"Animal Crossing: New Horizons" Eine virtuelle Insel der Glückseligkeit

Das Spiel "Animal Crossing: New Horizons" soll eine erholsame Abwechslung zum Alltag sein. Wie lebt es sich in einer Welt, die man formt, wie sie einem gefällt?
Einfach nur wohlfühlen, auf einer Trauminsel zum Selberbauen

Einfach nur wohlfühlen, auf einer Trauminsel zum Selberbauen

Foto: Nintendo

Wenn am 20. März das Spiel "Animal Crossing: New Horizons" für die Nintendo Switch erscheint, soll es den Wunsch nach einer Flucht aus dem derzeit für manche besonders grauen Alltag erfüllen, kurze Momente des Aufatmens geben. Die Simulation ist die Fortsetzung einer Spielreihe, deren bislang letzter Teil, "Animal Crossing: New Leaf", vor sieben Jahren für den Nintendo 3DS erschien.

Der Anfang ist leicht gemacht: Man erstellt sich einen Charakter, sucht sich als neue Heimat eine von vier zur Wahl stehenden Inseln aus, vor der man mit einem kleinen Flugzeug im Wasser landet. Dort angekommen schlägt man erstmal ein Zelt auf und arbeitet dann daran, dass aus dem Zelt ein Haus, ein Zuhause, wird.

Die Erde umformen

Seit jeher ist "Animal Crossing" eine ruhige, meditative Spielreihe, die von den Spielern nicht viel mehr verlangt, als ein virtuelles Leben zu leben. In Welten, die von den Spielern geformt und von putzigen Tieren bevölkert werden.

"New Horizons" hat einige Neuerungen erfahren. Die Grafik wurde stark verbessert, lässt durch Details, wie sich im Wind wiegende Blumen, eine noch friedfertigere Atmosphäre aufkommen. Es gibt neue Möbel, neue Werkzeuge, neue Kleidung zu entdecken. Zudem wird in dem neuen Teil der Serie sogar die Erde selbst zu einem umformbaren Ort: Im Terraforming-Modus kann man Seen und Flüsse kreieren, Hügel erheben und Mauern bauen.

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Animal Crossing: Das Leben auf der Insel

Foto: Nintendo

"Animal Crossing: New Horizons" erlaubt es, im Virtuellen ein anderes Leben zu beginnen. Eines in einem Land voller Milch und Honig. Eines, in dem man selbst die Kontrolle darüber hat, was geschieht. In Zeiten des gefühlten Kontrollverlusts im Alltag wird die Insel samt ihrer freundlichen Bewohner zu einem kleinen Sehnsuchtsort.

Hier baut man sich ein Zuhause, lebt mild und leise ein Leben, das kaum Ansprüche an einen hat. Richtet sich in seiner Wohnung ein, pflanzt Blumen, fängt Fische, jätet Unkraut, hilft dabei, dass weitere Anwohner sich hier niederlassen, mit denen man sich dann unterhalten kann. "Animal Crossing: New Horizons" setzt die Spieler auf eine Insel, auf dass sie sie bebauen und erhalten.

Ein Spalt zur Realität

Doch lässt das Spiel dabei stets einen Spalt zur Realität offen. Denn hier spielt die Zeit, der Tag, die Jahreszeit eine Rolle. Am Abend geht langsam die Sonne unter, während sie auch bei uns verschwindet. Jetzt gerade sprießen die ersten Blumen auf der Insel, im Herbst werden sie wieder verblühen.

Je nach Tages- und Jahreszeit verhält sich diese virtuelle Natur auch anders zu den Spielern. Die Bewohner werden anders mit ihnen sprechen, ihnen andere Aufgaben geben, die Fauna wird anders aussehen. Die totale Verfügbarkeit, die viele andere Spiele so gerne bieten, hält "Animal Crossing: New Horizons" angenehm zurück. Und so kann es zu einer großen Freude werden, die Konsole am Abend auszustellen und sich auf den nächsten Tag zu freuen. Denn dann mag Eugen endlich auf der Insel angekommen sein, der illustre Museumsbetreiber, der sich hier niederlassen möchte, um mit uns die Insel zu erkunden.

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Nintendo

Nintendo Switch Animal Crossing: New Horizons

Plattform: Nintento Switch
USK: O Jahre
Ab 49,99 €

Preisabfragezeitpunkt

03.02.2023 02.44 Uhr

Keine Gewähr

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Etwas mehr Kraft

Die Freude auf den nächsten Tag, mag er in der Realität gerade eher fahl wirken, in "Animal Crossing: New Horizons" wird er zum kleinen Ereignis. Sollte die Insel aber doch mal zu eng werden, können die Spieler sich in ihr kleines Flugzeug setzen und abheben. So können sie online die Inseln von Freunden und Fremden besuchen. Die Kreativität Anderer bestaunen, vielleicht Inspiration finden. Und womöglich erinnern sie sich dann auch, dass sie zwar auf einer Insel sind - aber nicht einsam. Die Anderen, sie sind da draußen.

Mit dem Ausschalten der Konsole endet er wieder, der Eskapismus. Der Bildschirm erlischt und die bunten Farben sind eine Erinnerung - bis zum nächsten Mal. Aber vielleicht bringt dieses Ende etwas mehr Kraft, etwas mehr Mut, sich wieder der Realität zu stellen, den Einsatz fortzusetzen, den der Alltag einem abverlangt. Mit dem Wissen im Hinterkopf, dass auf einer virtuellen Insel ein freundlicheres Leben wartet.

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