Bilderrahmen-Lautsprecher von Ikea Ist das Kunst oder wird das laut?

Ikea erweitert sein Angebot um einen Lautsprecher, der wie ein Bilderrahmen aussieht – oder umkehrt. Die Technik dazu liefert eine bekannte Audiofirma, die Bilder der Möbelkonzern selbst.
Klingt hoffentlich besser, als es aussieht: Das Bild mit dem Kabel ist eigentlich ein Lautsprecher

Klingt hoffentlich besser, als es aussieht: Das Bild mit dem Kabel ist eigentlich ein Lautsprecher

Foto: Ikea

Man könnte meinen, die Designer von Ikea mögen keine Lautsprecher. Jedenfalls mögen sie nicht, wie Lautsprecher normalerweise aussehen. Dabei haben sich die Schweden sogar mit Sonos zusammengetan, Pionieren der Audioindustrie, die als erste Lautsprecher gebaut haben – und bis heute bauen, die nicht mehr als ein Stromkabel brauchen (wenn überhaupt), sich ansonsten per WLAN miteinander vernetzen.

Doch nachdem die ersten vernetzten Lautsprecher, die Ikea zusammen mit Sonos entwickelt hat, noch versuchten, sich als Tischlampen und Buchstützen zu tarnen, geht die schwedisch-amerikanische Sounddesign-Kooperative nun den nächsten Schritt: Das neue Modell, das die beiden Firmen miteinander entwickelt haben, heißt Symfonisk Rahmen und ist auch einer, also ein Bilderrahmen.

Der Symfonisk Rahmen in einem typischen Ikea-Umfeld

Der Symfonisk Rahmen in einem typischen Ikea-Umfeld

Foto: Ikea

Zumindest wirkt das auf den ersten Blick so. Denn tatsächlich ist der Rahmen des Symfonisk Rahmen sechs Zentimeter tief, sodass man in dem dadurch entstehenden Raum überschüssiges Stromkabel verbergen kann.

Der Platz wird aber eigentlich konstruktionsbedingt gebraucht, denn Ikea setzt hier nicht etwa auf hypermoderne Technik, die womöglich das Bild selbst zum Lautsprecher machen könnte. Stattdessen stecken im Symfonisk Rahmen zwei ganz normale Lautsprecher, ein Mitteltieftöner und ein Hochtöner, die hinter einer leinwandartigen Front verborgen sind. Und auch das Netzteil scheint im tiefen Gehäuse des Symfonisk Rahmen untergebracht worden zu sein. Zumindest hieß es in Ikeas Präsentation, dass sich ein zweiter Rahmen direkt an den ersten anschließen lässt.

Und mehr als ein Stromkabel brauchen die neuen Lautsprecher nicht, weil sie, wie alle Sonos-Lautsprecher, per WLAN miteinander kommunizieren. Ohnehin wird der technische Teil der Ikea-Lautsprecher von dem US-Unternehmen beigesteuert. Deshalb werden sie auch dieselben Möglichkeiten bieten wie andere Sonos- und Ikea-Lautsprecher. Man wird also zwei Symfonisk Rahmen zu einem Stereopaar verknüpfen oder mit anderen Ikea- und Sonos-Lautsprechern als Multiroom-System nutzen können, in dem alle Lautsprecher dieselbe Musik spielen.

Als Begründung, weshalb man sich entschieden habe, einen vernetzen Lautsprecher im Look eines Bilderrahmens zu entwickeln, erklärt Ikea-Entwickler Stjepan Begic, viele Menschen sträubten sich, Lautsprecher in ihrem Zuhause aufzustellen. Mit den Symfonisk Rahmen habe man nun die Möglichkeit, Lautsprecher aufzubauen, ohne dass sie als solche auffielen. Dabei muss man sie nicht notwendigerweise an die Wand hängen, sondern kann sie auch auf dem Boden oder einem Sideboard stehend an die Wand lehnen.

Der Rahmen kann auch stehen

Der Rahmen kann auch stehen

Foto: PER LIEDBERG / Ikea

Was hingegen nicht möglich sein wird: eigene Bilder oder solche, die man anderswo gekauft hat, auf die Ikea-Lautsprecher aufzustecken. Stattdessen wird man die entsprechenden Fronten von Ikea kaufen müssen. Zum Start will Ikea zwölf unterschiedliche Motive zum Preis von je 30 Euro anbieten. Zehn davon wird es ausschließlich online geben. Den Preis für die Symfonisk Rahmen selbst, bespannt mit einem grafischen Motiv, gibt Ikea mit 179 Euro an. Der Verkauf soll am 15. Juli beginnen.

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