Schutz vor Attacken So sichern Sie Ihr Heim-Netzwerk

Wollen Sie von überall in der Wohnung auf Ihre Musiksammlung zugreifen? Dateien zentral sichern? Schnell mal ein Filmarchiv aufbauen? Ein Heimnnetzwerk hat viele Vorteile. Unbesorgt kann aber nur sein, wer es gegen Angriffe abschottet - hier erfahren Sie, wie.

DSL-Router: Schaltzentrale für das heimische Datennetz - wenn man ihn richtig konfiguriert
dpa

DSL-Router: Schaltzentrale für das heimische Datennetz - wenn man ihn richtig konfiguriert


Wer seine Fotos, Musik, Filme und andere Dateien nicht ständig per USB-Stick von einem Rechner zum anderen transportieren will, kommt nicht umhin, ein kleines Heimnetzwerk einzurichten. Dabei gibt es aber einige Problemquellen, warnt Johannes Endres von der Zeitschrift "c't".

Bei der Einrichtung eines Heimnetzwerks unterscheidet sich Windows 7 deutlich von seinen Vorgängern - das neueste Betriebssystem von Microsoft macht es dem Nutzer wesentlich leichter. Um mehrere Rechner miteinander zu vernetzen, startet man zunächst den Assistenten für die Heimnetzgruppe und wählt dann die Bibliotheken - etwa Musik oder Bilder - aus, die auch anderen Nutzern zur Verfügung stehen sollen. Eine Vorauswahl hat Windows bereits getroffen - man kann sie getrost auch einfach bestätigen. Anschließend bekommt der Nutzer noch ein Passwort, das er am zu vernetzenden PC eingeben muss - und schon ist die Sache erledigt, das Netzwerk ist voll funktionsfähig.

Bei älteren Windows-Betriebssystemen hingegen ist die Einrichtung nicht ganz so einfach. Endres empfiehlt, für jeden Rechner im Netzwerk ein Benutzerkonto mit identischem Namen anzulegen, das auch das gleiche Passwort hat. Sonst kommen immer wieder Nachfragen von den anderen Rechnern, oder man hat gleich gar keinen Zugriff. Einige Windows-Versionen wie XP Home verlangen gar kein Passwort. Dies birgt jedoch ein Sicherheitsrisiko, denn so können Cyberkriminelle leichter in das Netzwerk eindringen und Daten ausspähen.

Probleme bei unterschiedlichen Windows-Versionen

Auch bei älteren Windows-Versionen startet man zunächst den Assistenten für die Einrichtung des Netzwerks. Ist es fertig konfiguriert, muss man die gewünschten Ordner noch für andere Benutzer freigeben. Das geht, indem man auf den jeweiligen Ordner rechtsklickt, auf Eigenschaften geht und im Bereich Freigabe einstellt, wer zugreifen darf. Die zum Netzwerk gehörenden Rechner finden sich im Explorer. Mit einem Doppelklick gelangt man zu den Ordnern, die freigegeben sind, und kann sie so nutzen, als gehörten sie zum eigenen PC.

Wer Rechner mit verschiedenen Windows-Versionen vernetzt, muss den Unterschied zwischen dem neuen Bibliotheken- und dem alten Ordnersystem berücksichtigen. Das ist aber laut Endres längst nicht der einzige Fallstrick. Schon bei einer Vernetzung ähnlicher Windows-Versionen wie XP Home und XP Professional können massive Probleme auftreten. Das liegt unter anderem daran, dass jede Windows-Version einen eigenen Netzwerknamen hat, jedoch im Explorer nur diejenigen auftauchen, die denselben Netzwerknamen verwenden.

Wo ist der Reset-Knopf?

Daher sollte man unbedingt darauf achten, dass zwar jeder Rechner eineneigenen Namen hat - sonst drohen Verwechslungen - der Netzwerkname aber überall gleich ist. Einrichten kann man dies mit einem Rechtsklick auf das Symbol Arbeitsplatz. Dort kann man unter Eigenschaften unter dem Reiter Computername auch den Netzwerknamen verändern.

Vor noch größeren Problemen steht man, wenn man in den Einstellungen der windowseigenen Firewall oder an Diensten, die im Hintergrund mitlaufen, im Laufe der Zeit etwas geändert hat. Es kann sein, dass diese Änderungen rückgängig gemacht werden müssen, um das Netzwerk zum Laufen zu bringen. Leider gibt es jedoch keinen Reset-Knopf, der Rechner muss also im Extremfall neu aufgesetzt werden. Die "c't" hat zu diesem Thema das Sonderheft " Netzwerke" veröffentlicht, das sich ausführlich mit solchen Problemen beschäftigt. Informationen dazu und zur Einrichtung von Netzwerken generell sind bei heise abrufbar.

Sandra Schipp, ddp

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
Mamat 15.08.2010
1. Windows-Mac
Und wieder mal nur Ratschläge für WINDOWS; na ja - ich kann das schon verstehen, MAC hat auch hier keine Probleme.
Piratenparteimitglied 15.08.2010
2. Linux hat diesbezüglich kaum Sicherheitsprobleme
Für Netzwerk und Serversachen sollte man aus Sicherheitsgründen ohnehin Linux einsetzen. Die Windowssysteme sind dafür einfach viel zu löchrig. Besonders Laien die nicht wissen wie man ein Windowssystem ordendlich absichert machen da schnell mal den einen oder anderen Fehler. Hinzu kommen die Kosten für die Windows Lizenz, sowie eine Kommerzielle Firewall und Virenscanner. Den Aufwand kann man sich unter Linux sparen.
ACCOM 15.08.2010
3. win - win - win
moin hier liest man nur von win. Kein Wort zu Alternativen :-( Und eine Frage: Was macht denn eigentlich eine windowseigene Firewall ? Bietet Schutz wovor ... ? greets ACCOM p.s. sind alle in Urlaub? Oder warum ist es hier so ruhig?
johannes.labisch 15.08.2010
4. Tipp
Ziemlich nichtssagender Artikel. Wer vorher nicht wusste wie's geht, weiß es jetzt auch nicht. Kleiner Tipp: Wer unter Windows 7 eine andere Firewall als die mitgelieferte verwendet (warum auch immer), könnte auf die Idee kommen, den Dienst für die Microsoft-Firewall herunter zu fahren. Dann geht das mit dem Heimnetzwerk aber nicht mehr (ja, richtig gelesen: NICHT mehr). Am Besten (so deutet es ja auch der Artikel an) ist es wohl, alles so zu lassen wie Microsoft es empfiehlt. (Dann finden sich die Einbrecher auch schneller zurecht.)
Pumkin 15.08.2010
5. An die Bastlergemeinde
Unter Windows ein Netzwerk einrichten? Das klingt ja fast so einfach, wie unter Windows einen Drucker zu installieren... Bruhahahaha...! Ihr checkt es wohl wirklich nie! Und ich sag jetzt nicht: "Kauft Euch doch lieber einen Mac!".
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