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Toughpad FZ-A1: Panasonics taffes Tablet

Foto: Panasonic

Tablet extrem Panasonic stellt Gelände-Tablet vor

Steinschlag und Spritzwasser sind kein Problem, Stürze aus einem Meter Höhe ebenso wenig: Panasonic stellt ein sogenanntes Toughpad vor. Das Extrem-Tablet kann einem Video zufolge mehr aushalten kann als jedes iPad. Das Versprechen dürfte vielen gefallen - der Preis des Toughpads allerdings kaum.

Wenn das iPad Pop ist, ist Panasonics Toughpad Heavy Metal. Das muss so sein, denn bei seinen Mobilrechnern hat sich der japanische Elektronikkonzern einer harten Gangart verschrieben. Nicht umsonst heißen die Mobilrechner des Unternehmens Toughbooks. Das englische Adjektiv "tough" steht dabei dafür, dass die Notebooks hart im Nehmen, besonders widerstands- und strapazierfähig sind. Und genau das soll jetzt auch für das erste Panasonic-Tablet gelten.

Was das bedeuten soll, zeigt der Hersteller in einem Werbevideo . Darin ist zu sehen, wie der Tablet-Rechner mit Wasser besprüht, mit Steinchen beschossen, von Gasbrennern angefackelt und in einer Art Wäschetrockner durchgerüttelt wird. Eine tiefe Männerstimme erklärt dazu, dass FZ-A1 genannte Tablet sei furchtlos, stelle sich jeder Gefahr. Und so wird das Gerät dargestellt wie ein heldenhafter Kämpfer, dem nichts etwas anhaben kann.

Was das konkret bedeutet, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. In der heißt es, das Tablet sei nach militärischen Standards gegen Wasser und Staub geschützt, würde Stürze aus mehr als einem Meter Höhe schadlos überstehen und sei außerdem für den Gebrauch bei extremen Temperaturen geeignet.

Ein als Sicherheits-CPU bezeichneter Prozessor soll dem Hauptprozessor sicherheitsrelevante Aufgaben wie die Software- und Datenverschlüsselung, die Verwaltung sicherer Datenverbindungen und einiges mehr abnehmen.

Honeycomb statt Ice Cream Sandwich

Vor allem aber verspricht Panasonic zwei Eigenschaften, von denen viele Tablet-User nur träumen können. Die eine ist ein Akku, der Energie für zehn Stunden Arbeit liefern soll. Die andere ist ein Bildschirm, für den der Hersteller auch bei prallem Sonnenlicht noch gute Ablesbarkeit verspricht. Eine Eigenschaft, die man sonst bei kaum einem Flachrechner finden wird.

Die übrigen technischen Daten dagegen sind Durchschnitt für Android-Tablets. Denn Android dient dem FZ-A1 als Betriebssystem. Allerdings soll es mit der jetzt aktuellen Version 3.2, Codename Honeycomb, ausgeliefert werden, wenn es Anfang 2012 in den Handel kommt. Ob es ein Update auf die jüngst vorgestellte Version 4.0, Codename Ice Cream Sandwich, geben wird, lässt Panasonic offen.

Sicher ist dagegen, dass es mit einem 1,2-GHz-Dualcore-Prozessor, einem Gigabyte Arbeitsspeicher und 16 Gigabyte Festspeicher ausgerüstet wird, der per SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweiterbar ist. Zwei Digitalkameras (5 Megapixel hinten und 2 Megapixel vorne) sind ebenso eingebaut wie ein 3G-Mobilfunkmodul, ein W-Lan- und ein Bluetooth-Modul. Der Bildschirm misst 10,1 Zoll, bietet eine Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten. Mit einem Gewicht von 970 Gramm ist das Tablet trotz seiner harten Armierung und vieler Abdichtungsmaßnahmen noch tragbar.

Wer soll das kaufen?

Für den Preis gilt das allerdings nicht. Inklusive 3G-Modul liege der geschätzte Straßenpreis bei 999 Euro, ohne 3G-Modul bei 850 Euro, teilte der Hersteller mit. Damit ist das Toughpad rund 400 Euro teurer als ein entsprechend ausgestattetes iPad 2 von Apple. Es dürfte kaum Privatanwender geben, die sich angesichts dieser Preisdifferenz für Panasonics Angebot erwärmen können.

Aber die will der Konzern auch gar nicht erreichen. Die Toughpads seien "für den professionellen Einsatz entwickelt", heißt es in einer Pressemitteilung. Gedacht sei das Tablet etwa für Außendienstmitarbeiter, die in schwierigen Umgebungen wie an Flughäfen arbeiten und einen Mobilrechner benötigen, der auch mal runterfallen und nass werden kann. Wie groß diese Zielgruppe und wie groß das Interesse an einem 999-Euro-Tablet innerhalb dieser Zielgruppe ist, bleibt abzuwarten.

mak
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