Rückkehr von beliebtem Shooter Das ist das neue "Half-Life"

Wenige Spielereihen haben so eine Strahlkraft wie "Half-Life": Jetzt hat Hersteller Valve nach zwölf Jahren Pause wieder einen neuen Teil der Reihe vorgestellt. Zum Spielen braucht man ein VR-Headset.

Eine Welt voller Hindernisse: Szene aus dem ersten Trailer zum neuen "Half-Life"-Spiel
Valve Corporation

Eine Welt voller Hindernisse: Szene aus dem ersten Trailer zum neuen "Half-Life"-Spiel

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Die Spielefirma Valve hat erstmals seit zwölf Jahren wieder ein neues Spiel der Shooter-Reihe "Half-Life" präsentiert. "Half-Life: Alyx" ist allerdings kein gewöhnliches PC-Spiel: Es läuft ausschließlich auf Virtual-Reality-Brillen, die mit einem Gaming-Computer verbunden sind. Erscheinen soll es im März 2020, heißt es auf einer offiziellen Info-Seite.

Viele Fans freut Valves Ankündigung, weil die Egoperspektive von "Half-Life" in Kombination mit der virtuellen Realität (VR) ein neues, mutmaßlich viel intensiveres Spielerlebnis verspricht. Valve selbst schwärmt in seinem Werbetext: "Erleben Sie vollkommene Immersion bei Ihrer Interaktion mit der Umgebung, der Lösung von Puzzles, der Erkundung der Welt und realistischen Kämpfen."

Andere Fans dagegen, die keines der unterstützten VR-Headsets besitzen, sind wütend: Wollen sie das Spiel spielen, müssen sie mindestens mehrere Hundert Euro in ein VR-System investieren. "Half-Life: Alyx" ist auch nicht der von vielen Fans seit Jahren sehnlich erwartete dritte Teil der Reihe, sondern ein Spiel, dessen Handlung zwischen "Half-Life" und "Half-Life 2" angesiedelt ist. Der Begriff "Alyx" im Titel spielt auf die Figur Alyx Vance an, eine Widerstandsführerin. Sie wird der Spieler im neuen Spiel steuern.

Serienfans kennen Vance schon seit "Half-Life 2", wo sie auf Protagonist Gordon Freeman getroffen war. Von der neuen Hauptfigur, der laut Valve "einzigen Hoffnung für das Überleben der Menschheit" im Kampf gegen außerirdische Eroberer, sind in einem ersten Trailer zum Spiel nur die virtuellen Hände zu sehen.

Ein spannender Titel für den VR-Markt

Valves Fokus auf die virtuelle Realität überrascht kaum. Das Unternehmen hat ähnlich wie die Facebook-Tochter Oculus bereits eigene VR-Brillen auf dem Markt. Schon seit 2016 kann man die Brille Vive kaufen, die Valve zusammen mit HTC entwickelt hat.

Mit dem neuen "Half-Life" will Valve vermutlich aber vor allem den Verkauf eines neueren Headsets ankurbeln: Seit 2019 hat das Unternehmen aus Bellevue im US-Bundesstaat Washington auch die Valve Index im Angebot, eine Eigenproduktion.

Valve Index: Virtual Reality nach der Vision aus Bellevue
Valve Index

Valve Index: Virtual Reality nach der Vision aus Bellevue

Die Index zählt zu den hochwertigsten, aber auch teuersten VR-Systemen für Endverbraucher überhaupt. Für das Komplettpaket verlangt Valve derzeit 1080 Euro. Außerdem wird für den Betrieb des Headsets ein High-End-Spielecomputer benötigt. Wer das Edel-System besitzt, wird das neue "Half-Life"-Spiel kostenlos bekommen. Dasselbe gilt auch für Spieler, die lediglich die Index-Controller besitzen.

Funktionieren wird "Half-Life: Alyx" außer mit der Valve Index auch noch mit der HTC Vive, der Oculus Rift, der Oculus Quest (hierfür wird ein Link-Kabel benötigt, mit der sich die Brille mit einem PC verbinden lässt) sowie mit den sogenannten Windows-Mixed-Reality-Headsets verschiedener Hersteller. Für diese Systeme wird man das "Alyx" für rund 45 bis 50 Euro kaufen müssen.

