Surface 2 Microsoft stellt verbesserte Windows-8-Tablets vor

Mit der zweiten Generation seiner Surface-Modelle versucht Microsoft erneut, sich gegen Android-Tablets und iPads durchzusetzen. Der Konzern verspricht mehr Leistung, mehr Laufzeit und viel mehr Speicher als bisher - gegen entsprechenden Aufpreis.
Microsofts Surface 2: Neustart mit aktualisierter Technik

Microsofts Surface 2: Neustart mit aktualisierter Technik

Foto: SHANNON STAPLETON/ Reuters

Jetzt soll alles besser werden: Am Montagabend hat Microsoft in New York seine neuen Tablet-Computer vorgestellt. Neue Prozessoren, ein teilweise geändertes Design und die neue Windows-Version 8.1 sollen dafür sorgen, dass sich mehr Kunden für die Touch-Rechner begeistern als bisher.

Mit der ersten Auflage seiner Tablets hatte der Softwarekonzern wenig Erfolg. Im August meldete das Unternehmen, es müsse 900 Millionen Dollar wegen unverkaufter Surface-Tablets abschreiben. Die Geräte waren offenbar am Markt vorbei entwickelt worden. Zwar gelten sie als robust, aber auch als schwer, unhandlich und teuer. Zudem kamen sie erst drei Jahre nach dem ersten iPad auf den Markt. Das Apple-Tablet wird längst synonym für die gesamte Kategorie verwendet.

Besonders deutlich hat sich das Surface 2 gegenüber seinem Vorgänger nicht verändert. Bei seinem Design wurden ein paar Kanten und Ecken abgeschliffen. Das militärisch düster wirkende Schwarz des Erstlings wurde durch einen edler wirkenden Silberfarbton ersetzt. An den Maßen aber hat das kaum etwas geändert. Nur um vier Gramm wurde das Gerät leichter, es wiegt nun 676 Gramm.

Windows RT in neuer Version

Der Bildschirm misst weiterhin 10,6 Zoll in der Diagonale, bietet nun allerdings eine Full-HD-Auflösung. Als Antrieb für das Surface 2 dient ein Tegra-4-Prozessor von Nvidia, dessen vier Kerne mit 1,7 GHz getaktet sind. Der Arbeitsspeicher wird mit 2 GB angegeben, für Daten stehen wahlweise 32 oder 64 GB zur Verfügung. Mit seiner Umwelt nimmt das Surface 2 per W-Lan (802.11 a/b/g/n), USB 3.0 und Bluetooth 4.0 Kontakt auf.

Die Akkulaufzeit wird mit bis zu zehn Stunden beziffert. Als Betriebssystem dient erneut eine RT-Version von Windows 8.1 - also eine an ARM-Prozessoren angepasste Windows-Variante, die nur mit Apps aus dem Windows Store bestückt werden kann und auf der keine herkömmlichen Windows-Programme laufen.

Fast 1800 Euro für das Topmodell

Mit dieser Einschränkung muss man sich beim Surface Pro 2 nicht herumschlagen. In den Profi-Tablets steckt ein 1,6 GHz schneller Intel-Prozessor der Haswell-Serie, die für ihre guten Ausdauerleistungen bekannt ist. Kräftig aufgerüstet hat Microsoft den möglichen Speicherausbau, der beim Vorgänger oft als Flaschenhals bezeichnet wurde. Mit bis zu 8 GB Arbeitsspeicher und maximal 512 GB SSD-Speicher dürfte solche Kritik nun ausgeräumt sein.

Bildschirm, W-Lan, USB und Bluetooth haben dieselben Eckdaten wie beim RT-Modell. Allerdings gibt es für das Pro-Modell eine neue Dockingstation, die unter anderem eine Ethernet-Buchse und einen Displayport-Anschluss bereitstellt.

Mit einem Preis von 429 Euro ist das Surface 2 mit 32 GB das günstigste der neuen Modelle. Die Variante mit doppelt so viel Speicher kostet 529 Euro. Richtig teuer werden allerdings die Pro-Modelle. Ein Surface Pro 2 mit 4 GB RAM und 64 GB Massenspeicher steht mit 879 Euro in der Preisliste, das Topmodell mit 8 GB und 512 GB wird mit 1779 Euro angegeben.

Zusätzlich zu den neuen Modellen soll das alte Surface RT als Einstiegsmodell im Programm bleiben. Für die neuen Modelle gibt der Hersteller an, dass sie ab dem 22. Oktober sowohl in Microsofts Onlineshop als auch im Handel verfügbar sein werden.

mak
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.