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Mobiles Spiel: So sieht "Fortnite" auf dem Smartphone aus

Foto: Epic Games

"Fortnite" fürs Smartphone Royale Fingerakrobatik

Das Spiel "Fortnite" wurde erst über Umwege zum Erfolg. Nun bringen die Macher eine Mobilversion auf den Markt. Doch kann das komplexe Spiel auch auf einem kleinen Bildschirm funktionieren?

Das Spiel "Fortnite" begeistert Millionen von Spielern. Doch der Weg zum Erfolg war holprig. Nun wollen die Macher das Spiel, das von PC und Konsolen bekannt ist, auch auf mobilen Geräten anbieten: Es gibt jetzt eine iOS-Version , eine Version für Android soll im Sommer folgen.

Besitzer eines iPhones oder iPads können sich für die Testphase registrieren und bekommen von Epic Games einen Link zugeschickt, mit dem sie die App herunterladen können. Trotz des limitierten Zugangs schaffte es die mobile Variante bereits in zahlreichen Ländern an die Spitze der Download-Charts . Doch wer "Fortnite" mobil spielen möchte, muss mit einigen ärgerlichen Problemen rechnen - und Fingerspitzengefühl beweisen, wie unser Test zeigt.

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Mobiles Spiel: So sieht "Fortnite" auf dem Smartphone aus

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"Fortnite" interessierte anfangs kaum einen Spieler

Los ging es für "Fortnite" im Juli 2017, da erschien das Spiel für PC und Konsolen. Doch so richtig interessieren wollte sich zunächst kaum einer für das Spiel der polnischen Entwickler People Can Fly und Epic Games. In Teamarbeit müssen in dem Spiel Zombies besiegt werden. Aus gesammelten Ressourcen werden Festungen und Fallen gebaut, die dabei helfen sollen, die Apokalypse zu verhindern.

Dann aber schafften die Macher von "Fortnite" doch noch die Wende - und guckten sich den Erfolg einfach bei einem erfolgreichen Konkurrenten ab, "Player Unknown's Battlegrounds". Das begeisterte Ende 2017 Millionen Spieler. Das Prinzip ist simpel: 100 Spieler werden über einer Insel abgeworfen. Auf dem Boden angekommen, müssen sie möglichst schnell Waffen und Ausrüstung einsammeln. Wer am besten die Umgebung und die gefundenen Gegenstände einsetzt, überlebt bis zum Ende. Das Prinzip ist schnell verstanden, aber taktisch anspruchsvoll und spannend.

Erfolgreiche Kopie

Die Macher von "Fortnite" erweiterten ihr Spiel im September um den Modus "Battle Royale" und ahmten damit offensichtlich "Player Unknown's Battlegrounds" nach. Fast alles ist gleich: der Start, das Ziel, das Spielgeschehen.

Die Möglichkeit, Rohstoffe zu sammeln und eigene Konstruktionen zu bauen, stammt aber aus dem ursprünglichen Spiel. Während "Player Unknown's Battlegrounds" zudem auf eine realistische Optik setzt, erinnert "Fortnite" an einen bunten Comic. Damit spricht es ein jüngeres Publikum an. Eine größere Zielgruppe sicherten sich die Entwickler auch damit, dass sie ihr Spiel, anders als die Konkurrenz, kostenlos auf mehreren Plattformen veröffentlichten.

Während bei "Player Unknown's Battlegrounds" die Spielerzahlen kleiner werden,  soll "Fortnite" heute mehr als 40 Millionen Nutzer haben. Zwischenzeitlich sind laut Epic Games bis zu 3,4 Millionen Spieler gleichzeitig auf den Servern unterwegs.  Als der professionelle Videospieler Ninja auf der Plattform Twitch mit dem US-Rapper Drake "Fortnite" spielte, gab es einen neuen Zuschauerrekord. Mehr als 600.000 sahen gleichzeitig zu. 

Das iOS-Spiel ist kein Spaß für die Finger

Und die Umsetzung für die Mobilversion nun? Die Grafik auf dem iPhone-Display sieht überraschend gut aus, aber natürlich fehlen im Vergleich einige Details. Ein neuer "Blitzschnell-Modus" kürzt das sogenannte "Battle Royale" deutlich ab - es dürfte ein Zugeständnis ans Spielen unterwegs sein, wenn Nutzer nicht allzu viel Zeit haben.

Ein Ärgernis aber ist die Steuerung auf dem Touchscreen. Sie ist ziemlich ungenau. Die Finger müssen Maus oder Controller ersetzen und das wird insbesondere auf kleinen Bildschirmen zur Belastungsprobe. Mit der linken Hand wird die Geschwindigkeit und Richtung der Spielfigur gesteuert, die rechte übernimmt die Ausrichtung der Kamera.

Die Finger müssen allerdings noch einiges mehr auf dem Bildschirm erledigen. Der Waffentausch funktioniert nur gut, wenn gerade keine andere Aktion versucht wird. Springen, Ducken und der Wechsel in den Bau- und Ressourcenmodus verlangt ebenfalls einen einzelnen Fingertipp.

Präzise Bewegungen oder sicheres Zielen sind kompliziert und benötigen viel Geschick. Wenn Gegenspieler auftauchen, wird es schnell hektisch. Wer sich auf die Mobilversion von "Fortnite" einlässt, muss also mit einem Kompromiss leben: Denn die komplette Kontrolle über das Geschehen gibt es auf dem Smartphone oder Tablet nicht.