Angespielt Bioshock 2


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"Bioshock 2" hat nur ein einziges Problem: Seinen Vorgänger. Denn eigentlich ist "Bioshock 2" ein unglaubliches Spiel: Es hat ein intelligentes Spielsystem, ein Ego-Shooter-Spielprinzip, das durch kleine taktische Feinheiten sehr vielseitig wird. Es spielt in einer zerfallenden Unterwasserstadt, die in Art Deco gehalten ist und setzt sich in seiner Handlung mit gesellschaftlichen Fragen zwischen absoluter Freiheit und Unterordnung im Kollektivismus auseinander. Das wäre absolut begeisternd, wenn da nicht der erste Teil wäre. Denn da hat man das meiste schon einmal gesehen: Die alptraumhaften Innenräume, die riesigen Genmonster namens Big Daddy - so einen übernimmt man jetzt übrigens - und seine innige Beziehung zu einem kleinen Mädchen. Mit diesen Mitteln erzählt das Spiel eine Dystopie, die immer wieder berührt und nachdenklich macht. Was also ist genau das Problem? Wenn man den ersten Teil bereits gespielt hat, sitzt man nicht mehr mit offenem Mund vor dem Bildschirm und staunt über das, was in diesem Spiel passiert. Man wartet vergeblich auf die Momente, die einem der Vorgänger beschert hat, nimmt die Welt als gegeben hin. Und hat noch mehr Zeit, gerührt zu sein und nachzudenken über ein Spiel, das seinesgleichen sucht - und im ersten Teil bereits gefunden hat.

"Bioshock 2" von 2K Games, für Xbox 360, Playstation 3 und PC, ca. 45 Euro; USK: Ab 18 Jahren

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