Neues "Lara Croft"-Spiel Dauerklicken mit der Powerfrau

Gegner, Gegner, Rätsel, Gegner: Das neueste Abenteuer mit Lara Croft erinnert eher an "Diablo" als an die "Tomb Raider"-Serie. Richtig Spaß macht das nur zusammen mit Freunden.

Square Enix

Hektisch drücke ich die Knöpfe auf meinem Gamepad, ziele mit dem Stab des Osiris in Richtung der Gegner, will sie alle mit einem Energiestrahl niederstrecken. Lege dazwischen eine Bombe, laufe aus dem Sprengbereich und zünde sie, als die Untoten richtig platziert stehen. Ich bin gerettet. Erst einmal. Ich bin dabei, den Tempel des Osiris zu retten.

Der ist nämlich in Gefahr: Set, ein alter Gegner von Osiris, hat ihn übernommen und bastelt an etwas wirklich Bösem. Deshalb müssen die im Tempel verstreuten Körperteile von Osiris gefunden und wieder zusammengesetzt werden - was Lara Croft mit ihrem Partner und Konkurrenten Carter Bell machen soll. Oder so ähnlich. Eigentlich geht es darum, in die Unterwelt abzusteigen und dort möglichst viele Gehilfen des Bösen zu beseitigen. Alles andere ist Nebensache.

"Lara Croft und der Tempel des Osiris" ist nach "Guardian of Light" der zweite Teil einer Seitenlinie der "Tomb Raider"-Serie. Ein Spiel in isometrischer Sicht, in der Spieler "Tomb Raider"-Heldin Lara Croft durch ein Gangsystem steuern, das mich immer wieder an "Diablo" denken lässt. Auch weil das Spielprinzip nicht allzu weit vom Hack'n'Slay-Klassiker entfernt ist. Man muss möglichst schnell schießen oder schlagen, damit die Gegner nicht zu nahe kommen - wogegen nichts einzuwenden ist, gerade wenn man das Spiel im Koop-Modus gemeinsam mit Freunden spielt.

Leider mache ich das selten. Ich spiele meist dann, wenn ich niemanden auftreiben kann. Und dann lässt die Freude über das Lara-Croft-Spiel schnell nach. Immer wieder finde ich es ermüdend. Hin und wieder lasse ich mich zwar von einem der kleinen eingestreuten Rätsel einfangen, aber nur, um danach wieder im öden Dauerklickmodus zu hängen. Bald gebe ich auf - und wünsche mir ein richtiges "Tomb Raider"-Spiel.

Das sagen die anderen: Im Mehrspielermodus gut, für Einzelspieler naja - das sagen die meisten Kritiker zu "Lara Croft und der Tempel des Osiris". Gelobt wird das kooperative Spiel an der heimischen Konsole, bemängelt wird ein recht umständlicher Onlinemodus, der viel Spielspaß rauben kann.


"Lara Croft und der Tempel des Osiris" von Square Enix, für PC, Playstation 4, Xbox One, ab 20 Euro; USK: Ab 12 Jahren



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
BWLer! 31.12.2014
1.
schade, tomb raider ist einfach nicht mehr das was es mal war. schon im letzten teil war es eher call of duty mit lara croft. rätsel was ja das spannende damals war kamen leider nur eine handvoll drin vor, die auch nicht im geringsten anspruchsvoll waren. vor allem der "röntgenblick" war ein witz. mir kommt es vor, als dass nur noch geballere zählt und ja kein nachdenken um den breiten massenmarkt von call of duty etc. spieler zum kauf zu animieren. :-(
Atheist_Crusader 31.12.2014
2.
Zitat von BWLer!schade, tomb raider ist einfach nicht mehr das was es mal war. schon im letzten teil war es eher call of duty mit lara croft. rätsel was ja das spannende damals war kamen leider nur eine handvoll drin vor, die auch nicht im geringsten anspruchsvoll waren. vor allem der "röntgenblick" war ein witz. mir kommt es vor, als dass nur noch geballere zählt und ja kein nachdenken um den breiten massenmarkt von call of duty etc. spieler zum kauf zu animieren. :-(
Das was es mal war hat es schon nach der ersten handvoll Teile aufgehört zu sein.
testuser2 31.12.2014
3. Mehr Adventure für die Heldin
Schade, dass eines der wenigen Computerspiele, bei denen sich eine weibliche Hauptfigur steuern läßt, auf die isometrische Ansicht umgestellt hat. Computerspiele sind entweder dann erfolgreich, wenn eine einfache aber interessante Spielidee entwickelt wurde, die nachhaltigen Spielspass verspricht, oder wenn sie Rollenspiel, Adventure und Kampfelemente auf grafisch hohem Niveau mit einer durchdachten Story verbinden. Das ist bei "Lara Croft und der Tempel des Osiris" leider nicht der Fall. Warum starke Heldinnen bei Computerspielen wenig umgesetzt werden, mag nicht nur an der geringern Nachfrage, sondern auch an dem heutzutage gern gezeichneten Bild der Frau liegen, die auch von den Computerspiele Herstellern lieber als Objekt oder Opfer dargestellt werden und weniger als taffe Streiterin, die die in Computerspielen übliche Gewalt einsetzt. Weniger "Hack and Slay" und mehr Adventure-, Rätsel und Rollenspielanteile hätten diesem Lara Croft-Titel in jedem Fall gut getan. Hoffentlich wird das in zukünftigen Titeln wieder stärker umgesetzt.
Desotho 31.12.2014
4. ach herrje
Also erstmal ist dieses Spiel kein Nachfolger zu den regulären Tomb Raider Spielen sondern zu Guardian of Light was als Spin Off anzusehen ist. Und schade, dass es Spiel das den Focus auf Koop legt dann nur im Solo Modus gespielt und dafür kritisiert wird. Wer einen kompetenten Bericht sucht sollte also besser bei den geläufigen Spieleseiten nochmal nachlesen ;)
wanderer777 31.12.2014
5. Oje...
Iso-Perspektive? Und tschüss... :-(
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