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Assassin's Creed Unity - Dead Kings: Zerstörte Kathedrale, großes Spiel

Foto: Ubisoft

Assassin's Creed Unity: Dead Kings Kostenlose Erweiterung schlägt Hauptspiel

"Assassin's Creed - Unity" hatte eine Menge Programmierfehler, und es gab vielleicht ein bisschen zu viel zu tun. Die kostenlose Erweiterung "Dead Kings" macht vieles besser: Sie ist fokussierter, schlanker und angenehm düster.

Auf einmal ist der Himmel grau, braun, wolkenverhangen, die Stimmung gedrückt. Vom Jubel und dem Chaos im revolutionären Paris ist nichts mehr zu sehen. In Saint Denis herrscht Katerstimmung. Die Revolution ist vorbei, kaum etwas scheint besser geworden zu sein. Arno Dorian ist trotzdem hier. Ich steige mit ihm hinab. In eine Welt, die noch düsterer ist, in die Katakomben unter der Kathedrale von Saint Denis. Eine Öllampe wird mein neuer Helfer.

"Dead Kings", die toten Könige, so heißt die erste größere Erweiterung von "Assassin's Creed: Unity". Eigentlich sollte sie ein bezahlter Zusatzinhalt werden, da aber das Hauptspiel viele Fehler hatte und Entwickler Ubisoft enttäuschte Spieler besänftigen wollte, ist "Dead Kings" jetzt ein kostenloser Download für alle Besitzer von "Unity". Und lohnt sich nicht nur deshalb. Sondern auch, weil er viele spielerische Probleme des Hauptspiels umgeht, das Spiel straffer macht.

Erste Fehler von "Unity" behoben

In "Dead Kings" geht es darum, in den Katakomben unter Saint Denis einen Gegenstand zu suchen und von dort zu stehlen. Einen Gegenstand, nach dem nicht nur zahlreiche Straßenräuber suchen, sondern auch Napoleon selbst. Dafür zieht Arno ins Dunkel, nutzt eine Lampe, die Schriften sichtbar macht, ihm bei Rätseln die Lösung zeigt, also ein wenig "Tomb Raider"-Gefühl ins Spiel bringt. Das macht sie gar nicht mal so schlecht.

Das größte Problem von "Unity" waren nicht die Programmfehler. Die waren zwar lästig, aber selten so schlimm, wie sie gemacht wurden. Das Problem war die überfrachtete Spielwelt, die schon den Vorvorgänger "Assassin's Creed III" zu einem unübersichtlichen Monster gemacht hat. Beides sind Spiele, die anscheinend für jeden etwas bieten wollen, darüber aber vergessen, sich zu fokussieren, Spieler etwas an die Hand zu nehmen. War es schon bei "Assassin's Creed III" mit "Tyranny of King Washington" eine Downloaderweiterung, die das Spiel viel leichter zu verstehen machte, so ist das auch hier der Fall.

Die dunkle Seite der Revolution steht im Vordergrund

"Dead Kings" nimmt sich mit Saint Denis ein vergleichsweise kleines Spielfeld vor, setzt das aber genau wie das riesige Paris großartig in Szene. Die Außenareale, die während der Revolution zerstörte Kathedrale und geöffneten Königsgräber, die Katakomben: Alles Orte, die man gern lange erkunden möchte. Und dabei sein Spiel verfeinern, ohne sich durch viel Nebenaufgaben irritieren zu lassen.

Und so steigt Arno immer tiefer hinab, löst die Rätsel des mittelalterlichen Kirchenvaters Suger, trifft auf Mörder und Profiteure, aber auch auf einen kleinen Jungen, der ihm immer wieder die Ideale der Revolution eintrichtern möchte. Und so ist "Dead Kings" nicht nur eine gelungene Erweiterung eines großen Spieles, sondern erinnert immer wieder daran, dass im Namen der Revolution nicht nur Gutes erreicht wurde, sondern auch großes Unrecht geschah. Weshalb es auch auf einer recht düsteren Note endet.


"Assassin's Creed: Dead Kings" kostenloser Download für Besitzer von "Assassin's Creed: Unity"; USK: Ab 16 Jahren

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