Smartphone-Spiel Fliegender Vogel macht seinen Entwickler reich

 Fliegender Vogel: Bitte krachen Sie nicht in die Röhre


Fliegender Vogel: Bitte krachen Sie nicht in die Röhre

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Einfach zu bedienen, saumäßig schwer: Mit dem Handy-Spiel "Flappy Bird" hat der vietnamesische Entwickler Dong Nguyen einen Überraschungshit gelandet - und das angeblich völlig ungeplant.

"Flappy Bird" ist frustrierend. Durch Antippen hält man einen Vogel in der Luft und muss ihn an Hindernissen vorbeisteuern. Dafür gibt es einen Punkt. Klappt das nicht, geht das kostenlose Spiel für iPhone und Android-Handys von vorne los. Zehn Punkte sind schon ziemlich gut. Meistens ist ein Spiel nach wenigen Sekunden vorbei. Wie das aussieht, wenn man sich da hineinsteigert, ist hier schön zu sehen.

Mehr als 50 Millionen Mal wurde das Spiel mit der liebevollen Klötzchengrafik bereits heruntergeladen. Geld verdient Nguyen mit Werbung, die im Spiel angezeigt wird. Derzeit seien das rund 50.000 Dollar am Tag, sagte der 29-Jährige "The Verge". Mittlerweile sind auch andere Spiele-Apps von ihm in den Charts des App-Stores auf den oberen Plätzen.

Bereits im Mai des vergangenen Jahres veröffentlichte Nguyen mit seiner Ein-Mann-Firma dotGears das Spiel. Richtig populär wurde es erst jetzt. Vielleicht hat es damit zu tun, dass viele Nutzer dermaßen frustriert von dem eigentlich einfachen Spiel sind, dass sie ihren Ärger in Rezensionen und Tweets stecken.

Alles Zufall, sagt zumindest der Entwickler selbst. Mit dem, was auf Twitter, Facebook und Instagram alles zu "Flappy Bird" veröffentlicht wird, habe er gar nichts zu tun. Seit vier Jahren entwickelt Nguyen Spiele. "TechCrunch" sagte er, dass "Flappy Bird" ihn zwei bis drei Tage Arbeit gekostet habe. Zum Teil habe er Grafiken, die an alte "Super Mario"-Spiele erinnern, wiederverwendet. Als nächstes plane er Updates für seine Mini-Spiele, vielleicht wolle er künftig sogar Mitarbeiter beschäftigen.

Bei zwei bis drei Millionen neuen Nutzern täglich, die "Flappy Bird" derzeit herunterladen sollen, dürften noch einige Werbeeinnahmen fließen.

"Flappy Bird", kostenlos für iOS und für Android



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7 Leserkommentare
n8f4ll 07.02.2014
Hübitusse 07.02.2014
cosmic303 07.02.2014
ChristophDobera 07.02.2014
ing-student 07.02.2014
DHH 07.02.2014
ChristophDobera 09.02.2014

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