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"Minecraft": Welten im Klötzchen-Look

Foto: YouTube/ N11ck

"Minecraft"-Projekte Märchenwelten aus Millionen von Klötzchen

Mittelerde und "GTA V" als Vorbild: In mühevoller Kleinarbeit klopfen "Minecraft"-Spieler jahrelang auf Klötzchen herum, um fiktive Städte und Landschaften nachzubauen. Wir stellen vier Mammutprojekte vor.

Beim Videospiel "Minecraft" hacken weltweit mehr als 100 Millionen Spieler auf Klötzchen ein, sammeln Holz und Steine und bauen daraus ihre eigene Welt im Voxel-Look zusammen - Voxel sind Pixel mit drei Dimensionen. Manche Spieler sind so begeistert von dem virtuellen Baukastenprinzip des Software-Konzerns Microsoft, dass sie sich riesige Mammut-Projekte zum Ziel setzen.

Vor allem Fantasy-Welten haben es den "Minecraft"-Profis angetan. Mit Millionen von Klötzen basteln sie fiktive Städte und Landschaften, die sich an Videospielen wie "GTA V" und Märchenwelten wie Mittelerde aus "Der Herr der Ringe" orientieren.

Wir stellen vier Mammutprojekte bei "Minecraft" vor.

Los Santos aus "GTA V"

Im Januar dieses Jahres haben "Minecraft"-Spieler damit begonnen, die Karte aus dem Videospiel "GTA V" nachzubauen. Ein ambitioniertes Projekt. Denn die Klötzchengestalter müssen nicht nur die fiktive Stadt Los Santos mit seinen Wolkenkratzern, Hängebrücken und mehrspurigen Autobahnen nachbauen, sondern auch die Küsten, Seen und Bergregionen.

Die Karte soll in einem Maßstab von 1:1 erstellt werden und besteht aus einer quadratischen Welt mit 7500 mal 7500 Klötzen, also mehr als 56 Millionen Bauteilen. Einige Bereiche sind bereits fertiggestellt. In einem YouTube-Video  ist zu sehen, dass bereits große Gebäude im Zentrum der Stadt stehen sowie einige Grünanlagen und Parkplätze angelegt sind.

Mittelerde aus "Der Herr der Ringe"

Mittelerde als "Minecraft"-Map: Auch "Der Herr der Ringe" wird verpixelt

Mittelerde als "Minecraft"-Map: Auch "Der Herr der Ringe" wird verpixelt

Foto: YouTube/ Epic Questz

Beim Mittelerde-Projekt  der Voxelkünstler von Epic Questz kommen immer wieder neue Landschaften und Gebäude hinzu. Einige wichtige Schauplätze aus "Der Herr der Ringe" sind bereits fertig gestellt wie die Festung Minas Tirith und der Turm von Isengart, in dem der Zauberer Saruman haust. Mit der Festung Minas Morgul haben die Bauherren erst kürzlich ein neues Projekt abgeschlossen.

Nach und nach werden die einzelnen Gebiete durch Straßen miteinander verbunden, bis eines Tages ganz Mittelerde in Klötzchenform vorhanden sein soll. Jedes kleine Detail wollen die Klötzchenprofis von Epic Questz nicht umsetzen. Aber bei dem Projekt mit einer Größe von 24.000 mal 24.000 Blöcken "wollen wir unser Bestes geben, die wichtigsten Plätze nachzubauen", heißt es auf der Projektseite. Das könnte allerdings noch eine Weile dauern. Denn derzeit ist das Projekt bei einem Baustatus von noch etwa 40 Prozent.

"The Babylon Project": New York City in den 1930er-Jahren

Backsteinbauten in Manhattan: "Minecraft"-Bastler bauen New York nach

Backsteinbauten in Manhattan: "Minecraft"-Bastler bauen New York nach

Foto: YouTube/ Galaxia Gaming

Mit seinen Backsteinbauten und den ersten Wolkenkratzer hat das New York der 1930er-Jahre einen ganz besonderen Charme. Die "Minecraft"-Spieler von Galaxia Gaming sind Fans der US-Metropole und haben sich daher zum Ziel gesetzt, den Stadtteil Manhattan aus dem Jahr 1937 aus Voxeln zu errichten . 400 Gebäude haben sie dafür erstellt und eine virtuell begehbare 1:1-Version von Lower Manhattan ins Netz gestellt.

Man habe das Manhattan-Projekt gegründet, um "New York City in seinen besten Zeiten nachzubauen". Mehr als 320.000 Mal haben sich "Minecraft"-Spieler die Karte bereits heruntergeladen. Doch die Fans müssen sich mit dem Modell begnügen, an dem das Team zwei Jahre lang getüftelt hat, das Projekt wurde mittlerweile eingestellt.

Die Welt Azeroth aus "World of Warcraft":

Dalaran aus "WoW": Eine Software hat die Fantasy-Welt umgewandelt

Dalaran aus "WoW": Eine Software hat die Fantasy-Welt umgewandelt

Foto: ramsesa

Die Fantasy-Welt Azeroth besteht aus vier Kontinenten, die bisher nur Spieler des Onlinerollenspiels "World of Warcraft" betreten konnten. Doch das hat "Minecraft"-Bastler Rumsey geändert. Mit "Crafting Azeroth"  hat er die Rollenspielwelt in Klötzchen-Optik umgewandelt.

Allerdings haben die Schöpfer des Modells die Landschaft nicht per Hand nachgebaut. Die Welt ist mithilfe einer Software in Klötzchen umgewandelt worden. Der Rechenprozess hat nach Angaben von Rumsey etwa 48 Stunden gedauert, damit die Spielwelt in 100 Milliarden Blöcke zerstückelt und neu zusammengesetzt werden konnte.

Dabei wurde nach Angaben der Projektentwickler jedes Gebäude und jeder Baumstumpf berücksichtigt. Die Spieler können sogar einige Höhlen von Azeroth betreten. Damit das Spielprinzip auch auf der nachgebauten Karte funktioniert, haben Rumsey und sein Team auch die Materialien an "Minecraft" angepasst. Somit können die Spieler beispielsweise auch Holz gewinnen, wenn sie gegen die umgewandelten Klötzchenbäume klopfen.

jbr
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