Tipps für WLAN-Verstärker Endlich Schluss mit dem Oh-weh-LAN!

Wer kennt es nicht: Man will im Dachgeschoss arbeiten oder im Bastelkeller mal eben ein YouTube-Tutorial schauen - aber die WLAN-Reichweite ist leider nicht ausreichend. Hier sind drei Lösungen für schwächelndes Internet.

Getty Images/iStockphoto

Von Andreas Brohme


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Beim Basteln im Keller die Tipps von SPON-Heimwerker Benjamin Schulz lesen? Beim Umsetzen von Beerensträuchern mal eben ein YouTube-Tutorial ansehen? Oder einfach beim Arbeiten im Obergeschoss-Home-Office? Zu Hause benötigt man heute überall gute Internetverbindung, aber allzu oft fragt man sich auch: Wo ist dieses Internet, wenn man es mal braucht!?

Wenn man mal ins Netz kommt, ist es voll von guten, aber nicht immer praktikablen Ratschlägen zur Reichweitenoptimierung. Den Router zentral in der Wohnung aufstellen? Das hätte in meinem Fall das Verlegen von etlichen Metern Kabel bedeutet. Reichweite auf maximal einstellen? Das ist manchem zu viel Elektrosmog.

Zum Autor
  • privat
    "Seit das mit dem Internet losging", also irgendwann Mitte der Neunziger, ist der Hamburger Andreas Brohme für verschiedene Zeitschriften als Korrespondent in Digitalien unterwegs. Es ist eine Hassliebe: Er kann stundenlang über die Vorzüge der digitalen Fotografie und Musikproduktion schwärmen und bezeichnet sich selbst als Youtube-Junkie, zeigt den anderen sozialen Medien aber die kalte Schulter. Als analogen Gegenpol zum binären Berufsalltag beschäftigt sich Brohme mit dem Schrauben, Schmirgeln und Löten an alten Gitarren, Koch- und Brau-Experimenten und dem Sammeln von Badesee-Geheimtipps in Norddeutschland.

Für meine spezielle Wohnsituation (Altbau mit Router im Wohnzimmer, Küche zehn Meter entfernt, Arbeitszimmer unterm Dach) habe ich daher mehrere Hardwarelösungen ausprobiert. Die drei, die mir am besten gefielen, stelle ich hier vor. Allerdings kann man nicht alles haben: Die 300 Meter entfernte Kleingarten-Parzelle konnte keines der Geräte mit WLAN abdecken.

Für alle, die eine FRITZ!Box betreiben: AVM FRITZ!Repeater 3000

Ein Repeater ist nicht, wie manchmal geschrieben wird, ein Signalverstärker, sondern ein Signal-"Wiederholer". Er verbindet sich mit dem WLAN des Routers und baut ein eigenes auf (mit dem gleichen Netzwerknamen). Er wird am besten dort positioniert, wo das vom Router kommende Funksignal noch stark genug ist - denn wo nichts mehr ist, kann er nichts mehr weiterleiten. Eine Faustregel besagt, dass er auf halbem Wege zwischen Router und dem am weitesten entfernten Endgerät stehen sollte.

Für alle Nutzer, die einen Router vom Hersteller AVM haben (angeblich hat das deutsche Unternehmen einen Marktanteil von weit über 50 Prozent), gibt es unterschiedliche Modelle, die mit den Routern sehr gut zusammenarbeiten. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Bandbreite, die sie anbieten. Das Topmodell FRITZ!Repeater 3000 funkt auf drei Frequenzbändern mit bis zu 3000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s, Herstellerangabe). Nachgemessen habe ich das nicht, aber für zwei gleichzeitige Netflix-Streams in HD hat es bei mir locker gereicht.

Der 3000er hat nicht die Steckernetzteil-Form der anderen AVM-Modelle, sondern ist deutlich größer. Der Vorteil daran ist, dass er freier positioniert werden kann, was in manchen Situationen die Sendeleistung noch verbessern kann. Eine praktische Spielerei fand ich, dass sich der beste Aufstellort per App finden lässt.

Lohnt sich für: Alle, die eine FRITZ!Box nutzen.

Installationsaufwand: Aufstellen, mit Strom versorgen, kurz warten, "Connect"-Taste drücken, am Router den WPS-Knopf drücken, kurz warten. Hat jemand auf die Stoppuhr geschaut?

Preisabfragezeitpunkt:
21.08.2019, 13:34 Uhr
Ohne Gewähr

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AVM FRITZ!Repeater 3000 (drei Funkeinheiten: 5 GHz (bis zu 1.733 MBit/s), 5 GHz (bis zu 866 MBit/s), 2,4 GHz (bis zu 400 MBit/s), 2x Gigabit-LAN, deutschsprachige Version)
Hersteller:
AVM
Preis:
EUR 120,00

Völlig ausreichend für Office-Anwendungen: Netgear EX6120 WLAN Repeater Dual Band AC1200

Günstiger, kompakter, nicht so viel Leistung: Der kleine Netgear-Repeater hat eine Zeitlang mein Dachbodenbüro völlig ausreichend mit WLAN versorgt. Für E-Mail, Browsen, gelegentliche YouTube-Videos braucht es nicht mehr. Der Repeater - Netgear bewirbt ihn als "weltweit kleinster AC1200-Steckdosen-Extender" - wird einfach in eine Netzsteckdose gesteckt und hat zwei Antennen, die sich drehen lassen, um die Sendeleistung zu optimieren. Und wie die meisten teureren Geräte hat auch er eine Zeitsteuerung, die sich über eine App konfigurieren lässt.

