Yoozoo Games Tech-Milliardär Lin Qi stirbt mit 39 Jahren

Seine Spielefirma Yoozoo Games machte ihn reich und bekannt, nun gab das Unternehmen den Tod seines Gründers Lin Qi bekannt. Die Behörden von Shanghai ermitteln wegen einer möglichen Vergiftung.
Lin Qi: Gründer einer Firma für Browser- und Mobile-Games

Lin Qi: Gründer einer Firma für Browser- und Mobile-Games

Foto: VCG / imago images

Lin Qi, der Gründer und Chef des chinesischen Videospiel-Publishers Yoozoo Games, ist im Alter von 39 Jahren gestorben. Das berichten chinesische Medien mit Bezug auf das Unternehmen selbst. Zu den genauen Umständen des Todes laufen in Shanghai noch Ermittlungen.

Yoozoo Games ist im Westen unter dem Namen Youzu Interactive bekannt, beispielsweise für das Strategiespiel »Game of Thrones: Winter is Coming«, das sich in Deutschland über Steam spielen lässt. Weitere Veröffentlichungen der Firma heißen »League of Angels«, »Saint Seiya Awakening: Knights of the Zodiac« und »Era of Celestials«. Typischerweise sind die Titel von Yoozoo Games kostenlos spielbar, sie finanzieren sich durch optionale In-App-Käufe.

Weltweit in die Schlagzeilen kam das Unternehmen in den vergangenen Monaten auch im Zuge seiner Arbeit an einer Serienumsetzung der Science-Fiction-Romanreihe »Die drei Sonnen« für Netflix. Über eine Tochterfirma ist Yoozoo Games mittlerweile auch im Filmgeschäft präsent, groß wurde das Unternehmen aber durch seine Browser- und Mobile-Games. 2016 hatte die Firma aus China die Hamburger Spielefirma Bigpoint übernommen.

Yoozoo Games selbst  inszeniert sich als »weltweit führender Anbieter von interaktiver Unterhaltung«. Auf der Website des Unternehmens heißt es, Lin Qi sei für die Planung, Ausrichtung und Steuerung der Gesamtstrategie zuständig gewesen.

Die Firma hatte den Tod ihres bekanntesten Vertreters am Samstag bekannt gegeben . Der Chef sei am Freitag an den Folgen einer Krankheit gestorben, hieß es in einer Mitteilung. Lin Qi hatte das Unternehmen 2009 gegründet. Bereits bis zum Jahr 2015 soll ihn der Erfolg seiner Firma Schätzungen zufolge  zum Milliardär gemacht haben.

Die Nachrichtenagentur AP berichtet am Montag, die Polizei von Shanghai habe im Kontext des Todes von Lin Qi einen Verdächtigen festgenommen. Angeblich handelt es sich dabei um einen 39-jährigen Arbeitskollegen, von dem die Ermittler zunächst nur den Vornamen öffentlich machten. Die Polizei ermittelt eigenen Angaben zufolge im Zuge einer möglichen Vergiftung von Lin Qi. Ins Krankenhaus gekommen war der Unternehmer laut den Ermittlern am 17. Dezember.

mbö
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