Fotostrecke

"Geoguessr": Mit diesem Gratis-Spiel reisen Sie um die Welt

Gratis-Spiel "Geoguessr" Das ist das Ende der Welt - aber welches?

Schauen, raten, klicken: Im kostenlosen Online-Spiel "Geoguessr" entdeckt man die Welt. Der Zufallsgenerator bringt die Reisenden an fünf Orte in Googles Panoramadienst Street View. Wer errät, wo das Foto aufgenommen wurde, wird belohnt.

Ein Pier ragt in das Meer hinaus, rechts erhebt sich eine Felswand der Steilküste, auf einem Schild steht: "Shellfish". Wo könnte das sein? Das ist die zentrale Frage beim kostenlosen Browser-Spiel "Geoguessr ", das Anton Wallén aus Schweden entwickelt hat.

Das Online-Spiel nutzt Googles Straßen- und Landschaftspanoramen. Per Zufallsgenerator landet man irgendwo auf der von Google fotografierten Welt, irgendwo in Afrika, Amerika, Europa, Asien oder Ozeanien. Dann klickt man sich durch die Landschaft, zoomt Schilder heran, streift hin und her, auf der Suche nach einem Hinweis auf den Ort. Wenn man nicht gerade das Glück hat, in einer Stadt mit vielen Schildern zu landen, ist es gar nicht so leicht, Kanada und Finnland auseinanderzuhalten. Einsame Straßen durch Nadelwälder sehen sich auf beiden Seiten des Atlantiks ähnlich.

Beim Foto vom Ende der Welt mit Pier und Shellfish gibt es nicht viel zu sehen: Offensichtlich spricht man Englisch in diesem Land, die Kennzeichen der Autos sieht man nicht, Busse mit Ortsnamen stehen nicht am Ufer und auf der Tafel ist auch kein Ortsname zu entziffern. Das einzige vor Ort geparkte Auto ist ein Kleinwagen - also handelt es sich wohl eher nicht um die USA. Das Meer ist grau, die Vegetation nicht gerade üppig - ich tippe auf Großbritannien, irgendwo an der Nordsee. Damit liege ich allerdings 18.188 Kilometer daneben: Das Landschaftspanorama hat ein Google-Auto in Neuseeland fotografiert.

Bolivien, Brasilien oder doch Botswana?

Für diese falsche Antwort (man klickt seinen Tipp einfach in eine kleine Google-Maps-Weltkarte) gibt es nur 24 Punkte. Je näher man am Aufnahmeort liegt, desto mehr Punkte gibt es. Nach fünf Aufnahmen ist eine Partie vorbei und man kann seinen Highscore in die Welt hinaus twittern, eine Rangliste der erfolgreichsten Spieler will Wallén in naher Zukunft nachliefern. Derzeit läuft das Spiel nur im Desktop-Browser gut, die Steuerung ist nicht auf die kleinen Bildschirme von Smartphones ausgelegt.

"Geoguessr" zeigt, wie schön die Welt ist. Bei jeder Partie ist mindestens ein Postkartenmotiv zu sehen. Man merkt aber auch, wie wenig man diese schöne Welt kennt. Die Grenzregion zwischen Bolivien und Brasilien sieht aus, wie ich mir Botswana vorgestellt habe, Inseln vor Südkorea wie Japan. Nach jeder Partie geoguessing will man an mindestens einen der per Zufallsgenerator entdeckten Orte reisen - und wenn es nur in Google Street View ist.

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.