Preisentwicklung von Samsung-Smartphones Geduld lohnt sich

Gerade hat Samsung neue Smartphones vorgestellt. Die Galaxy-S10-Serie zeigt, was technisch machbar ist - und zu welchem Preis. Wir haben analysiert, wann der richtige Zeitpunkt zum Kauf ist.
Samsung Galaxy S10e

Samsung Galaxy S10e

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Wer eine Schwäche für Gadgets und Technologie hat, wird gerade mal wieder auf die Probe gestellt. Am Mittwochabend hat Samsung die Galaxy-S10-Reihe präsentiert, mit hervorragenden Bildschirmen, Dreifachkameras und etlichen anderen verlockenden Gimmicks. Und so greift man vielleicht etwas übereilt zum neuesten Modell.

Aber sollte man damit nicht vielleicht lieber etwas warten? Dass Samsung-Handys mit der Zeit billiger werden, ist kein Geheimnis. Nur: Wie viel Geduld sollte man aufbringen ohne Gefahr zu laufen, dass das neue Galaxy schon wieder veraltet ist? Wochen? Monate? Jahre?

Video: Samsung Galaxy Fold - groß, größer, faltbar

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Um diese Frage zu klären, haben wir analysiert, wie sich die Preise von fünf verschiedenen Galaxy-Smartphones in dem Jahr nach ihrer jeweiligen Markteinführung entwickelt haben. Die Ergebnisse zeigten wir im Folgenden als Grafiken auf.

Galaxy-Handys werden teurer - und schneller billiger

Zunächst einmal zeigen unsere Grafiken einen deutlichen Preisanstieg, der mit der Einführung des Galaxy S8 zusammenfällt. Die drei Vorgängermodelle Galaxy S5, Galaxy S6 und Galaxy S7 lagen zum Einstand allesamt noch im Bereich um 700 Euro, das S8 hingegen wurde zum Start knapp 100 Euro teurer verkauft. Beim Galaxy S9 legte Samsung noch eine Schippe drauf, sodass es anfangs für 838 Euro über den Tresen ging.

Klar erkennbar ist aber auch, dass sich der Preisverfall deutlich beschleunigt hat, nachdem Samsung die Einstandspreise erhöht hat. Die Kurven verlaufen bei Galaxy S8 und S9 anfangs viel steiler als bei den anderen Modellen. Samsung kann seine Preissteigerungen also offenbar nur direkt nach der Markteinführung durchsetzen, wenn die sogenannten Early Adopter zuschlagen, die bereit sind sehr hohe Preise dafür zu zahlen, als Erste ein neues Gadget zu besitzen.

Etwa drei Monate nach ihrer Einführung gab es bei allen fünf Geräten die erste günstige Gelegenheit, richtig zu sparen. Der Preis für das Galaxy S9 beispielsweise war 2018 nach dieser Zeitspanne um satte 280 Euro von 840 auf 560 Euro gefallen. Beim Galaxy S5 waren es immerhin 145 Euro, ausgehend von einem Startpreis von 681 Euro. Ein weiterer Hinweis, dass sich der Preisverfall beschleunigt hat.

Nach diesem ersten "Kurssturz" verlangsamte sich der Preisverfall und ging in eine langsam sinkende Kurve über. Weitere acht Monate später lag der Preis des S9 bei 499 Euro, war also nur um weitere 61 Euro gefallen. Es lohnt sich innerhalb des ersten Jahres nach Verkaufsstart also nur bedingt, länger als drei Monate mit dem Kauf zu warten. Früher war das anders. Beim Galaxy S5 fiel der Preis im selben Zeitraum um 116 Euro, also fast ein Sechstel.

Unsere letzte Grafik schließlich zeigt den relativen Preisverlauf der untersuchten Galaxy-S-Modelle. Eine erste Erkenntnis, die sich aus diesem Bild ableiten lässt: Irgendwie sieht das alles sehr ähnlich aus. Eine zweite: man muss nach dem Erstverkaufstag im Durchschnitt 67 Tage Geduld haben, um das zu dem Zeitpunkt neueste Topsmartphone von Samsung 20 Prozent billiger zu bekommen, als jemand, der gleich am ersten Verkaufstag in den Laden rennt, um sich eines zu kaufen.

Auffällig ist auch hier wieder, dass die jüngeren Modelle diesen Punkt früher erreichen als ihre Vorgänger. Während also beispielsweise das Galaxy S7 nach 67 Tagen noch 87 Prozent seines ursprünglichen Preises gekostet hat, war das S9 zu diesem Zeitpunkt schon auf 73 Prozent gesunken.

So viel ist also klar: Ein wenig Geduld kann sich tatsächlich auszahlen, wenn man eines von Samsungs Galaxy-Smartphones kaufen will. Wohl auch deshalb lockt der Konzern Vorbesteller gerne mit kostenlosen Extras. Wenn man etwa aktuell ein Galaxy S10 bestellt, bekommt man ein paar Galaxy Buds im Wert von 149 Euro mit eingepackt.

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Galaxy S10: Das sind die neuen Samsung-Smartphones

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Wer auf solche Gimmicks verzichten kann und zwei bis drei Monate Geduld aufbringt, kann aber meist mehr sparen, als diese Extras einbringen. Und das Einsparpotenzial nimmt auch noch zu, je teurer die Geräte werden.

Woher stammen die Daten zu diesem Artikel?

Für diesen Artikel haben wir am 22.1.2019 den Verlauf der Preisentwicklung für die letzten fünf Modelle aus Samsungs Galaxy-S-Baureihe von der Preisvergleichsplattform geizhals.de heruntergeladen und miteinander verglichen. Über verschiedene Händler hinweg bilden die Daten damit das Preisniveau in Deutschland ab.

Die so ermittelten Preise wurden danach mittels eines gleitenden Mittelwerts "geglättet" um zu starke Schwankungen, die zum Beispiel durch Fehleingaben von Händlern oder sehr kurzzeitige Angebote entstehen, herauszurechnen. Es kann also durchaus sein, dass bestimmte Modelle dieser Baureihe an einzelnen Tagen bei einzelnen Händlern teurer oder günstiger zu erwerben waren, als es aus unseren Grafiken abzulesen wäre.

Der Beginn der Preishistorien kann vom offiziellen Verkaufsstart abweichen, beispielsweise wenn das Telefon zunächst eine Woche exklusiv über die Samsung-Webseite bestellbar war.

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