Vergleich der Stiftung Warentest Nur zwei Smartwatches sind gut

Smart heißen sie, weil sie mehr können als nur die Zeit: Nachrichten, Termine, Wetter, Fitnessdaten. Mit den meisten Uhren waren die Prüfer der Stiftung Warentest allerdings nicht zufrieden.
Sportlerin mit Smartwatch: Tester oft nicht zufrieden (Archivbild)

Sportlerin mit Smartwatch: Tester oft nicht zufrieden (Archivbild)

Foto: Luis Alvarez/ Getty Images

Solche Aufgaben sind komplex: Puls bestimmen, Strecken messen oder den Kalorienverbrauch ermitteln. Und bei genau diesen Fitnessfunktionen, die von den Herstellern besonders gepriesen werden, patzen Smartwatches oft. Zu diesem Fazit kommt die Stiftung Warentest in einem Vergleich von 13 Smartwatches  zwischen 69 und 480 Euro ("test"-Ausgabe 12/19).

Selbst mit der Funktion grundlegender Ausstattungsmerkmale wie Telefonieren, SMS senden oder Navigieren waren die Tester oft nicht zufrieden. Darüber hinaus weisen die Datenschutzerklärungen von 9 der 13 Hersteller den Angaben zufolge sehr deutliche Mängel auf.

Puls und Streckenlänge - Schwachpunkte

Die Tester ermittelten, wie gut die Uhren Pulsfrequenz, Streckenlänge und Kalorienverbrauch sowohl beim Gehen und Joggen als auch beim Radfahren und Schwimmen erheben. Ihr Ergebnis: Nur die beiden testbesten und als einzige "gut" bewerteten Modelle Apple Watch Series 5 für 480 Euro (Gesamtnote 1,8) sowie die Garmin Forerunner 245 Music für 335 Euro (2,2) erfassten fast alles korrekt. Die anderen Uhren lagen insbesondere bei Puls und Streckenlänge oft daneben.

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Schrittzahl und Kalorienverbrauch berechnen die Uhren den Experten zufolge nur dann halbwegs genau, wenn sie Alter, Geschlecht, Größe und Gewicht ihrer Träger kennen. Nutzer, die hier nur spärliche Angaben über sich selbst liefern, erhalten ungenaue Werte. Immerhin konnten die Tester nicht feststellen, dass Fitnessdaten ungefragt weitergegeben werden.

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Umgang mit persönlichen Daten - problematisch

Beim Punkt Datenschutz kritisieren die Warentester aber, dass Smartwatches beim Einrichten eines Nutzerkontos und bei der Kopplung mit dem Smartphone persönliche Angaben abfragen, auch solche, die für die reine Funktion nicht nötig sind - darunter etwa Telefonnummer, Name oder Identifikationsmerkmale von Smartwatch oder Smartphone. Außerdem räumten sich sechs Hersteller das Recht ein, personenbezogene Daten zu speichern und an Dritte weiterzugeben.

Viele andere Smartwatches erreichten nur ein "Befriedigend", etwa die Huawei Watch GT für 191 Euro (Gesamtnote 2,8) auf dem dritten Platz, gefolgt von der Fossil Q Explorist HR Gen 4 für 259 Euro (2,9) und der Samsung Galaxy Watch Active SM-R500 für 195 Euro (2,9).

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oka/dpa
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