Lohnt sich für: Nutzer, die keine enorme Bandbreite brauchen.

Installationsaufwand: wenige Minuten.

Preisabfragezeitpunkt:
21.08.2019, 13:35 Uhr
Ohne Gewähr

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Netgear EX6120 WLAN Repeater Dual Band AC1200 (WiFi-Signal-Verstärker & Booster, Abdeckung von 2 bis 3 Räumen & 20 Geräten, Geschwindigkeit bis zu 1200 MBit/s, EX6120-100PES)
Hersteller:
Netgear
Preis:
EUR 42,10

Mesh-WLAN im einfach zu bedienenden Set: Devolo Magic 2 WiFi

Bei manchen dicken Betonwänden ist selbst ein Repeater machtlos. Dann hilft Powerline, eine Technologie, die das Netzwerk nicht durch die Luft, sondern über die Stromleitung leitet. Man verbindet den Router per LAN-Kabel mit einem dieser Powerline-Adapter, steckt diesen in eine Steckdose und dieser sendet dann alle Daten zu weiteren Adaptern, die irgendwo in der Wohnung in einer anderen Steckdose stecken können (sie müssen allerdings im selben Stromkreis hängen). Dort kommt man dann per Kabel oder WLAN ins Netz.

Beim neuen Devolo-Set Magic 2 ist die Installation noch simpler geworden, als sie bei den älteren Devolo dLan-Produkten war: Adapter einstecken, warten, bis die Kontrollleuchten aufhören zu blinken, fertig. Optional bietet das Magic die Möglichkeit, ein "Mesh-WLAN" aufzubauen: Endgeräte verbinden sich dann immer automatisch mit dem WLAN-Adapter, der gerade die beste Leistung bieten kann. Das hat bei mir optimal funktioniert. Das Powerline-Set hat für mich noch einen weiteren entscheidenden Vorteil: Der unansehnliche Drucker konnte in eine Kammer wandern, wo er jetzt per LAN-Kabel an einem der Devolo-Adapter hängt. Die Adapter haben nämlich zusätzlich je zwei Ethernet-Dosen. Für das Verschandeln des Wohnzimmers ist nunmehr der Router allein zuständig.

Lohnt sich für: ungünstige Funkbedingungen, zum Beispiel durch Betonwände. Nutzer, die eine wirklich einfache Installation und Flexibilität haben wollen.

Installationsaufwand: circa 15 Minuten. Wer Mesh aktiviert, braucht ein paar Minuten mehr.

Preisabfragezeitpunkt:
21.08.2019, 13:37 Uhr
Ohne Gewähr

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devolo Magic 2 WiFi: Weltweit schnellstes Powerline-Multiroomkit für zuverlässiges WLAN ac einfach via Stromleitung im ganzen Haus, smarte Mesh-Vernetzung, innovative G.hn-Technologie, Gastnetzwerk
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devolo AG
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EUR 299,90
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insgesamt 30 Beiträge
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Seite 1
exHotelmanager 25.08.2019
1. Fritz Repeater 3000
ist in der Tat die Lösung der meisten Probleme. Auch mit anderen Routern ist er ein ideales Upgrade, weil man ihn frei positionieren kann und auch per GigabitLAN-Kabel an jeden vorhandenen Router anschließen kann. Das WLAN des älteren Routers schaltet man dann besser ab.
Wolfno 25.08.2019
2.
Wer es stabil und Zukunftsorientiert haben will zieht lLAN Kabel und baut ein kleines Netzwerk auf mit Switch und accespoints. Kostet etwas mehr aber bietet nicht nur mehr Stabilität aber auch eine einfache aufrüstung für ein schnelleres Netz in der Zukunft. Mit 300 bis 500 EUR hat man hier ein professionelles Netz
teloudis 25.08.2019
3. Hatte Probleme
mit allen möglichen Repeater. Die Programmierung klappte nicht, und danach zeitweise haben sich ausgelockt. Das einzige was 100% funktioniert ist eine Netzwerkleitung. Und man hat an jedem Stockwerk die gleiche Schnelligkeit.
Speedwing 25.08.2019
4. Powerline ist auch
nicht der Weisheit letzter Schluss. Altbau, alter Elektrik, klassische Nullung, verdrehte Phasen und schon geht die Geschwindigkeit runter. Störung auf der Leitung durch andere Geräte mit induktiver Last und schon geht's bergab. LAN ist zwar arbeitsaufwändiger aber immer noch das Beste!
loesje 25.08.2019
5. Warum wird nicht auch ein Link
zu einem Preisvergleicher wie Idealo unter dem Link von Amazon platziert? Das wäre all denen gegenüber fair, die nicht gleich den ersten besten Händler nehmen wollen! Nichts gegen Amazon und seine unschlagbaren Vorzüge, aber Wettbewerb sieht anders aus!
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