Smart Home EU führt Sicherheitszertifikat für vernetzte Geräte ein

Die EU-Institutionen wollen mit Blick auf die IT-Sicherheit vernetzter Geräte einheitliche Standards schaffen. Ein Zertifikat soll Verbraucher informieren, wie sicher Produkte im "Internet der Dinge" sind.
Ifa-Stand der Firma Bosch

Ifa-Stand der Firma Bosch

Foto: Soeren Stache/ dpa

Vernetzte Haushaltsgeräte und Dienste sollen durch einheitliche europäische Standards sicherer werden. Unterhändler der EU-Kommission, der EU-Staaten und des Europaparlaments einigten sich in der Nacht zum Dienstag auf einen Rahmen für ein entsprechendes Zertifikat, das für Produkte und Dienstleistungen in der gesamten EU gelten soll.

Verbraucher sollen demnach besser darüber informiert werden, wie sicher Produkte im "Internet der Dinge" sind, in dem immer mehr Geräte mit dem Internet und miteinander verbunden werden. Hersteller müssten detaillierte Informationen zur IT-Sicherheit ihrer Produkte angeben und ausweisen, wie lange sie Sicherheitsupdates bereitstellen, teilte das Parlament mit.

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Für Unternehmen bedeutet das Zertifikat, für das die EU-Agentur für Cybersicherheit in Griechenland zuständig sein wird, dass sie nicht mehr wie bisher für mehrere Tests in verschiedenen Ländern zahlen müssen.

Die Zertifizierung bleibt jedoch freiwillig. Ob sie in bestimmten Bereichen verpflichtend werden soll, wird die EU-Kommission nun prüfen. Die Einigung aus der Nacht zum Dienstag muss noch formell vom Parlament und den EU-Staaten bestätigt werden und tritt wenige Wochen später in Kraft.

pbe/dpa
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