Angespielt Singularity


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Kalter Krieg, böse Russen, gute Amerikaner, Massenvernichtungswaffen, geheime Forschungsstation auf einsamer Insel: Der Ego-Shooter "Singularity" bedient sich freudig im Fundus der Verschwörungstheorien - und zudem bei der letzten Generation von Ego-Shootern. Da sind die Audio-Dateien von "Bioshock", die Gravitationswaffen von "Half Life 2" oder die Zeitreisewaffen von "Timeshift". Alles also gute Zutaten für ein Spiel, das zwar keine Maßstäbe setzen, aber gut unterhalten will.

Das aber klappt trotzdem nicht. Denn zu keiner Minute wirkt "Singularity" wie ein Spiel, das eine eigene Idee hat und diese auch zeigen möchte. Es wirkt wie eine Mischung der genannten Spiele, weil diese - bis auf "Timeshift" - erfolgreich waren, nicht weil sie innovativ waren. Die Entwickler, so scheint es, haben nicht verstanden, was an den Vorbildern gut war, setzen deren Ideen aber im Übermaß ein.

Und so stolpert man über die Insel, pendelt zwischen verschiedenen Zeitebenen, schießt auf Monster und russische Soldaten, liest nichtssagende Notizen und lässt irgendwann die herumstehenden Bandgeräte einfach stehen, hört sich nicht noch mehr langweilige Durchsagen an und beendet es bei einem der vielen unlogischen Rätsel.

"Singularity" von Activision, für PC, Playstation 3 und Xbox 360, ab 50 Euro; USK: Ab 18 Jahren

Für genügsame Ego-Shooter-Freunde

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