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06. Oktober 2010, 09:20 Uhr

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Mafia II

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Knarren, alte Autos, zwielichtige Gestalten - vor acht Jahren erschien ein Spiel, das schnell Kultstatus erreichte: "Mafia". Mit einer überzeugenden Geschichte und einer für die damalige Zeit umwerfenden Grafik wird das Spiel zu einer Referenz. Immer dann, wenn es um die Frage geht, wie Spiele am besten Geschichten erzählen, wie sie Atmosphäre schaffen, wird "Mafia" erwähnt. Kein Wunder, dass an den zweiten Teil große Erwartungen geknüpft werden. Die kann das in Tschechien entwickelte Spiel nur teilweise erfüllen. Was aber vor allem daran liegt, das diese Erwartungen kein Spiel erfüllen könnte. "Mafia II" ist kein Heilsbringer, kein Spiel, das die Latte für künftige Produktionen höher legt. Aber es ist trotzdem ein sehr gutes Spiel.

Es ist ein Spiel, das wie der Vorgänger eine gute, in den 1940er Jahren angesiedelte Mafia-Geschichte erzählt. Den Traum vom Reichtum, vom leichten Leben nachzeichnet, den Weg vom Kriegsveteranen zum Mafia-Gesellen überzeugend darstellt. Ein Spiel, das eine lebendig wirkende Stadt als Spielfeld zur Verfügung stellt, und eine stringente, aber nicht klischeefreie Geschichte erzählt und somit vor allem eins ist: Ein würdiger Nachfolger des ersten Teils, der einen lange beschäftigen wird.

Für Nachwuchspaten und andere Mafiosi.

"Mafia II" von 2K Games, für Xbox 360, Playstation 3 und PC, ca. 50 Euro; USK: ab 18 Jahren

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