Internet der Dinge Stephen Hawking stellt smarten Rollstuhl von Intel vor

Intel hat einen vernetzten Rollstuhl entwickelt und dabei Hilfe von einem der berühmtesten Rollstuhlfahrer der Welt bekommen. Der Wissenschaftler Stephen Hawking hat das Gefährt mitkonzipiert, das unter anderem gleich den Blutdruck misst.

Wissenschaftler Hawking (im Mai 2014): Wie Technik das Leben erleichtern kann
DPA

Wissenschaftler Hawking (im Mai 2014): Wie Technik das Leben erleichtern kann


Weil Apple diese Woche seine neuen Telefone und eine Smartwatch vorstellte, blieb eine andere Produktvorstellung fast unbeachtet. Auch Intel hat nämlich ein smartes Gerät vorgestellt - wenn auch nichts fürs Handgelenk und nicht für jedermann: einen vernetzten Rollstuhl.

Wie das Technologie-Blog "The Verge" berichtet, hat einer der berühmtesten Rollstuhlfahrer der Welt bei der Entwicklung des Hightech-Gefährts geholfen. Der Physiker Stephen Hawking ist seit den späten Sechzigerjahren auf einen Rollstuhl angewiesen und kommuniziert mit der Welt über einen Sprachcomputer, den er mit seinen Augen steuert.

Im Werbevideo für den neuen Intel-Rollstuhl erklärt er, wie "Wissenschaft und Technik Menschen mit Behinderung helfen können" und auch ihm selbst das Leben erleichtern. "Medizin kann mich nicht heilen, deshalb setze ich auf Technologie", sagt er per Sprachcomputer.

Ein Team aus Intel-Mitarbeitern aus der Internet-der-Dinge-Abteilung habe jetzt einen Rollstuhl entwickelt, der nicht nur fährt, sondern auch den Gesundheitszustand seines Fahrers überwacht. Gemessen werden etwa der Herzschlag, der Blutdruck und die Körpertemperatur. Ein Video zeigt, wie der Bordcomputer mit Hilfe eines Tablets gesteuert wird.

Außerdem verrät der Rollstuhl seinem Fahrer, wie rollstuhlgerecht ein angesteuerter Ort ist und wie er dort zurechtkommen könnte. Solche Funktionen verbesserten signifikant den Alltag der Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, erklärt Hawking.

juh

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insgesamt 6 Beiträge
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FerrisBueller 12.09.2014
1. Gute Idee!
Das ist doch mal was sinnvolles. Schade, dass das so untergangen ist während andere lieber goldene Zweitdisplays für ihre 1000 Euro-Handies vorstellen.
joerg109 12.09.2014
2. Dieser Beitrag lässt einmal mehr deutlich werden,
...wie wenig relevant die Apple Watch ist.
egon_kallinski 12.09.2014
3. Kommt wie alles im Leben...
... auf den Blickwinkel an. Für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, ist das sicher ein Fortschritt. Aber auch hier wäre es interessant zu wissen, was ein smarter Rollstuhl kostet. Wer wird ihn sich leisten können? Wird so was jemals von einer deutschen Krankenkasse bezahlt werden?
al2510 12.09.2014
4. Ja, schön, nur wird in sich kein Schwein leisten können
das Kassenmodell, dass meine Mutter bekommen hat, durften sich die gleich wieder abholen. Ich habe mich total verarscht gefühlt, ich konnte den Rollstuhl gar nicht aufklappen. Habe noch viele Leute mit dem Modell in der Stadt gesehen. Klar, nicht jeder kann sich bei Amazon was Besseres aussuchen auch, wenn er es bezahlen könnte, er hat keinen Rechner. Bitte nicht nur Neuerungen zeigen, sondern auch durchsetzen.
Holzbeinschnitzer 12.09.2014
5. Ja, die Reha Technik...
Die meisten Hilfsmittel wie z.B. der Rollstuhl der Mutter meines Vorredners werden entweder aus dem Hilfsmittel-Pool der Krankenkasse geliefert oder durch die Krankenkasse vom Leistungserbringer im Rahmen einer Fallpauschale gemietet. Beide Systeme haben den Nachteil, das selten neue sondern aufgearbeitete Hilfsmittel geliefert werden. Das passt leider nicht immer in die Vollkaskomentalität der Versicherten. Das SGB regelt im Paragraphen 33 die Möglichkeit ein höherwertigeres Hilfsmittel in Anspruch zu nehmen. ABER: so ein Hilfsmittel wie im Artikel beschrieben wird niemals vertraglich geregelt sein. Und darin liegt die große Chance. Die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts geht in eine Richtung die der Politik und den Kostenträgern nicht sehr gefällt. Jeder gesetzlich Versicherte hat das Recht auf eine Hilfsmittelversorgung nach dem Stand der Technik, welche ihm das Gleichziehen im Sinne eines Ausgleiches der Behinderung gegenüber eines Nicht- Behinderten ermöglicht. Die Wirtschaftlichkeit spielt hierbei keine Rolle. Der Versicherte muss lediglich die Gebrauchsvorteile gegenüber eines Standardhilfsmittels nutzen können. (BSG Urteil zur Versorgung mit einem C-Leg Beinprothesensystem) Das Urteil würde sich meiner Meinung nach auch auf diesen von Intel entwickelten Rollstuhl übertragen lassen.
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