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Alan Wake: Für Thrillerfreunde und Leser

Angespielt Alan Wake

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Bright Falls rüstet sich für das alljährliche "Deerfest". Der kleine Ort im Nordwesten der USA erwartet viele Besucher. Zwei davon sind allerdings nicht wegen der Feier da, sie wollen einfach nur Urlaub machen in der herbstlichen Idylle. Der Schriftsteller Alan Wake und seine Frau Alice. Was sie nicht ahnen: Der Urlaub wird zum Albtraum werden.

Ungefähr so könnte der Klappentext zu "Alan Wake" lauten. Und "Alan Wake" hält sich auch daran: Klischees werden bedient, Grusel erzeugt und nach einigen Stunden Spiel wird man den Controller zufrieden zur Seite legen, denn man hat ein Spiel hinter sich gebracht, in dem man Schockmomente erlebt, sich unglaublich gruseln und sich nicht zuletzt über eine großartige Grafik freuen kann. "Alan Wake" wäre dann ein sehr gutes, aber kein außergewöhnliches Spiel.

Ein außergewöhnliches Spiel aber ist es. Nicht wegen seiner Geschichte, sondern der Art, wie diese erzählt wird. Wie Fernsehen, Radio und Text im Spiel die Geschichte begleiten und erweitern, wie verschiedene Realitätsebenen miteinander verwoben werden, wie man irgendwann einfach nicht mehr weiß, was wahr und was falsch ist.

Zudem spielt "Alan Wake" mit popkultureller Geschichte. Nimmt Elemente von "Lost", von "Twin Peaks", "Akte X". Zitiert Stephen King, Paul Auster und Brett Easton Ellis, erinnert sich an Spieleklassiker wie "Alone in the Dark" oder "Resident Evil" und greift immer wieder auf seine Herkunft in dem finnischen Spielestudio Remedy zurück. Das hat vorher zwei düstere Shooter Noir mit dem Helden Max Payne gemacht. Und der darf auch immer wieder in Anspielungen vorkommen.

"Alan Wake" ist ein großartig aussehendes Spiel, das sich postmodern plündernd in der Entertainmentgeschichte umschaut, und dann mit einem selbstironischen Grinsen unglaublich gruselig werden kann. Ein Werk, das man wahrscheinlich zehnmal spielen muss, um es wirklich zu verstehen. Toll!

"Alan Wake" von Microsoft für Xbox 360, ca. 50 Euro; USK: Ab 16 Jahren

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