Kindersoftwarepreis Tommi Kinder wählen ihre besten Spiele des Jahres

Vom Fußballspiel "Fifa 11" bis zur Lego-Variante von "Fluch der Karibik": 23 Games sind für den Kindersoftwarepreis Tommi 2011 nominiert. Sie werden in den nächsten Wochen von Kinderjurys getestet.


In der Bibliothek um die Ecke wird plötzlich wild vor einer Xbox-Kamera getanzt? Stadiongesänge aus "Fifa 11" durchdringen die Stille? Dann werden zwischen den Regalen vielleicht gerade Spiele für den Tommi 2011 getestet. In 19 Bibliotheken, von Hamburg bis München, tagen in den nächsten Wochen Kinderjurys und entscheiden, wer den Kindersoftwarepreis gewinnen soll.

Chancen auf die Auszeichnung haben neben dem Fußballgame "Fifa 11" und dem Tanzspiel "Dance Central" zum Beispiel "Micky Epic", "Lego Pirates of the Caribbean" und "Donkey Kong Country Returns". Auch klassische Lernsoftware wie "Wer Wie Wasser" ist im Rennen. Insgesamt etwa 3000 Kinder dürfen für ihre Favoriten stimmen. Die Titel müssen für Spieler zwischen sechs und 13 Jahren geeignet sein.

Die Vorauswahl für die Kinderjurys traf in den vergangenen Woche eine Gruppe erwachsener Spieleexperten, zu der auch der SPIEGEL-ONLINE-Autor Carsten Görig gehört. In den Bibliotheken werden also nur Titel mit bester Empfehlung von Profitestern gezockt. Eine Übersicht der 23 nominierten Spiele inklusive Jury-Begründungen findet sich in der Fotostrecke.

Der Gewinner des Tommi 2011 wird am 14. Oktober auf der Frankfurter Buchmesse bekanntgegeben. Im vergangenen Jahr ging der Titel "Bestes Computerspiel" an das Rätselspiel "Youda Legend". Der Wii-Titel "New Super Mario Bros." wurde als bestes Konsolenspiel ausgezeichnet, den Sonderpreis "Kindergarten & Vorschule" erhielt "Capt'n Sharky" für den Nintendo DS.

In diesem Jahr findet der Tommi zum zehnten Mal statt. Hinter dem Preis stehen die Zeitschrift "spielen und lernen" und das Büro für Kindermedien Feibel.de. Schirmherrin ist Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

mbö



insgesamt 2 Beiträge
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shiver_me_shamrocks 13.09.2011
1. Neue Spiele?
Ich dachte immer, der Film hieße "Fluch der Karibik" und das Wii-Game "Epic Mickey", aber da habe ich mich offenbar getäuscht. Viel erschreckender finde ich auch, dass den Juroren kein blöderer Ort zum Spieletesten einfiel als Bibliotheken, die sich eigentlich durch Qualitäten wie "Stille" auszeichnen, wohingegen Zocken durch einen gewissen Lautstärkepegel gekennzeichnet ist. Hätte man das nicht in Jugendzentren machen können (zum Beispiel)?
DrStrang3love 13.09.2011
2. ...
Zitat von shiver_me_shamrocksIch dachte immer, der Film hieße "Fluch der Karibik" und das Wii-Game "Epic Mickey", aber da habe ich mich offenbar getäuscht. Viel erschreckender finde ich auch, dass den Juroren kein blöderer Ort zum Spieletesten einfiel als Bibliotheken, die sich eigentlich durch Qualitäten wie "Stille" auszeichnen, wohingegen Zocken durch einen gewissen Lautstärkepegel gekennzeichnet ist. Hätte man das nicht in Jugendzentren machen können (zum Beispiel)?
Das Spiel heißt in Deutschland tatsächlich "Micky Epic (http://www.amazon.de/Disney-Micky-Epic/dp/B003YKJTI2/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1315919953&sr=8-1)". Klingt doof, ist aber so. Aber "Flucht der Karibik" kannte ich auch noch nicht. Wohin flieht sie denn? In die Südsee? Aber das wir das nicht kennen, liegt wahrscheinlich daran, dass das eh erst in 18100 Jahren rauskommt - schließlich ist es für den Tommi 20111 nominiert...
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