"Dark Souls II" angespielt Erst sterben, dann zurück ans Lagerfeuer

Das düstere Spiel "Dark Souls II" hat viele Fans. Kein Wunder: Wer sich an dem Spiel festgebissen hat, kommt nicht mehr davon los. Auch wenn man von untoten Schweinen genervt wird und viele Tode sterben muss.

Bandai Namco

Zweimal bin ich schon gestorben. Ohne Feindberührung. Und das in den ersten fünf Minuten von "Dark Souls II". Einmal wollte ich herausfinden, ob ich ins Wasser springen kann. Das hat nicht geklappt, Untote können offensichtlich nicht schwimmen. Danach bin ich einen Schritt zu nah an den Abgrund getreten.

Im ersten Übungsabschnitt bin ich weitere viermal gestorben, inzwischen zähle ich nicht mehr mit. Ich gewöhne mich langsam daran, nach einem Tod an ein gemütliches Lagerfeuer zurückzukehren und darüber nachzudenken, was ich eigentlich falsch gemacht habe. Meist ist die Ursache sehr einfach zu erkennen, im Nachhinein.

Dann erkunde ich weiter die düstere Welt von "Dark Souls II". Ein Fantasy-Rollenspiel, dabei aber kein weiterer "Herr der Ringe"-Abklatsch, sondern dreckig, kaputt. Meine Spielfigur: ein Untoter mit grauem Gesicht und zerrupften Haaren. Er trägt keine glänzenden Rüstungen, sondern zerfetzte Lumpen, und er spricht nicht. Auch die anderen sprechen nur das Nötigste. Oftmals nicht einmal das, so dass ich mir die Geschichte zusammenreimen muss. Was nicht immer gelingt.

"Dark Souls II" ist der Nachfolger eines der meist gehassliebten Spiele der letzten Jahre. Und gerade deshalb mit einer großen Fanbasis gesegnet. Wer sich an dem Spiel festgebissen hat, kommt nicht mehr davon los. Ich fürchte, dass mir das auch so gehen könnte. Wenn ich viel Zeit hätte. Die muss man bei diesem Spiel mitbringen. Und Geduld.

Lohnt es sich, mich mit untoten Schweinen anzulegen?

Das "Game Over" spielt eine wichtige Rolle. Das Ausprobieren, Scheitern, Sterben, der Neubeginn. Es ist kein Fehler, sondern Teil des Spiels, in dem ich als Untoter durch ein düsteres Land streife. Die erste Aufgabe ist die Erkundung der Gegend. Und die Überlegung, ob es sich wirklich lohnt, sich mit untoten Schweinen anzulegen. Die Antwort lautet erst einmal: nein. Sie nerven und sind außerdem recht stark. Zurück ans Lagerfeuer.

"Dark Souls II" ist sperrig. Öffnet sich auf keinen Fall bei einem flüchtigen Blick. Die Landschaft ist düster und abweisend. Selbst eine Steilküste im Licht des Sonnenuntergangs wirkt nicht sehr viel einladender als die Gänge unter der Erde. Wer die Gegend erkundet, muss einen starken Willen mitbringen. Nichts lädt ein, nichts möchte, dass man verweilt. Und doch macht gerade das "Dark Souls II" interessant. Schon in den ersten Stunden möchte man diese morbide Landschaft erkunden. Sie scheint voller Geschichten zu stecken. Ich möchte sie ihr entlocken. Und sterbe doch erst einmal wieder.

Worum es eigentlich geht, wird nicht klar. Mysteriöse Andeutungen von den wenigen Personen, die noch in dieser Welt verblieben sind, helfen nicht weiter. Aber sie machen neugierig. Leuchtfeuer um Leuchtfeuer entzünde ich. Orte, an die ich zurückkomme, wenn ich gestorben bin.

Aber ich weiß doch etwas: Ich werde mich bald verabschieden aus diesem Spiel, werde es nicht zu Ende spielen. Und mir doch wünschen, mehr Zeit, mehr Ruhe und mehr Geduld zu haben, um es eines Tages tun zu können.


"Dark Souls II" von Namco Bandai, für Play Station 3 und Xbox 360, PC-Version erscheint Ende April, ca. 55 Euro; USK: ab 16 Jahren.



insgesamt 11 Beiträge
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sebastian.teichert 17.03.2014
1. Und mal wieder...
Ein nichts sagender und völlig unbedeutender Testbericht. SPON es gibt genug Profis. Ihr seid keine! Überlasst es doch einfach denen. ;)
Arkarius 17.03.2014
2. Ist doch nett ^^
Ist doch nett geschrieben, mal was anderes als das ewige 1.-5. Punkte abfahren und bewerten. Man kriegt einen Eindruck vom Spiel und vllt macht das ein paar Leute neugierig. Nur das nicht zuende spielen, das finde ich seltsam. :D
PublicTender 17.03.2014
3.
Zitat von sebastian.teichertEin nichts sagender und völlig unbedeutender Testbericht. SPON es gibt genug Profis. Ihr seid keine! Überlasst es doch einfach denen. ;)
So was nennt sich "Teaser". Ok, ist implizit cross-medial eher selten, zeigt aber guten Willen für die Zielgruppe. ;-)
archie4strings 17.03.2014
4. leider wahr...
sebastian.teichert hat leider voellig recht! Diese drei lustlos dahigeklatschten Absaetze haetten auch aus der Einleitung des Tests einer Spielezeitschrift kommen koennen. Bei Thief war es vor kurzem auch nicht besser... Ueberlasst das lieber den Profis, die meisten, zumindest die gelungenen Spiele, erschliessen sich nicht in einem kurzen Anspielen!
m.laga 17.03.2014
5. Ist doch ok
Ich weiß nicht was ihr alle habt. Ich glaube die haben sich nie als Profi ausgegeben. Ein Schreiber sollte einfach das Spiel an spielen und ein kleinen Beitrag dazu schreiben, das hat er gemacht. Er hat sein empfinden einfach rein geschrieben und bissi über das Spiel erzählt. Wem der Eindruck gefällt der kann sich ja noch weiter Informieren.
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