Angespielt Shadows of the Damned


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Eigentlich ist "Shadows of the Damned" ein einziger Witz: Optisch und inhaltlich eine Mischung aus Roberto Rodriguez-Filmen, SM-Ästhetik und Splatter, spielerisch eine Kopie der letzten "Resident Evil"-Teile. Beides ist kein Wunder, denn mit dem "No More Heroes"-Entwickler Goichi Suda und "Resident Evil"-Vater Shinji Mikami sind zwei der eigenwilligsten japanischen Spieleentwickler für das Spiel verantwortlich.

Sie bringen einen Lederjacke tragenden Dämonenjäger namens Garcia Hotspur in eine Höllenwelt, in der er nach seiner entführten Freundin suchen muss. Sie setzen den Spieler einer gewaltigen Bilderwelt aus, die verwirrend, bunt und sexuell aufgeladen ist.

Man staunt über die bizarren Ideen, die immer wieder den Eindruck erwecken, dass sie zum Selbstzweck da sind und keine zusammenhängende Erzählung bieten sollen. "Shadows of the Damned" ist ein Bilderrausch, ein Bikerfilm im Videospielmantel, ein Werk, von dem man nicht weiß, ob es provozieren oder amüsieren will, das aber trotzdem sehr viel Spaß machen kann. Es ist ein einziger Witz, man weiß nur nicht, auf wessen Kosten er gemacht wird.

"Shadows of the Damned" von Electronic Arts, für Xbox 360 und Playstation 3, ca. 55 Euro; USK: Ab 18 Jahren

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