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Smartphones: So hält der Akku länger durch

Smartphones So hält der Akku länger durch

Schnelles Internet, großer Speicher, riesiges Display: Smartphones sind hip. Leider kommen deren Akkus schnell aus der Puste, wenn man Mail und Multimedia intensiv nutzt. Die folgenden Tipps können den kleinen Stromspendern zu mehr Ausdauer verhelfen.
Von Margrit Lingner

Tipp 1: Die richtige Akkupflege

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In den meisten und werden heutzutage sogenannte Lithium-Ionen-Akkus (Li- Ionen) eingebaut. Die sind leistungsfähiger als die früher verwendeten Nickel-Metallhydrid-Akkus, halten aber in der Regel auch nicht länger als zwei bis drei Jahre (oder 300 bis 500 Ladezyklen) durch. Dabei macht sich schon nach einem Jahr eine Verschlechterung der Kapazität bemerkbar. Den verbesserten Akkus stehen aber auch leistungsfähigere und damit stromhungrigere Mobiltelefone gegenüber.

Und wer unterwegs viel telefoniert, im Internet surft, E-Mails abruft, häufig Musik oder Filme genießt und sich gelegentlich den Weg zeigen lässt, wird schon nach wenigen Stunden die nächste Steckdose suchen müssen. Garantiert mehr Ausdauer gibt es, wenn das Gerät aufgeladen wird, bevor die Akkus ganz leer sind. Entscheidend für die Lebensdauer eines Akkus ist nämlich die Anzahl der vollständigen Ent- und Aufladevorgänge. Zwar verfügen moderne Li-Akkus über einen Schutz vor vollständiger Entladung (auch Tiefentladung), dennoch sollte der Ladezustand der Akkus im Auge behalten werden.

Tipp 2: Richtige Lagerung

Wenn das Handy oder das Smartphone mal länger nicht zum Einsatz kommt, sollten die Akkus aus dem Gerät entfernt und an einem kühlen Ort gelagert werden. Auch bei der Lagerung von Reserveakkus ist es wichtig, dass sie nicht vollständig entladen sind. Bei Li-Ionen-Akkus empfiehlt sich dabei ein Ladezustand von ungefähr 40 Prozent. Dieser Ladezustand ist nötig, damit Schutzmechanismen (etwa gegen Überhitzung) noch greifen und genügend Spannung für die Selbstentladung vorhanden ist. Verzichten Sie darauf, Ersatzakkus auf Vorrat zu kaufen und einzulagern. Auch nicht benutzte Akkus altern und verlieren dabei an Kapazität.

Tipp 3: Dienste deaktivieren

Drahtlose Verbindungen wie W-Lan oder Bluetooth sind zwar praktisch, dafür aber Stromfresser, weil ständig nach Netzen oder gekoppelten Bluetooth-Geräten gesucht wird. So empfiehlt es sich, diese Dienste auszuschalten, wenn sie gerade nicht benötigt werden. Zum Ein- oder Ausschalten von Diensten wie W-Lan, Bluetooth und GPS bieten manche Android-Geräte in der Informationsleiste einen entsprechenden Button an. Ist dieser nicht verfügbar, bietet es sich an, eine Verknüpfung dazu auf einen der Homescreens zu legen.

Bei anderen Geräten lassen sich drahtlose Verbindungen im Menü "Einstellungen" an- oder abschalten. Beachten Sie aber, dass im Hintergrund laufende Dienste wie der automatisierte E-Mail-Abruf oder die Verbindung zu Facebook & Co. bei abgeschaltetem W-Lan Daten über das Handynetz austauschen - das kann zum Kostenfaktor werden, wenn keine Flatrate gebucht ist.

Ungefährlich, dafür aber stromsparend ist das Ausschalten der Ortungsdienste via GPS. Schalten Sie diese Funktion nur ein, wenn Sie sie zum Navigieren oder Auffinden lokaler Informationen benötigen.

