Sicherheits-Ratgeber So surft der Browser sicher im Web

Von Jo Bager

6. Teil: Privatsphäre per Cookie-Verwaltung schützen


Last, but not least riskiert der Surfer online nicht nur die Sicherheit seines PCs und handfester Daten, auch seine Privatsphäre kann Schaden nehmen. Insbesondere Werbeunternehmen versuchen mitzuprotokollieren, wofür sich ein Surfer interessiert, um ihm passende Werbung zu präsentieren.

Cookies, kleine von Servern ausgegebene und im Browser gespeicherte Informationsschnipsel, helfen ihnen dabei, Browser auf verschiedenen Websites wiederzuerkennen. Surft er etwa regelmäßig auf einem Motorsportportal, können sie davon ausgehen, dass er sich für das Thema interessiert. Aus den Besuchen verschiedener Sites können die Werbeunternehmen im Laufe der Zeit mitunter erschreckend genaue Profile des Benutzers zusammenzustellen.

Die Browserhersteller haben darauf mit einer Cookie-Verwaltung reagiert, die es dem Surfer ermöglicht, bereits gesetzte Cookies zu löschen oder überhaupt keine Cookies zuzulassen. Doch wie bei JavaScript ist die radikale Lösung nicht die beste, denn Cookies dienen nicht selten dazu, bestimmte Website-Voreinstellungen zu speichern. Würde man Cookies grundsätzlich nicht zulassen, müsste man die Optionen bei jedem Besuch der Site wieder neu einstellen.Daher ist es ein guter Mittelweg, Cookies von der jeweiligen Website zuzulassen, Cookies von Drittanbietern aber zu blockieren.

In Firefox kann man die betreffende Einstellung vornehmen, wenn man auf der Seite Datenschutz der Programmoptionen unter "Firefox wird eine Chronik" den Wert von "anlegen" auf "nach benutzerdefinierten Einstellungen anlegen" ändert.

Im Internet Explorer klickt man auf der Seite Datenschutz der Einstellungen auf Erweitert. In dem sich öffnenden Popup-Fenster kann man die vorgeschlagene Cookie-Einstellung vornehmen, nachdem man die automatische Cookie-Behandlung ausgeschaltet hat.

Bei Opera findet sich die Option unter EinstellungenErweitertCookies, bei Google auf der Seite "Erweitert" der Optionen, bei Safari auf der Seite "Sicherheit" der Einstellungen.

Neben den Cookies finden mittlerweile verschiedene andere Techniken Anwendungen, um Benutzerdaten festzuhalten, zum Beispiel die sogenannten Flash Cookies. Diese lassen sich zum Teil mit Mitteln der Browser nicht administrieren.

Insbesondere auf gemeinschaftlich genutzten Rechnern kann es notwendig sein, nicht nur die Cookies zu kontrollieren, sondern den gesamten Verlauf der besuchten Site: So erfährt etwa der Partner nicht, welches Geschenk man ihm bei Amazon zum Geburtstag bestellt hat.

Alle Browser ermöglichen es, sämtliche in der Vergangenheit angefallenen Internetspuren zu tilgen. Firefox löscht auf Wunsch auch nur den letzten Teil Teil der Surf-Historie, etwa die letzte Stunde oder zwei Stunden (Menü "ExtrasNeueste Chronik löschen…"). Alternativ ermöglichen alle Browser außer Opera auch private Sessions, während denen die Programme keine vertraulichen Daten festhalten.

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