Spannende Indieprojekte Zehn Games, die Spielefans 2021 im Blick haben sollten

Auch jenseits der Blockbuster entstehen Jahr für Jahr Tausende Videospiele – darunter etliche Perlen. Wir zeigen Projekte unabhängiger Entwickler, die noch nicht fertig sind, aber Vorfreude wecken.

»Curse of the Dead Gods«

»Curse of the Dead Gods«

»Curse of the Dead Gods«

Foto: PasstechGames

»Hades«, ein Action-»Rogue-like«, war 2020 eines der besten Spiele des Jahres: Mit »Curse of the Dead Gods« steht ein Herausforderer aber bereits in den Startlöchern. Auch hier durchquert man ein zufallsgeneriertes Labyrinth voller Monster, Schätze und Fallen und darf beim unweigerlichen Tod neu gestärkt ins Spiel starten. Statt des griechischen Pantheons steht die düstere Maya-Mythologie im Zentrum, hinzu kommen interessante neue Gameplay-Ideen wie Blutopfer und eine Beleuchtungsmechanik. »Curse of the Dead Gods« dürfte schon früh im Jahr in seiner finalen Version erscheinen. Wer nicht mehr warten will, kann sich auch schon jetzt mit der hervorragend spielbaren Early-Access-Version von den Qualitäten des Spiels überzeugen.

angekündigt für Playstation 4 und Xbox One, im Early Access für 17,99 Euro bereits für PC erhältlich 

»Stray«

»Stray«

»Stray«

Foto: BlueTwelveStudio

Als Katze durch eine futuristische, sehr nach Cyberpunk aussehende Megacity streifen: Der Trailer zu »Stray«  hat schon im Sommer die Herzen schmelzen lassen. Hinter dem Spiel steckt ein französisches Indieteam, das bislang kaum Details verraten hat. »Stray« inszeniert es als »Third-Person Cat Adventure« in einer Welt voller Roboter, in der man sich auf der Flucht befindet und Rätsel und Mysterien zu lösen versucht. Hin und wieder soll man die Bewohner dieser Welt auch so richtig ärgern können – immerhin ist man eine Katze.

angekündigt für PC und Playstation 5 

»Gunfire Reborn«

»Gunfire Reborn«

»Gunfire Reborn«

Foto: Duoyi Interactive

Eigentlich hätte dieser Multiplayer-Loot-Shooter eines Indiestudios aus Hongkong schon vergangenes Jahr final erscheinen sollen – noch aber lockt weiter nur eine Vorabversion. Als knuddeliges Cartoon-Tier schießt man sich in »Gunfire Reborn« allein oder mit bis zu drei Freunden aus der First-Person-Perspektive durch immer neu generierte Fantasy-Dungeons, sammelt Waffen und Upgrades und freut sich über Unmengen an Loot und Herausforderungen. Auf Steam hat das Spiel bereits fast 25.000 größtenteils euphorische Rezensionen eingesammelt.

»Death Trash«

»Death Trash«

Foto: CraftingLegends

Über fünf Jahre schraubt der deutsche Entwickler Stephan Hövelbrinks schon an seinem Pixel-Rollenspiel »Death Trash«, 2021 soll es nun losgehen – zunächst einmal nur mit Early Access, aber immerhin. Die postapokalyptische, liebevoll von Hand gestaltete offene Spielewelt »mit kosmischen Horrorwesen, die sich nach Menschlichkeit sehnen, aber auf schießwütige Punks treffen« soll vor allem Oldschool-Rollenspiel-Fans anlocken: Spieler etwa, die sich nach den detaillierten, bei aller Cartoonhaftigkeit auch düsteren ersten »Fallout«-Teilen sehnen.

angekündigt für PC, Early Access ab 2021 

»Endling«

»Endling«

»Endling«

Foto: Herobeat Studios

Noch eine Neuentwicklung mit tierischem Hauptdarsteller, doch diesmal ist der Kontext eher ernst: Als letzte Füchsin der Welt durchstreift man in diesem Spiel mit dem Untertitel »Extinction is forever« eine von Menschen zerstörte Umwelt und kümmert sich um Schutz und Futter für seine Fuchskinder. Das ungewöhnliche Survival-Spiel mit der markanten, minimalistischen Grafik will auf reale Umweltprobleme aufmerksam machen. Entwickelt wird es von einem katalanischen Indiestudio in Barcelona.