Tipp 4: Display-Timeout einstellen

Trotz neuer stromsparender Techniken sind die großen Touchscreens bei Smartphones nach wie vor recht stromhungrig. Um Energie zu sparen schaltet sich die Anzeige bei den Geräten aus, wenn sie längere Zeit nicht genutzt wird. Wie schnell sich das Display ausschaltet, lässt sich bei den meisten Mobiltelefonen individuell festlegen.

Bei Android-Geräten ändern Sie diese Zeitspanne über das Menü "Einstellungen". Über den Button "Sound und Display" oder "Ton und Anzeige" gelangen Sie zum Untermenü "Bildschirm-Timeout" oder "Display-Timeout". Tippen Sie dort zum Beispiel auf "15 Sekunden", damit der Bildschirm möglichst schnell ausgeschaltet wird. Ähnlich funktioniert das Abschalten des Displays auch bei anderen Geräten.

Meist sind die entsprechenden Parameter ein einem Menü zu finden, das als "Einstellungen" bezeichnet ist. So gibt es bei Blackberry-Smartphones zum Beispiel ein Untermenü "Bildschirm/Tastatur", in dem sich der "Hintergrundbeleuchtungs-Timeout" einstellen lässt. Bei Nokias Mobiltelefonen wechseln Sie im Menü "Einstellungen" zum Untermenü "Personalisieren". Unter "Display" stellen Sie die "Zeit bis Energiesparm." ein.

Unabhängig vom Gerät ist mit diesem Bildschirm-Timeout bei Touchscreen-Geräten auch eine Tastensperre verbunden. Sie können diese natürlich auch manuell über die Sperrtaste aktivieren. Das Display wird dabei sofort ausgeschaltet.

Um das Gerät wieder in Betrieb zu nehmen, muss das Display entsperrt werden.

Tipp 5: Display-Helligkeit reduzieren

Ein gut lesbares Display, bei dem man selbst im grellen Sonnenlicht noch etwas erkennen kann, ist ebenso schön wie ressourcenfressend. Um während der Arbeit mit dem Mobiltelefon die Akkus zu schonen, sollten Sie nach Möglichkeit die Helligkeit des Displays so weit reduzieren, dass bei normalen Lichtverhältnissen auf dem Bildschirm noch alles gut erkennbar ist. Je stärker die Bildschirmanzeige abgedunkelt ist, desto mehr Strom sparen Sie. Je nach Akku und Bildschirm bringt ein Verringerung der Helligkeit um 20 Prozent gleich mehrere Stunden zusätzliche Akkulaufzeit.

Bei den meisten Geräten reduzieren Sie die Display-Helligkeit im Menü "Einstellungen".

Bei einigen Mobiltelefonen, wie zum Beispiel beim iPhone, neueren Android-Geräten oder Blackberrys, gibt es eine automatische Helligkeitsregelung, bei der der Bildschirm je nach Lichtverhältnissen gedimmt oder aufgehellt wird. Stromsparender ist es aber sicher, die Helligkeit manuell zu korrigieren und auf eine niedrige Stufe einzustellen. Bei Bedarf - etwa im gleißenden Sonnenlicht - regeln Sie die Helligkeit dann wieder herauf.

Tipp 6: Deaktivieren von UMTS (3G)

UMTS

Wenn Sie mit einem -Handy in ländlichen Gegenden mit schwacher UMTS-Netzabdeckung unterwegs sind und keine größeren Datenmengen über Ihr Smartphone übertragen müssen, bietet es sich an, die UMTS-Option abzuschalten. Der Datentransfer wird zwar langsamer, dafür wird aber deutlich weniger Strom verbraucht - zumal auch schon die Suche nach dem UMTS-Netz oder das ständige Umschalten vom schnellen 3G zu EDGE oder 2G (GSM) Akkuleistung erfordert.

Bei Smartphones, die mit dem Betriebssystem Android laufen, wechseln Sie im Menü "Einstelllungen" zum Untermenü "Drahtlos und Netzwerk". Unter "Einstellungen für mobile Netzwerke" tippen Sie auf die Option "Nur 2G-Netze verwenden".

