeitsspeicher und einer bis zum 1 TB großen SSD bestellt werden. Ab dem 12. November ist es in Deutschland zu Preisen ab 999 Euro verfügbar.

Das Fitness-Armband, Version 2

Neben all den Computern und Smartphones zeigte der Konzern auch eine neue Version des Fitness-Armbands Microsoft Band. Der Bildschirm ist bei diesem Gerät leicht gebogen, sodass sich das Armband besser der Form der Handgelenke anpasst.

Zusätzlich zu den bei solchen Geräten üblichen Bewegungssensoren und einem GPS-Empfänger hat das Microsoft Band 2 ein eingebautes Barometer zur Höhenmessung.

Ab dem 30. Oktober ist es in den USA für 249 Dollar bestellbar. Die Frage, ob, wann und zu welchem Preis es in Deutschland angeboten wird, konnte Microsoft am Dienstagabend nicht beantworten. Das erste Modell wurde in Deutschland nie eingeführt.

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