Maxi Gräff, 34, Communications Manager Xbox "Im letzten Jahrzehnt hat sich einiges getan"

Maxi Gräff
Maxi Graeff

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"Gamer sind männlich, spielen im Keller, machen wenig Sport und sind süchtig. Frauen zocken nicht - das war lange Zeit das gängige Bild. Wenn ich vor zehn Jahren erzählt habe, dass ich gerne zocke, war ich oft direkt 'Heiratsmaterial'. Sollte wohl ein Kompliment sein. Damals habe ich Medienmanagement studiert. Danach war ich Redakteurin bei der "Gamestar". Seit 2015 leite ich die Xbox-PR in Deutschland und Österreich.

Im letzten Jahrzehnt hat sich einiges getan. Es gibt viel mehr Frauen in der Industrie. An vielen Unis werden heute Gaming-Studiengänge angeboten, das öffnet Türen. Aber auch in den Firmen wird mehr für diverse Teams getan. Dazu gehört auch, dass Frauen vermittelt wird, dass sie ebenso willkommen sind wie Männer.

Vor zwei Jahren gab es eine Xbox-Entwicklerkonferenz, auf der Mädels in leichten Cheerleader-Outfits auftraten. Eine Journalistin vor Ort hat darüber getwittert - zum Glück. Denn so kam es zu einer Diskussion: Wollen wir das? Das hat etwas losgetreten. Intern wurde dann ausgemacht, dass unsere moralischen und ethischen Werte sowas ausschließen sollten. Dieses Bewusstsein in der Branche ist aber noch jung.

Mein Ziel ist es, dass meine Enkelin nicht wissen wird, was 'Women in Gaming'-Events sind. Heute sind die wichtig. Aber ich hoffe, dass solche Treffen irgendwann nur noch Geschichten sind, die Oma erzählt."

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