Auch bei vielen mit Symbian laufenden Geräten (Nokia- oder Sony-Ericsson-Handys) lässt sich einstellen, ob Verbindungen via UMTS oder GSM hergestellt werden sollen. Die Option dazu ist über das Menü "Einstellungen" zu erreichen. Dort gibt es entweder in den Telefon-Einstellungen ("Netz") oder unter "Verbindungen/Mobilfunknetze" die Möglichkeit, die Verbindungsart festzulegen. Zum Deaktivieren von UMTS bei Blackberry-Geräten gibt es im Menü "Einstellungen" den Eintrag "Mobilfunknetz". Dort stellen Sie den gewünschten "Netzwerkmodus" ein.

Beim iPhone wählen Sie "Einstellungen" und tippen dort auf "Allgemein". Im Untermenü "Netzwerk" schalten Sie die Option "3G aktivieren" aus.

Tipp 7: Vibration ausschalten

Wenn das Mobiltelefon bei eingehenden Anrufen laut klingelt, ist es überflüssig, die Vibration noch zusätzlich eingeschaltet zu lassen. Der Vibrationsalarm ist in Meetings durchaus sinnvoll, wenn Klingeltöne ausgeschaltet sind. Das dazugehörige Meeting-Profil ist meist ohnehin so eingerichtet.

Die Möglichkeit zum Abschalten der Vibration finden Sie bei den meisten Geräten in den Profilen. Bei Android-Telefonen lassen sich Klingelton und Vibration im Menü "Einstellungen/Sound und Display" einrichten. Beim iPhone gibt es ebenfalls im Menü "Einstellungen" ein Untermenü "Töne". Dort schalten Sie im Bereich "Klingeln" die Vibration über einen Schalter aus.

Stromsparend ist es außerdem, auf Tastentöne und Vibration bei Touchscreen- Geräten zu verzichten. Diese schalten Sie bei fast allen Smartphones ebenfalls im Menü "Einstellungen" aus. Auch die Einstellungen für Töne beim Empfang oder Versand von Mails oder Kurznachrichten können Sie ändern. Wenn Sie ohnehin Mails manuell abrufen, können Sie auf einen Benachrichtigungston durchaus verzichten. Deaktivieren Sie die gewünschten Töne sowie die eventuell eingeschaltete Vibration ebenfalls über das Menü "Einstellungen".

Tipp 8: E-Mails manuell abrufen

Unterwegs E-Mails zu checken, ist praktisch und funktioniert in der Regel problemlos. Ist allerdings die automatische Synchronisation eingerichtet, stellen Smartphones in regelmäßigen Abständen eine Verbindung zum E-Mail-Server her und prüfen, ob neue Mails eingetroffen sind. Sowohl die Internetverbindung als auch der Datentransfer strapazieren dabei die Akkus. Wer also unterwegs nicht auf wichtige Geschäfts-Mails wartet, sollte den automatischen Datenabgleich abschalten und Mails lieber manuell abrufen.

Die Abruffrequenz der Mails ändern Sie in der Regel über die Einstellungen zum jeweiligen Mail- Account. Öffnen Sie also beispielsweise bei Android- Geräten die Mail-Anwendung und rufen Sie über die Optionstaste die "Kontoeinstellungen" auf. Im Bereich "Abrufhäufigkeit" wählen Sie die Einstellung "Nie". Um die Mails später manuell abzurufen, starten Sie das Mail-Programm und wählen wiederum über die Optionstaste den Eintrag "Aktualisieren".

Beim iPhone klicken Sie auf "Einstellungen" und tippen auf "Mail, Kontakte, Kalender". Wählen Sie "Datenabgleich" und schalten Sie im folgenden Fenster den Push-Dienst aus. Aktivieren Sie außerdem weiter unten im Fenster den Eintrag "Manuell". Um künftig zu prüfen, ob neue E-Mails eingetroffen sind, öffnen Sie das Mail-Programm und wählen Sie das gewünschte Postfach aus.

Empfehlenswert ist es auch, nicht zu viele E-Mail-Accounts anzulegen. Nur die wirklich wichtigen Mail- Adressen gehören auf das Mobiltelefon. Das spart Strom und je nach Tarif auch Geld.

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