angekündigt für Nintendo Switch, Playstation 4, Xbox One, PC 

»Sable«

»Sable«

»Sable«

Foto: Shedworks

Manche Spiele machen schon allein durch ihre Optik Eindruck – wie »Sable«. Von den ersten Bildern an, die 2017 zu sehen waren, begeisterte das Indiespiel eines Londoner Studios durch Comicgrafik, die vor allem an das Werk des großen Jean »Moebius« Giraud erinnert. In dem Exploration-Game ist man in einer Science-Fiction-Wüstenwelt unterwegs, die zu gleichen Teilen von »The Legend of Zelda: Breath of the Wild« und »Star Wars« inspiriert sein soll. Das heiß erwartete Spiel soll dieses Jahr endlich erscheinen.

angekündigt für Xbox One/S/X, für PC und Mac 

»Eastward«

»Eastward«

»Eastward«

Foto: PixPil

Das absolut hinreißende Pixelabenteuer »Eastward« wird vom Shanghaier Studio Pixpil entwickelt und spielt bei aller Niedlichkeit in einer düsteren, apokalyptischen Zukunft. In dem Singleplayer-Rollenspiel steuert man zwei unterschiedliche Helden durch eine Welt voller Puzzles, klassischer Dungeons und seltsamer Monster. Der nicht nur für Retrofans reizvolle Grafikstil verbindet klassisches Pixel-Artwork mit modernen Beleuchtungseffekten. Ein genaues Veröffentlichungsdatum ist nicht bekannt: Letzte Updates der Entwickler legen aber nahe, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis »Eastward« erscheint.

angekündigt für PC und Mac 

»Scorn«

»Scorn«

»Scorn«

Foto: EbbSoftware

Auch auf dieses Spiel freuen sich viele schon seit Jahren: Das First-Person-Game »Scorn«, das seit 2013 von einem serbischen, inzwischen auf 40 Personen angewachsenen Studio entwickelt wird, ist so etwas wie ein spielgewordener Horrortrip aus den grotesken Fantasiewelten der Künstler H.R. Giger und Zdzisław Beksiński. Das bedeutet zum einen schleimig-ekligen Body Horror, zum anderen bizarre biomechanische Höllenarchitekturen. Das Survival-Horrorspiel soll exklusiv für Microsofts neue Konsolengeneration sowie Windows erscheinen.

angekündigt für PC, Xbox Series S/X 

»Dordogne«

»Dordogne«

»Dordogne«

Foto: UnJeNeSaisQuoi

Wann gibt es Fotorealismus in Videospielen? Die Antwort auf diese Frage steht noch aus, aber eigentlich ist sie egal – solange wunderbare Experimente wie »Dordogne« beweisen, dass »gute Grafik« ein vager Begriff ist. In dem Rätselabenteuer im hinreißenden Aquarellmalerei-Stil erforschen wir als junge Frau das Haus unserer soeben verstorbenen Großmutter und begeben uns auf eine emotionale Reise in die eigene Vergangenheit. Nicht nur Frankreich-Fans dürfen sich auf das Spiel der französischen Indie-Animationsspezialisten von Un Je Ne Sais Quoi freuen.

angekündigt für PC und Mac 

»The Ascent«

»The Ascent«

»The Ascent«

Foto: NeonGiant

Wer trotz der Aufregung um »Cyberpunk 2077« immer noch oder schon wieder Lust auf eine neongrelle und dystopische Zukunftsvision hat, sollte »The Ascent« im Auge behalten. Das Single- und Multiplayerspiel sieht hinreißend aus und verspricht rasante Ballereien in einer angemessen heruntergekommenen Hightech-Megalopolis. Als Action-RPG der »Diablo«-Tradition wird der Rollenspielanteil kaum durch übertriebene Komplexität auffallen: Doch das macht angesichts der schick zerstörbaren Umgebungen und der Next Gen würdigen Grafik nicht besonders viel aus. Eigentlich für Ende 2020 angekündigt, dürfte »The Ascent« schon früh im Jahr erscheinen.

angekündigt für PC, Xbox One, Xbox Series S/X