Trotzdem hat ein neues "Half-Life" ganz sicher das Potenzial, Gaming in VR für deutlich mehr Spieler als bislang attraktiv zu machen. Spiele-Marken mit der Strahlkraft eines "Half-Life" gibt es in der Welt der VR erst wenige.

Teil eins gilt als Meilenstein

Valve, die Firma hinter der Reihe, ist sowohl Spielentwickler ("Portal", "Left 4 Dead", "Dota 2"), als auch Betreiber von Steam, der größten und wichtigsten PC-Spieleplattform der Welt. Über die Plattform, über die nun auch "Alyx" vertrieben wird, können Games verschiedenster Entwicklerstudios gekauft und gespielt werden.

Der erste Teil von "Half-Life" ist 1998 erschienen und gilt als Meilenstein des Shooter-Genres. Hier finden Sie einen 2017 erschienenen Retro-Test zum Spiel. Der Nachfolger "Half-Life 2" war 2004 auf den Markt gekommen und ließ sich nur mit einem Steam-Account spielen. Damals war das ein großer Aufreger, für Steam ebnete Valve mit der Kopplung aber den Weg zum Erfolg. Das bislang letzte "Half-Life"-Spiel war 2007 mit "Half-Life 2: Episode Two" erschienen.

Welche Spieldauer genau das neue "Half-Life: Alyx" bieten wird, ist noch unklar. Valve spricht aber von einem "Spiel in voller Länge": "Alyx" dürfte also mehr sein als nur ein kurzes VR-Erlebnis.

Angaben auf Steam zufolge lässt sich "Alyx" stehend, sitzend oder im sogenannten Roomscale-Modus spielen, in dem man sich auf einer festgelegten Fläche im Raum frei bewegen kann. Im Spiel selbst soll es verschiedene Fortbewegungsmöglichkeiten geben, vom Teleportieren durch die Spielwelt bis zur fortlaufenden Bewegung per Analog-Stick.



insgesamt 22 Beiträge
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Seite 1
moriar 22.11.2019
1. Dieses Spiel
kann VR wirklich pushen. Ein toller Zug von Valve Besitzer von Indexhardware das Spiel zu schenken und zudem es für alle HMDs zu öffnen. Und es wird einen Level-Editor geben. Btw. ein sehr guter Bericht über VR ohne Falschaussagen.
static_noise 22.11.2019
2.
Wichtig: Gegenwärtige Annahme ist, nicht nur VR ist nötig, sondern VR am PC! Nach aktuellem Informationsstand werden VR Systeme für Konsolen NICHT unterstützt.
loki_loker 22.11.2019
3.
"Zum Spielen braucht man ein VR-Headset." Und leider auch zwingend STEAM, was bei mir dazu geführt hat, auf HL2 zu verzichten. Nö, nix für mich ...
tm62 22.11.2019
4. Falsche Angabe im Text
Der Retro-Test erschien 2010, nicht 2017.
disklord 22.11.2019
5. Your loss
Zitat von loki_loker"Zum Spielen braucht man ein VR-Headset." Und leider auch zwingend STEAM, was bei mir dazu geführt hat, auf HL2 zu verzichten. Nö, nix für mich ...
Nur weil das Spiel exklusiv im Steam-store erhältlich sein wird, bedeutet es noch nicht, daß man auch Steam zum Spielen benötigt. Im Gegensatz zu anderen Diensten, die einem auch mal den Kampagnenfortschritt verweigern, wenn während des Spiels sich die DSL-Verbindung resettet hat und man eine neue IP zugeweisen bekam, liessen sich die mit Steam heruntergeladenen Spiele wunderbar auch spielen, wenn Steam nicht gleichzeitig lief (Mit wenigen Ausnahmen, wo die Steam-Kontakte zum Matchmaking benutzt werden). Dann wird einem auch praktischerweise die Entscheidung abgenommen, ob man seine Spielstände in die Steam-Cloud laden möchte. Also einfach mal abwarten, ob man im März das Spiel nicht einfach bei Steam herunterladen kann und danach auch offline/offsteam spielen kann. PS: Schön das sie anscheinend auch ohne Win10, o365, Origin, etc. auskommen.
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